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Vom Waldsee bis zur Hauptwache: Frankfurt City Triathlon: 10.000 Zuschauer feuern Athleten an

Bei der fünften Auflage des „Frankfurt City Triathlon“ jubelten rund 10.000 Zuschauer den Athleten am Langener Waldsee, entlang der Strecke und am Zieleinlauf an der Hauptwache zu.
Sieger Horst Reichel (Darmstadt, POWER HORSE Triathlon Team) überquert die Ziellinie. Links: Sportdezernent Markus Frank, rechts: Annette Gasper (Veranstalterin des Frankfurt City Triathlon). Sieger Horst Reichel (Darmstadt, POWER HORSE Triathlon Team) überquert die Ziellinie. Links: Sportdezernent Markus Frank, rechts: Annette Gasper (Veranstalterin des Frankfurt City Triathlon).
Frankfurt. 

Erst durch den Langener Waldsee schwimmen, dann auf dem Fahrrad strampeln und als Draufgabe noch einmal durch die City hecheln: Man darf kein Weichei sein, wenn man beim „Frankfurt City Triathlon“ dabei sein möchte. Aber das Schöne ist: Es gibt eine verkürzte Strecke, den „Jedermann-Lauf“.

Geschafft: Unsere Mitarbeiterin Jenny Hauff mit Freund Daniel Kmeer. Bild-Zoom
Geschafft: Unsere Mitarbeiterin Jenny Hauff mit Freund Daniel Kmeer.

An die 400 Meter Schwimmen, zwölf Kilometer Fahrradfahren und fünf Kilometer Laufen wagte sich auch unsere Mitarbeiterin Jennifer Hauff (30) aus Nied, und das schon zum zweiten Mal. Sie ging mit Freund Daniel Kmeer (32) auf die Strecke – und verbesserte ihre Vorjahreszeit um sieben Minuten auf eine Stunde 23 Minuten. „Das liegt sicher am neuen Fahrrad. Letztes Jahr bin ich mit meinem Mountainbike gefahren“, sagt sie. „Das Schwimmen war ziemlich hart am Anfang. Man kriegt viele Hände und Füße ab. Aber egal: Nächstes Jahr will ich auf die olympische Entfernung gehen.“

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Eva Wiecko und Matthias Wilkendorf gratulieren sich zum Abschlusserfolg. Bild-Zoom
Eva Wiecko und Matthias Wilkendorf gratulieren sich zum Abschlusserfolg.
Mit dem 60 Jahre alten „Diamant“-Rad vom Großvater ihres Freundes Matthias Wilkendorf (27) hat Eva Wiecko (33) die zwölf Fahrrad-Kilometer absolviert. Die junge Frau aus Polen hat mit ihrem Freund zum ersten Mal mitgemacht und ist überglücklich, dass es beide geschafft haben. Dafür gibt’s im Ziel einen langen Kuss. Warum sie es gewagt haben? „Zufall. Wir sind auf die Homepage gestoßen“, sagt Eva Wiecko. Und weil die beiden Banker zusammen joggen, wollten sie den Triathlon mal ausprobieren. Eva Wiecko findet die Atmosphäre toll – und die Kameradschaft der Teilnehmer untereinander: „In der Damen-Umkleide sind gleich neue Freundschaften entstanden.“

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Bilderstrecke Bilder vom fünften Frankfurter City-Triathlon
Beim diesjährigen Frankfurt City-Triathlon gingen am Sonntag, 3. August, rund 2000 Sportler an den Start - ein neuer Teilnehmerrekord. Wir zeigen die Bilder von dem Sport-Event in dieser Fotostrecke.
Ignaz, das flauschige Kinderclub-Maskottchen der Mainova, hat mit den Kids vor dem Start des „Kids-Run“ Aufwärmübungen gemacht, steht jetzt im Zielbereich und jubelt den jungen Läufern zu. Im plüschigen Vogelkostüm mitten in der Sonne stehen: Auch das ist Leistungssport. Vincent (18), der im Kostüm steckt, bekommt eine Wasserflasche gereicht. „Das sind gefühlte 100 Grad, wie eine finnische Dampfsauna“, sagt er.

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Micaela Racky lief erst selbst und feuert dann Tochter Mariella an. Bild-Zoom
Micaela Racky lief erst selbst und feuert dann Tochter Mariella an.

Micaela Racky (38), Marathonläuferin, Triathletin und Finisherin (Zieleinläuferin) des Frankfurter „Ironmans“, steht mit der Ratsche an der Strecke und feuert die kleinen Teilnehmer des „Kids-Run“ an, denn ihre Tochter Mariella (7) läuft auf der Zeil die halbe Meile der Jüngsten mit. Mama Micaela ist zuvor selbst ins Ziel gelaufen, als Begleitläuferin eines blinden Sportlers. Mariella schafft die halbe Meile. Als Prämie hat die Mama ein rosa eingepacktes Geschenk untern Arm: Flecht-Gummibänder, aus denen man derzeit trendigen Schmuck bastelt. „Ich hab’s versprochen: Wenn sie durchhält, gibt’s die große Box.“

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Uwe Wittemeier wird von Moderator Jochen Heringhaus interviewt. Bild-Zoom
Uwe Wittemeier wird von Moderator Jochen Heringhaus interviewt.

Uwe Wittemeier ist einer der blinden Sportler, die sich der Herausforderung gestellt haben. Gelaufen ist er mit einem Helfer, der ihn an einem Bändchen geführt hat. Auf der Radstrecke hat er ein Tandem benutzt. Im Langener Waldsee sind zwei Begleiter links und rechts von ihm geschwommen: „Die haben mich beide angeschrien, um mich auf Kurs zu halten. Und wenn du so angeschrien wirst, ich sag’ dir, da beeilst du dich automatisch.“

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Zielsprecher Jochen Heringhaus ist ein alter Laufveranstaltungs-Fuchs, hat schon überall in der Republik moderiert. Viele Läufer kennt er persönlich, aber er schaut auch links und rechts der Strecke. Einen vorbeikommenden Straßenkehrer grüßt er freundlich mit „Merhaba“, zwei indische Touristen mit „Namaste“, den Läufer aus Griesheim mit „Kalimera“ und den Profi- Läufer aus Down Under klatscht er im Zielkanal mit einem australisch geknautschten „G’day“ ab.

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Markus Frank hält mit Organisatorin Annette Gasper das Band im Zieleinlauf. In seiner Funktion als Sportdezernent lobt er: „Sie hat die Veranstaltung nach Frankfurt gebracht, und ich hab’ gesagt: Ja, das machen wir, aber dann wollen wir unter die ersten fünf City Triathlons in Deutschland.“ Sie freut’s: „Jetzt sind wir über die olympische Distanz die Nummer zwei. Das ist so schlecht nicht.“

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Als der führende Profi Horst Reichel aus Darmstadt die Große Eschersheimer an der Hauptwache kreuzt, ist er seinen Verfolgern mehrere Minuten voraus. Der Kommentar eines Zuschauers: „Der muss zwischedorch die U-Bahn genomme habbe . . .“

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