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Frankfurter Berg. Im Tiefflug,...

Von Am Montag veranstaltet der Ortsbeirat 10 eine Bürgeranhörung zum Fluglärm am Frankfurter Berg. Doch schon jetzt ist eine Diskussion über die Besetzung des Podiums entbrannt.
Frankfurter Berg. 

Im Tiefflug, so empfinden es viele Anwohner, ziehen die Jets über die Hochhäuser am Frankfurter Berg hinweg. "Zum Greifen nahe" seien die Flieger beim Gegenanflug auf den Rhein-Main-Flughafen, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Ortsbeirat, Michael Bartram-Sitzius. Das Thema sei wichtig für die Anwohner, zu wichtig, um zur Infoveranstaltung des Ortsbeirats am kommenden Montagabend nur die Mitarbeiter des Umweltamts einzuladen. "Umweltdezernentin Manuela Rottmann sollte sich den Bürgern stellen", findet er. Ähnlich sieht es Eberhard Centner vom Bürgerverein Frankfurter Berg. "Wir hätten gerne auch unabhängige Stimmen auf dem Podium", fordert er und schlägt Berthold Fuld, Vizepräsident der Bundesvereinigung gegen Fluglärm, als weiteren Experten vor.

Vor allem dreht sich die Diskussion vor der Bürgeranhörung um die Frage: Wer ist in Sachen Fluglärm neutral? Die Mitarbeiter des Umweltamts, die Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) einlud, seien nicht objektiv, sagt Centner. Immerhin sei die Stadt Miteigentümer des Flughafens. Auch Günter Lanz, den Leiter des Umwelt- und Nachbarschaftshauses, sieht er nicht als neutralen Experten an. Denn das Umwelthaus, hervorgegangen aus dem Regionalen Dialogforum zum Flughafenausbau, werde von der Landesregierung finanziert. Berthold Fuld hingegen bringe in die Diskussion eine weitere Expertenstimme ein, die weder mit Fraport, der Landesregierung oder der Stadt Frankfurt verbandelt sei.

Lange hingegen hält die Mitarbeiter des Umweltamtes für neutral. "Welche Interessen, vor allem wirtschaftlicher Art, sollten sie denn haben?" Und auch das Umwelthaus habe als gemeinnützige GmbH den Auftrag, neutral und ausgewogen über alle Flughafenthemen zu informieren. Umgekehrt könne man den Vertreter einer Bürgerinitiative nicht als neutral bezeichnen.

Ihm und dem Ortsbeirat gehe es am Montag darum, die Sicht der Menschen am Frankfurter Berg kennen zu lernen. "Wir müssen zunächst wissen: Wer hat welche Probleme und wo?" Das wüsten die Politiker ja bislang nicht so genau. "Wir sind keine Fluglärmexperten." Gleichzeitig wolle er klären, was sich an den Flugrouten geändert und welche Folgen das habe.

"Es wird ja nicht die letzte Veranstaltung zum Fluglärm sein. Der Ortsbeirat hat ja bereits eine Folgeveranstaltung beschlossen." Dann sollen nach dem Willen des Ortsbeirats weitere Experten und politische Entscheidungsträger eingeladen werden. "Man darf auch nicht vergessen: Wir sind nur ein Beirat. Entscheiden können wir bei diesem Thema nichts."hau

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