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Ehemaliges Rundschau-Areal: "Flare of Frankfurt": Neuer Blickfang in der City

Die Gebäude am früheren Standort der „Frankfurter Rundschau“ sollen im Herbst bezugsfertig sein. 57 Wohnungen, ein Hotel sowie ein Boardinghaus mit 157 möblierten Apartments sind in zwei Jahren Bauzeit entstanden.
So soll das neue Gebäude auf dem ehemaligen Rundschau-Areal nach Fertigstellung aussehen. Ansicht: Projektentwickler Bilder > So soll das neue Gebäude auf dem ehemaligen Rundschau-Areal nach Fertigstellung aussehen. Ansicht: Projektentwickler
Frankfurt. 

„Lifestyle“ und „hochwertig“ sind Stichworte, die am gestrigen Vormittag auf der Baustelle des Projekts „Flare of Frankfurt“ häufig fallen. Die beiden Gebäudeteile „Flare Living“ mit 57 Eigentumswohnungen, fünf davon Penthouse-Behausungen, und das „Flare Business“ mit Hotel und Boardinghaus sollen das Filetstück in der Innenstadt für innovative und besondere Menschen interessant machen, die „die Stadt dringend braucht“, so Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU).

Gefunden wurden diese zunächst in den Mietern und Betreibern des „Lifestyle-Economy-Hotels“ Moxy und des Boardinghauses „Residence Inn“, die SV Group AG, beides Marken der Hotelgruppe Marriot. Außerdem in den Käufern der Wohnungen: „Frankfurter, die sich ein besonderes Zuhause wünschen, das bis zum Bad durchdesignt ist und nicht von der Stange kommt“, darunter Kapitalanleger aus der Immobilienbranche „und sogar ein Handwerker“, wie Andreas Hülsken von der Strabag Immobilien, der zweite Investor neben der RFR Holding, beim Richtfest berichtete.

Fassade aus Keramik

90 Prozent der Gesamtfläche sei bereits vermarktet, die Wohnungen, die im Schnitt 75 bis 80 Quadratmeter groß sind, wurden bis auf die Penthousewohnungen bereits verkauft. „Es gab deutlich mehr Interessenten als Wohnungen“, bedauert Hülsken. Alexander Koblischek von RFR lobte die 1-A-Wohnlage „an diesem durchaus historischen Ort des ehemaligen Rundschau-Gebäudes“. Nach zehn Jahren Baustelle seit dessen Abriss hätten die Frankfurter nun Grund, sich an der Wiederbelebung zu erfreuen.

Im Erdgeschoss beider Komplexe sollen Geschäfte unterkommen, aber nicht irgendwelche und schon gar keine Kettenläden oder Drogeriemärkte. Der richtige Mix aus „besonderen“ Läden werde in den nächsten Monaten sorgfältig unter den Bewerbern ausgewählt. Die existierenden Läden mit trendbewusster Zielkundschaft auf der gegenüberliegenden Seite gäben die Richtung vor. 2000 Quadratmeter Gesamtfläche sind noch zu vermieten, eine von zwei Gastronomieflächen, zum Thurn- und Taxis-Palais hin gelegen, ist bereits verkauft.

Das Design-Hotel Moxy mit 255 Zimmern wird seinen Eingang an der Stiftstraße haben, die Lobby mit Lounge und Terrasse sind im ersten Stock. Die Apartments liegen zur Großen Eschersheimer Straße hin. Dahinter, im Innenhof der Gebäude auf Höhe des ersten Stocks, wird eine Terrasse eröffnet, die als Event-Location gemietet werden kann.

Innovatives Parkhaus

Zwischen dem „Business“-Gebäude und dem „Living“-Haus führt eine schmale Gasse zum Vorplatz der Jumeirah- und Nextower-Hochhäuser und der My-Zeil.

Das Parkhaus hat seine Einfahrt an der Stiftstraße. Auf drei Untergeschosse verteilt befinden sich 170 öffentliche Parkplätze und 57 für die Wohnungen, dazu Fahrradstellplätze und Keller. Der Betreiber des Parkhauses, Goldbeck Parking Solutions, ist freilich auch besonders innovativ: Das Parken wird bargeldlos über eine App abgewickelt.

Der Architekt Hadi Teherani lobte seinen Entwurf dafür, dass die markante Fassade mit gerahmten Fenstern und Balkonen „die Bewegung der Nextower-Fassade wiederholt und sich wie ein Maßanzug einfügt“. Gerade diese massiven Einrahmungen der Fensterfronten hatten in der Stadt Kritik geerntet, sie wirkten zu brachial. Die um 110 Grad geneigten Rahmen aus gebrannter Keramik wurden am „Living“-Haus bereits angebracht, am „Business“-Gebäude, wo sie etwas weniger wuchtig ausfallen, folgen sie in den nächsten Wochen. Die Fenster sollen ihre Wirkung vor allem von innen entfalten: Der Blick nach draußen wird für den Betrachter wie durch einen Bilderrahmen verschönert.

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