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Zwischenfälle mit Gegendemonstranten: Flaschenwürfe bei AfD-Veranstaltung in Frankfurt

Bei einer Wahlkampfveranstaltung der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) in Frankfurt ist es am Mittwochabend zu Zwischenfällen mit Gegendemonstranten gekommen.
Foto: Bernd Kammerer
Frankfurt. 

Wenn die „Alternative für Deutschland“ zu einer ihrer Wahlveranstaltungen einlädt, kommen meist deutlich mehr Gegner als Befürworter. So war es auch gestern Abend wieder, als sich etwa 55 Anhänger der rechtsextremen Partei im Titus-Forum im Nordwestzentrum zusammenfanden, um der Rede des Frankfurter Spitzenkandidaten Rainer Rahn zum Thema „Political correctness – Der unsichtbare Maulkorb“ zuzuhören.

Vor dem Bürgerhaus versammelten sich indes rund 400 Gegendemonstranten, die versuchten, den Zugang zu dem Gebäude zu versperren. Zudem wurde Eier und Glasflaschen geworfen, ein Böller wurde gezündet. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Allerdings kam es kurz vor Ende der Veranstaltung noch zu einer Auseinandersetzung zwischen Polizisten und Gegendemonstranten. Pfefferspray und Schlagstöcke kamen zu Einsatz. Zwei Personen wurden vorübergehend festgenommen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Laut dem Twitter-Account der Polizei wurden zudem 70 Eier sichergestellt.

Bilderstrecke Flaschenwürfe bei AfD-Veranstaltung in Frankfurt
Bei einer Wahlkampfveranstaltung der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD) in Frankfurt ist es am Mittwochabend zu Zwischenfällen mit Gegendemonstranten gekommen. Laut Polizei seien auch Flaschen geflogen. Es folgen weitere Bilder.
„Es blieb doch größtenteils friedlich, trotz der emotionsgeladenen Atmosphäre“, sagte Polizeisprecher Rüdiger Reges hinterher. Seine Kollegen mussten sich auch wieder Sprechchöre anhören wie „deutsche Polizisten schützen die Faschisten“. Nicht wenigen Beamten tut dieser pauschale Vorwurf weh. „Wir würden auch lieber andere Dienste verrichten als solche“, äußerten einige Polizisten anonym.

AfD-Kandidat Rainer Rahn beklagte sich, dass die Besucher der Veranstaltung einen „Spießrutenlauf“ über sich ergehen lassen müssten, wollte sich aber andererseits nicht davon distanzieren, wenn führende AfD-Vertreter fordern, dass an der Grenze auf Flüchtlinge geschossen werden solle: „Die Beamten vor Ort haben Dienstvorschriften. Eine Abwägung der Rechtsgüter ist nicht Aufgabe der Politik. Die praktische Ausführung obliegt den jeweiligen Vollzugsbeamten vor Ort“, sagte Rahn.

Für die Stadtverordnete Jutta Ditfurth, die an der Gegendemonstration teilnahm, sind solche Aussagen kaum zu ertragen: „Das sind – mal direkter und mal verschleierter ausgedrückt – mörderische Fantasien, Vernichtungsfantasien.“ Die studierte Historikerin erinnert die AfD in Teilen an die Deutschnationale Volkspartei (DNVP), „eine Vorwurzel für das, was Faschismus gewesen ist“.     pvf/jlo

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