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Feine Kost aus Fernost

Von Asiatische Düfte wehen ab Februar durch die Vereinsgaststätte des TV Eschersheim. Mit einer Mischung aus koreanischer und westlicher Küche wollen die neuen Pächter das Lokal wieder mit Leben füllen. Sehr zur Freude des Turnvereins, der hofft, dass die Koreaner länger bleiben als ihre Vorgänger.
Der Schriftzug über der Theke hält – eine Baustelle weniger, die die neuen Pächter Verena, Soon-ok und Chang-hee Yoo (von links) vor der Eröffnung in zwei Wochen noch beseitigen müssen.	Fotos: Rainer Rüffer Bilder > Der Schriftzug über der Theke hält – eine Baustelle weniger, die die neuen Pächter Verena, Soon-ok und Chang-hee Yoo (von links) vor der Eröffnung in zwei Wochen noch beseitigen müssen. Fotos: Rainer Rüffer
Eschersheim. 

Gut zwei Wochen hat die Familie Yoo noch Zeit – dann muss das Koryano glänzen. Bis es soweit ist, gibt es für die neuen Pächter des Vereinslokals des TV Eschersheim an der Maybachstraße noch viel zu tun. Die Sanitäranlagen müssen grundgereinigt werden, in der Küche fehlen die letzten Kleinigkeiten und auf der dunklen Holztheke betonen Hammer, Zollstock und Bohrmaschine den Baustellencharakter. „Das ist bis zum 1. Februar alles verschwunden. Wir liegen gut in der Zeit und sind uns sicher, den geplanten Eröffnungstermin einzuhalten“, verspricht Verena Yoo (33), die zusammen mit ihren koreanischen Schwiegereltern Soon-ok und Chang-hee Yoo die Gaststätte betreiben wird.

Asien trifft Europa

Mit einer Mischung aus koreanischer und westlicher Küche wollen die neuen Pächter bei ihren Gästen punkten. „Diese Kombination nennt man ,Fusion‘. Bei uns noch recht unbekannt, ist das in Korea nichts Neues“, erklärt Verena Yoo. So wird das Burger-Fleisch im Koryano mit einer koreanischen Sauce mariniert. Mungo-Bohnen bilden die Grundlage für die vegetarischen Bratlinge. Bislang steht nur das Grundgerüst für die Speisekarte, der letzte Schliff folgt in den kommenden Tagen. „Unsere Gäste können sich auch auf so interessante Desserts wie koreanische Dampfnudeln mit roter Grütze freuen“, macht die 33-Jährige schon jetzt Lust auf mehr.

Während die Mutter von zwei kleinen Kinder die administrativen Zügel beim Koryano in der Hand hält, schwingt Soon-ok Yoo in der Küche den Wok. 1974 kam die gelernte Köchin (61) mit ihrem Mann Chang-hee (65) aus Seoul an den Main. Seitdem arbeitet das Ehepaar durchgängig in der Gastronomie – sie in der Küche, er im Service – zunächst als Angestellte, dann im eigenen Restaurant in Sachsenhausen.

Zuletzt betrieb das Paar das „Chicken Brothers“ im Riederwald. Korean Fried Chicken war dort ihre Spezialität, sogar aus dem Taunus seien die Gäste gekommen, nur um das speziell zubereitete und mit scharfer Sauce servierte Hähnchen zu genießen. „Da ist es logisch, dass wir das Gericht auch hier anbieten“, sagt Soon-ok Yoo. Neben den klassischen Hauptgerichten sind es vor allem kleine Snacks, die die Karte füllen. „Nach dem Sport will man kein großes Schnitzel, sondern lieber eine Kleinigkeit verspeisen“, begründen die Yoos.

Aber nicht nur die Karte, auch der Gastraum versprüht ein wenig asiatischen Flair. Eine Holzwand trennt den Eingangs- vom Sitzbereich und lässt den gemütlichen Raum etwas größer erscheinen. Die rustikalen Holzmöbel wirken edel durch den hellgrauen Stoffbezug und an der Wand hinter der Eckbank hängen alte asiatische Werbeplakate. Nur die dunkelrote Decke und die Theke erinnern noch an die Vormieter. „Die Deckenfarbe ist doch wirklich wie für uns gemacht“, sagt Verena Yoo.

Sieben Tage pro Woche

Eröffnet wird das Lokal am Samstag, 1. Februar. Sieben Tage pro Woche, täglich von 12 bis 23 Uhr wollen die Yoos für ihre Gäste da sein. Die Erfahrungswerte der ersten Monate sollen zeigen, welcher Tag sich am besten als Ruhetag anbietet. „Im Riederwald hatten wir auch jeden Tag geöffnet, das ist für uns kein Problem“, sagt Soon-ok Yoo, die zierlich wirkt, aber ihrer Aussage entnehmen lässt, dass sie anpacken kann. Das ist auch der Wunsch des TV Eschersheim, der hofft, endlich einen langfristigen Pächter gefunden zu haben. Nach vier Wechseln in den vergangenen fünf Jahren soll endlich Ruhe einkehren – koreanische Ruhe.

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