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Weihnachten: Frankfurt fördert Weihnachtsbeleuchtung in den Stadtteilen mit knapp 170 000 Euro

Pünktlich zum ersten Advent leuchtet es in den Straßen etlicher Frankfurter Stadtteile schon festlich. Dazu trägt auch das städtische Wirtschaftsdezernat mit einem Pilotprojekt bei.
Die Höchster haben ihre neue Weihnachtsbaumbeleuchtung über eine Spendenaktion finanziert. Jeder Spender durfte einen Stern an den Baum hängen. Tanja Huckenbeck hat ihren eben angbracht, Christoph Brumm vom Vereinsring (links) und Uwe Eisenmann (Mitte) haben zugeschaut. Foto: Maik Reuß Die Höchster haben ihre neue Weihnachtsbaumbeleuchtung über eine Spendenaktion finanziert. Jeder Spender durfte einen Stern an den Baum hängen. Tanja Huckenbeck hat ihren eben angbracht, Christoph Brumm vom Vereinsring (links) und Uwe Eisenmann (Mitte) haben zugeschaut.
Frankfurt. 

Gestern Abend ist auf dem Höchster Schlossplatz im Beisein von Sponsoren eine neue Lichterkette für den festlichen Weihnachtsbaum im Herzen der größten zusammenhängenden Altstadt Frankfurts eingeweiht worden. Weil in Höchst die alte Lichterkette des Vereinsrings verschlissen war und ersetzt werden musste, wofür den Vereinen das Geld fehlte, wurde eine beispiellose Aktion gestartet: Der parteilose Ortsbeirat Uwe Eisenmann, selbst Unternehmer in Höchst, rief zu Spenden für eine neue Lichterkette für den Höchster Schlossplatz auf – und bekam mit rund 5000 Euro so viel Geld zusammen, dass es nun sogar für einen zweiten beleuchteten Weihnachtsbaum reichen dürfte.

Viele Spender

35 Firmen und Privatleute spendeten. „Ich bin vollkommen geplättet, dass es so gut geklappt hat“, sagt Eisenmann, der sich nun in seiner politischen Funktion um einen weiteren Standort für einen Baum kümmern möchte. Lichterketten für diese Nutzung sind deutlich teurer als die kleineren Exemplare für den heimischen Baum.

In der Eschersheimer Landstraße im Stadtteil Dornbusch hängen Sterne an den Masten der Straßenbeleuchtung. Bild-Zoom Foto: Rainer Rüffer
In der Eschersheimer Landstraße im Stadtteil Dornbusch hängen Sterne an den Masten der Straßenbeleuchtung.

In Höchst ist mit der Auflösung der Interessengemeinschaft Handel und Handwerk (IHH) vor einigen Jahren das gewerbliche Anbringen von Weihnachtsschmuck in den Straßen ausgestorben. Zuletzt hatten viele Filialisten ihren Beitrag verweigert; inhabergeführte Geschäfte hatten keine Lust, für die Ketten mitzubezahlen. Weil der Höchster Vereinsring den Baum auf dem Schlossplatz ehrenamtlich betreut, hat er sich nicht – wie etwa der Gewerbeverein im benachbarten Sossenheim – um einen Zuschuss des Wirtschaftsdezernats der Stadt Frankfurt beworben.

Dort hat man in diesem Jahr ein Pilotprojekt gestartet, um Gewerbevereine und Standortinitiativen in Sachen Weihnachtsbeleuchtung in den Stadtteilen zu unterstützen. Auch das Stadtplanungsamt, die SRM Straßen-Beleuchtung Rhein-Main und die österreichische Firma MK Illumination wirken daran mit.

Zwölf Gewerbevereine hätten die städtische Förderung in Anspruch genommen, berichtet Monika Selke-Krüger, Referentin im Dezernat Wirtschaft: „Bockenheim Aktiv“ für die Leipziger Straße, Brückenviertel, Dornbusch, Fechenheim, Ginnheim, Neue Rothof, Rödelheim, Sossenheim, Bergen-Enkheim, Schweizer Straße sowie die Interessengemeinschaft Untere Bergerstraße und der Gewerbeverein Bornheim Mitte für die Berger Straße. Sie konnten aus drei Motiven wählen: Sterne, die an Straßenbeleuchtungsmasten angebracht werden können, Fassadenschmuck und Überspannungen. Die städtische Förderung belaufe sich auf 70 Prozent – bis zu einer Summe von 25 000 Euro, erklärt Monika Selke-Krüger. Insgesamt seien knapp 170 000 Euro an Zuschüssen geflossen.

Umweltfreundlich

Vor allem die Sterne erfreuen sich offenbar großer Beliebtheit. 306 Exemplare haben die Gewerbevereine geordert. Sie sind zum Teil aus Holz gefertigt, zu 100 Prozent recyclebar und leuchten dank LED-Technik. „Ein nachhaltiges Projekt, umweltschonend und energiesparend“, sagt die Referentin begeistert. Auch optisch überzeuge es: „Der Stern sieht unbeleuchtet und beleuchtet wunderschön aus.“

Ebenso die anderen Motive. „Das ist kein Las-Vegas-Ambiente, sondern sehr ästhetisch“, betont Monika Selke-Krüger. Momentan liefen Verhandlungen mit der Kämmerei, um das Projekt im nächsten Jahr eventuell noch auszuweiten.

Für Ernst Schwarz vom Geschäftsring Dornbusch ist die Unterstützung durch die Stadt „ein echter Segen“. Statt wie im vergangenen Jahr drei, beleuchten nun 25 Sterne die Eschersheimer Landstraße. 900 Euro, rechnet Schwarz vor, koste ein Stern inklusive Installation der Steckdose sowie der Aufhängung.

Das ergibt einen Komplettpreis von 22 500 Euro, ein Betrag, den der Geschäftsring nicht aus der Portokasse bezahlen kann. „70 Prozent hat nun die Stadt übernommen, mit 4000 Euro unterstützt uns der Ortsbeirat. So können wir dieses Projekt ohne Bauchschmerzen stemmen“, betont Schwarz. Dass der Stadtteil nun auf beiden Seiten der Straße weihnachtlich leuchtet, brachte jedoch auch Schwierigkeiten mit sich. „Die Sterne können nicht an jedem Pfeiler montiert werden. Da mussten wir genau auswählen“, erklärt Ernst Schwarz. Deswegen hingen die meisten Exemplare auch ab dem „Haus Dornbusch“ – rund um den Weihnachtsbaum. Der wird übrigens heute von der Freiwilligen Feuerwehr geschmückt und beleuchtet. „Weihnachten kann kommen“, sagt Schwarz.

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