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EBA: Frankfurt scheitert bei Vergabe der Bankenaufsicht

Deutschland ist mit seinen Bewerbungen um den Sitz einer weiteren EU-Behörde gescheitert. Nach der Kandidatur von Bonn für die Arzneimittelagentur EMA fiel auch die von Frankfurt am Main für den Standort der Bankenaufsicht EBA durch.
Foto: imago stock&people (imago stock&people)
Frankfurt/Brüssel. 

Deutschland ist mit seinen Bewerbungen um den Sitz einer weiteren EU-Behörde gescheitert. Nach der Kandidatur von Bonn für die Arzneimittelagentur EMA fiel auch die von Frankfurt am Main für den Standort der Bankenaufsicht EBA durch, wie Diplomaten am Montagabend nach der ersten Runde einer geheimen Wahl berichteten.

Lesen Sie auch den Kommentar von FNP-Wirtschaftschef Michael Balk: Frankfurt ohne Bankenaufsicht? Davon geht die Welt nicht unter!

Die für die Bewertung und Überwachung von Arzneimitteln zuständige EMA ist wie die europäische Bankenaufsichtsbehörde EBA derzeit in London beheimatet. Beide Behörden sollen wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens so schnell wie möglich in eines der 27 bleibenden EU-Länder umgesiedelt werden.

Im Rennen um den EMA-Standort setzte sich am Montagnachmittag Amsterdam durch. Beim EBA-Standort sollte noch am Montagabend in einer Stichwahl eine Entscheidung zwischen Dublin und Paris fallen.

Gegen Deutschland sprach unter anderem, dass es mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) in Köln und der Europäischen Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) in Frankfurt bereits zwei EU-Organe beherbergt. Zudem wurde an der Bonner Bewerbung kritisiert, dass die EMA in Übergangsräume ziehen sollte. Bei Frankfurt wurde angemerkt, dass keine Mietfreiheit für die Behörde garantiert wurde.

dpa

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