Feuer auf dem Dach der Stadtwerke
Drei Feuerwehrleute gehen mit Schläuchen gegen das Feuer auf dem Dach der Stadtwerke Holding vor. Der Rauch ist weithin zu sehen. Foto: wyg
Flammen lodern auf dem Flachdach der Stadtwerke. Dichter, grauer Rauch steigt, von leichtem Wind getrieben, in den Himmel über Frankfurt auf. Die Feuerwehr ist schon da. Zwei Einsatzkräfte mit Schläuchen stehen am Rand des Daches und halten den Wasserstrahl in Richtung des Feuers, ein dritter Brandbekämpfer löscht vom Korb der Drehleiter aus.


Es ist Montag, 11.13 Uhr, als die Frankfurter Feuerwehr in die Kurt-Schumacher-Straße in der Innenstadt alarmiert wird. Nachbarn melden, dass die Photovoltaikanlage auf dem Haus, in dem die Stadtwerke Holding und die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) untergebracht sind, in Flammen steht.
In dem Bürogebäude wird sofort Alarm ausgelöst, mehr als 300 Mitarbeiter verlassen ihre Schreibtische in Richtung des Börneplatzes. Die Hausmeister schalten die Solaranlage stromlos, damit die 34 Brandbekämpfer ihrer Arbeit ohne Gefahr für Leib und Leben nachgehen können.
Die Rauchwolke, die vom Dach aus in den blauen Himmel steigt, ist weithin zu sehen. In der Einsatzzentrale der Feuerwehr gehen etliche Anrufe ein, und auch die Feuerwehrleute sichten die dunklen Schwaden bei der Anfahrt. Als sie am Brandhaus eintreffen, ist das Gebäude schon evakuiert.
Einige Feuerwehrleute dringen durch das Treppenhaus, andere über die Leiter zu den Flammen vor. Diese schlagen aus der Photovoltaikanlage, aus etwa 20 Solarmodulen, die im Jahr 2012 zur Stromerzeugung auf dem Flachdach installiert wurden. Die Einsatzkräfte bringen das Feuer schnell unter Kontrolle und verhindern so ein Überspringen der Flammen aufs Dach.
Die Beschäftigten der Stadtwerke und VGF kehren gegen 11.50 Uhr wieder an ihre Arbeitsplätze zurück. Die Feuerwehr schätzt den Schaden auf etwa 20 000 Euro, die Brandermittler der Polizei nehmen ihre Arbeit auf. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.
Wendelin Friedel von den Stadtwerken sagt am Nachmittag, dass es sich bei der Anlage um eine Bürgersolaranlage gehandelt habe. Daran beteiligt seien Mitarbeiter aus dem Haus und weitere Frankfurter.
(chc)