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Bildungsprogramm „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“: Frankfurter Grüngürtel: Die Natur als Lehrmeister

Von Rund 25 000 Teilnehmer nutzen das Bildungsprogramm „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“ pro Jahr. Ausruhen möchten sich die Veranstalter auf diesem Erfolg nicht: Im kommenden Jahr wollen sie vor allem mehr Jugendliche für den Grüngürtel begeistern.
Beim Windfest lassen Emil (3) und sein Papa Patrik Mehl ihren Drachen steigen. Das Fest bildet immer den Abschluss des Bildungsprogramm „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Beim Windfest lassen Emil (3) und sein Papa Patrik Mehl ihren Drachen steigen. Das Fest bildet immer den Abschluss des Bildungsprogramm „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“.
Frankfurt. 

Wenn im Herbst der Wind die Blätter von den Bäumen weht, ist auch die ideale Zeit zum Drachen steigen lassen. So bildet das große Windfest auf dem Heiligenstock in Seckbach den offiziellen Abschluss des städtischen Bildungsprogramms „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“. Ein guter Zeitpunkt also, das Jahr Revue passieren zu lassen.

Der Apfel als Renner

Denn was im Jahr 2003 mit einer Handvoll Bildungsprojekte anfing, aufgeschrieben auf einem kleinen Zettel, ist längst aus der Umweltbildung der Stadt nicht mehr wegzudenken. Allein das Familienprogramm ist auf 17 Veranstaltungen angewachsen, hinzu kommt das Schul- und Kitaprogramm mit noch einmal 87 Terminen. „Dabei nehmen an jedem Projekt mehrere Klassen teil, beim Apfelprojekt etwa sind es 20 Gruppen“, sagt Barbara Clemenz vom Verein Umweltlernen, der das Programm gestaltet.

Besagtes Apfelprojekt ist dabei eines der größten und beliebtesten: Jedes Jahr wollen mehr Schulen mitmachen als angenommen werden können. Zur Vorbereitung veranstaltet der Verein Umweltlernen einen Workshop mit den Lehrern, in dem sie gemeinsam Ideen für die Vorbereitung im Unterricht sammeln. In der freien Natur gibt es drei Termine für jede teilnehmende Klasse, im Frühjahr, Sommer und Herbst.

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Das Programm „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“ besteht aus zwei Teilen. Seit seiner Gründung mit nur wenigen Veranstaltungen ist es schnell gewachsen und hat sich seit einigen Jahren

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„Die Kinder lernen im Unterricht die Theorie, auf der Streuobstwiese am Heiligenstock widmen wir uns dem praktischen Naturerlebnis“, sagt Clemenz. „So erfahren die Kinder in der Schule alles über den Aufbau einer Blüte, bevor sie sie auf der Wiese sehen: So sieht der Fruchtknoten aus, da wächst dann der Apfel raus.“

Wenn Frankfurt schon seinen schönen Grüngürtel hat, diesen „tollen Erholungs- und Erlebnisraum“, müsste man ihn doch auch gut als „grünes Klasenzimmer“ nutzen können, beschlossen die Stadtverordneten 2002, erklärt Clemenz. „Also entwickelte der Verein Umweltlernen, der auf Initiative einiger Lehrer, Schulleiter und Akteure aus der Umweltbildung entstand, ein Konzept, das 2003 erprobt wurde.“

Bestimmt habe es schon früher Klassen gegeben, die den Grüngürtel zum Lernen nutzen. „Aber erstmals wurde nun der Grüngürtel aus pädagogischer Sicht als Ganzes betrachtet.“ Eines der ersten Projekten war die Lernwerkstatt Wind. „Weil sie so gut angenommen wurde, entwickelten wir daraus das Windfest“, sagt Clemenz.

Das Programm wuchs so stark, dass es in zwei Teile aufgeteilt wurde: Eines mit öffentlichen Veranstaltungen für Familien und eines für Schulen und Kindertageseinrichtungen, zu dem diese sich anmelden können.

Organisiert wird „Entdecken, forschen und lernen im Grüngürtel“ immer im Herbst von einem Team, zu dem neben Clemenz der Leiter des Stadtwaldhauses, Rainer Berg vom Grünflächenamt sowie Nadia Killmann vom Stadtschulamt und Annette Strucken vom Umweltamt gehören. Stets gebe es ein spezielles Thema, etwa Wasser, Ernährung oder Biodiversität.

Jugendliche erreichen

Im kommenden Jahr steht das Programm unter dem Motto der Jugendarbeit, sagt Clemenz. „Es ist einfacher, Kinder zu erreichen als Jugendliche. Daher wollen wir bei einem Jugendworkshop gemeinsam mit Jugendlichen einen Grüngürtel-Kongress entwickeln.“ Damit sich auch die Älteren noch stärker mit der Natur und speziell dem Grüngürtel identifizieren.

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