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Siemens feiert das 125. Jubiläum seiner Frankfurter Niederlassung: Feste Wurzeln geschlagen

Die Rhein-Main-Region war für den Elektropionier Siemens von Anfang an ein wichtiger Markt. Vor 125 Jahren eröffnete das Unternehmen mit dem „Technischen Bureau“ eine Niederlassung in Frankfurt am Main. Der Standort gehöre auch in Zukunft zu den bedeutendsten in Deutschland, sagt Niederlassungssprecher Michael Döcke.
MichaelDöcke MichaelDöcke
Frankfurt. 

Ein hölzerner Kasten mit einer Metallscheibe und allerlei Mechanik erinnert an die Pioniertaten einstiger Siemens-Ingenieure. Sie statteten Frankfurt Ende des 19. Jahrhunderts mit öffentlichen Feuermeldern aus. Das Ausstellungsstück im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes in Niederrad ist Teil einer kleinen Ausstellung, mit der die Frankfurter Niederlassung des Elektrokonzerns ihr 125. Jubiläum feiert. Heute arbeiten etwa 2700 „Siemensianer“ in Frankfurt, die meisten von ihnen im Service und Vertrieb. Ein Produktionswerk hat Siemens im Industriepark Höchst. Schaltanlagen für Stromnetze werden dort hergestellt.

Die Anfänge wirken im Vergleich zur heutigen Dimension niedlich: Am 1. April 1892 eröffnete das „Siemens & Halske Berlin, Technische Büro Frankfurt am Main“ im Bahnhofsviertel, kurz darauf musste es schon wieder umziehen. „21 männliche Personen und eine Korrespondentin“ arbeiteten laut Firmenchronik dort 1897.

Dass die Frankfurter Niederlassung kein Fall für die Geschichtsbücher ist, davon ist deren Sprecher Michael Döcke überzeugt. „Frankfurt ist einer der wichtigsten Standorte in Deutschland und wird es auch bleiben“, sagt er. Siemens bediene von hier aus den regionalen Markt „quer über alle Sparten hinweg.“ Also von der Gebäudetechnik über die Gesundheitssparte bis zur Industrieautomatisierung. Für die Zukunft rechnet Döcke mit Zuwächsen: „Wir denken schon, dass es hier weiter nach oben gehen könnte und hoffen, wie viele in Frankfurt, dass wir vom Brexit profitieren“, sagt Döcke. Jede britische Bank, die nach Frankfurt kommt, braucht auch Brandmeldeanlagen. Aus Holz und Metall sind die allerdings schon lange nicht mehr.

Zuversicht strahlen auch die beiden jungen Mitarbeiter aus, die durch die Jubiläumsausstellung führen. Lukas Nowak (30) und Kirsten Wenzel (29) gehören zum „Nachwuchskreis Mitte“, in dem Siemens seine Führungskräfte von morgen heranzieht. Sie erklären, was es mit dem Zeigertelegrafen von 1848 auf sich hat, der dank Firmengründer Werner von Siemens dafür sorgte, dass die Kaiserproklamation der Frankfurter Nationalversammlung in weniger als einer Stunde Berlin erreichte. „Drei Tage später lehnte sie Wilhelm IV. allerdings ab“, erzählt Nowak.

Für die technische Ausbildung des Nachwuchses wird direkt nebenan gesorgt. Siemens baut auf dem Niederlassungsgelände eine neue Lehrwerkstatt. An einen der Vorgängerbauten erinnert sich Bernhard Schwalm (63). Er hat vor 48 Jahre seine Ausbildung zum Elektromechaniker bei Siemens in Frankfurt begonnen und ist der dienstälteste Mitarbeiter am Standort. Ende Juli geht er in Ruhestand.

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