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Demonstration für Frieden, Toleranz und Solidarität: Frankfurter Ostermarsch: „Krieg schafft keinen Frieden“

Von „Frieden schaffen ohne Waffen“ – so lautete einmal mehr das Motto des Ostermarsches. Nach Angaben der Veranstalter kamen 2500 Menschen zur Kundgebung am Römer. Die Polizei sprach von 1500 Teilnehmern.
Friedens-Flaggen im Wind bei der Kundgebung am Römer. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Bernd Kammerer) Friedens-Flaggen im Wind bei der Kundgebung am Römer.
Frankfurt. 

Frankfurt. Bewegte Menschen, Musik, die von Frieden und Freiheit erzählt, und viele bunte Fahnen im Wind – der Römerberg ist beim Ostermarsch gut gefüllt. Die Demonstranten wollen gemeinsam ein Zeichen für den Frieden setzen und zeigen, dass sie nicht einverstanden sind mit den gegenläufigen politischen Entwicklungen. Die Eheleute Haas, 67 und 75 Jahre alt, sind zusammen ihrem Sohn und der Schwiegertochter nach Frankfurt gekommen:  „Man ist so hilflos. Wir haben die Politiker gewählt und jetzt müssen wir zusehen, wie sie nicht in unserem Sinn handeln.“ Außerdem bedauern die Gießener, dass bei der Kundgebung nur wenige junge Leute da sind: „Die sollten sich doch engagieren.“ Julian Eder (18) von der Partei „Die Linke“ in der Wetterau ist immerhin gekommen: „Die Aufrüstung ist sehr gefährlich und darauf müssen wir aufmerksam machen –   gerade wir jungen Leute“, findet er.

Solidarität mit der Türkei

Die fünf Redner auf der Bühne zählen auf, was aus ihrer Sicht derzeit schiefläuft: von der Rüstungsindustrie, über den Rechtsruck bis hin zum Türkei-Referendum. Sengül Yalcin Ioannidis (HDK Frankfurt) spricht anlässlich der Entscheidung für die Verfassungsänderung und ruft zur Solidarität mit der türkischen Opposition auf: „Krieg schafft keinen Frieden“, stellt sie klar. Das Publikum stimmt mit lautem Applaus zu. Auch Christine Buchholz (Linke), Daniel Cirera (Mouvement de la Paix), Cassidy Fendlay (The Womens March in Washington) und Andrea Ypsilanti (SPD) wollen eine gemeinsame Bewegung hin zur Bekämpfung von Rassismus, Sexismus und Armut.
Eine Familie aus Maintal steht mit selbst gemachten Bannern in der Menge. Mutter Natascha hat vorgeschlagen, auf die Demo zu gehen: „Kurz vor Ostern haben wir uns entschlossen zu kommen. Ich glaube, dass es wichtig ist, Position zu beziehen und sich für den Frieden stark zu machen.“ Es sei ihre erste Demonstration, doch sie werde auch am Samstag in Köln und im Juli in Hamburg dabei sein. Ihr 20-jähriger Sohn ergänzt: „In der aktuellen politischen Lage ist es wichtig aufzustehen. Es ist schließlich unsere Zukunft, um die es geht.“

„Aktuell und wichtig“

Die Veranstalter zeigen sich am Nachmittag zufrieden mit dem Verlauf des Ostermarschs. „Es ist toll, dass trotz des schlechten Wetters so viele gekommen sind“, sagt DGB-Geschäftsführer Philipp Jacks, der die Veranstaltung moderierte. „Das zeigt uns, wie aktuell und wichtig der Marsch noch immer ist.“

Viele Demonstranten hatten Plakate dabei. Bild-Zoom Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Bernd Kammerer)
Viele Demonstranten hatten Plakate dabei.

Der Ostermarsch der Frankfurter Friedensaktivisten zum Römer hat eine lange Tradition. Der Sternmarsch setzte sich auch dieses Jahr wieder aus fünf Zügen zusammen. Drei zogen aus Rödelheim, Bornheim und Niederrad in Richtung Stadtmitte. Die anderen beiden kamen aus Darmstadt und Offenbach – mit Fahrrädern.

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