Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen

Programm "Schuljahr der Nachhaltigkeit": Frankfurter Schulen für Engagement beim Umweltschutz ausgezeichnet

Von Umweltschutz fängt schon in der Schule an. Das wissen scheinbar auch die Frankfurter Bildungseinrichtungen. Dafür sind sie jetzt ausgezeichnet worden.
Ausgezeichnet wurde die Pestalozzischule. Es freuen sich (v l.): Lehrerin Helga Göpper, Joona, Emely und Schulleiterin Miriam Boiar. Foto: Christian Christes (CHRISTES) Ausgezeichnet wurde die Pestalozzischule. Es freuen sich (v l.): Lehrerin Helga Göpper, Joona, Emely und Schulleiterin Miriam Boiar.
Innenstadt. 

Natur, Tiere, Pflanzen – für vieles, was sich in ihrer Umwelt findet, können sich Joona (9) und Emely (9) begeistern. Während Emely den heimischen Wald und seine Tiere schätzt, findet Joona den Amazonas toll. Das Besondere: Die beiden Viertklässler tun schon jetzt einiges dafür, dass die Natur durch ihr eigenes Verhalten weniger belastet wird. Lego, Autos und anderes Spielzeug teilt sich Joona bewusst mit seinem Bruder. Und Emely zieht willig die Klamotten ihrer älteren Schwester an. Damit schonen sie Ressourcen und produzieren weniger Abfall.

„Das ist genau das, was Kinder tun können“, sagt Helga Göpper. Sie ist Lehrerin an der Pestalozzischule und tut gemeinsam mit ihren Kollegen viel, um das ökologische Bewusstsein bei Joona, Emely und ihren Mitschülern zu wecken. Der letzte Jahrgang hat etwa eine vielfältige Sammlung praktischer Tipps für den Alltag erarbeitet, um die Umwelt zu schonen und so zu leben, dass möglichst wenig andere Menschen darunter leiden müssen. So empfehlen die Kinder einfach öfter auf Fleisch zu verzichten, Strom zu sparen und Gemüse aus der Region zu kaufen. „Es geht auch um unsere Zukunft“, sagt Emely. „Und wenn wir unserer Umwelt nicht schützen, können wir nicht so gut leben.“

16 Frankfurter Schulen

Für ihr Engagement im Programm „Schuljahr der Nachhaltigkeit“ wurde die Pestalozzischule gestern zusammen mit 16 weiteren Schulen aus Frankfurt und fünf weiteren hessischen Kommunen ausgezeichnet. Das Programm ist in Frankfurt initiiert worden und wird mittlerweile vom Land in Modellregionen gefördert.

Die Themen und Schwerpunkte suchen sich die Schulen selbst aus. Ebenso wie die darauf basierenden Projekte. Bei der Auszeichnungsfeier gestern im Haus am Dom zeigten die Schulen beispielsweise, wie sie Erkundungstouren in den Wald unternommen haben oder konkret den Schulalltag ein wenig nachhaltiger gestalten. So gibt es etwa an der Bonifatiusschule jetzt einen fair und ökologisch produzierten Schokobrotaufstrich. Den machen die Schüler selbst und bekommen so ein Gefühl dafür, was dahinter für eine Arbeit steckt, was gesund ist und was nicht.

„Das Programm ist größer und besser geworden“, findet Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Lob kam auch vonseiten des hessischen Umweltamtes: „Das, was ihr macht, kann ein Vorbild für andere sein“, lobte Staatssekretärin Beatrix Tappeser, die die Urkunden überreichte. Die studierte Biologin unterstrich, wie wichtig es sei, nachhaltig zu leben.

Kahlschlag vermeiden

Joona fand dafür ebenfalls seine ganz eigenen Worte und erklärte in Bezug auf den Amazonas: „Ich finde es sehr blöd, dass da so viel abgeholzt wird. Wir brauchen die Natur und die Luft zum Atmen.“

Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse