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Abenteuerspielplatz am Günthersburgpark: Frankfurter sammeln 8000 Unterschriften für einen Abenteuerspielplatz

„Der Abenteuerspielplatz darf nicht schließen“, sagt Anuk, acht Jahre alt. Gemeint ist ein Spielplatz in der Wetteraustraße. Der soll weg, weil dort ein Innovationsquartier geplant ist. Eigentlich, denn: Tausende setzten sich für das "Spielparadies" ein.
(Symbolbild) (Symbolbild)
Innenstadt. 

An die 50 Knirpse tobten gestern auf dem Römerberg. Sie trugen selbstbemalte Plakate sowie Schilder und machten wohl zum ersten Mal im Leben von ihrem demokratischen Recht der freien Meinungsäußerung Gebrauch. „Der Abenteuerspielplatz Günthersburg muss bleiben“, riefen die Jungen und Mädchen in ohrenbetäubender Lautstärke.

8000 Menschen sehen das genauso und haben sich mit ihrer Unterschrift dafür stark gemacht, dass das Kleinod am oberen Ende der Wetteraustraße erhalten bleibt. Vor ziemlich genau 25 Jahren wurde der Spielplatz gegründet, jährlich kommen 15 000 Besucher vorbei. Dem geplanten Bau des Innovationsquartiers östlich der Friedberger Landstraße soll das Spielgelände weichen, da war mit dem Widerstand zu rechnen.

Die Unterschriften wollte Michael Paris, Vorsitzender des Vereins Abenteuerspielplatz Riederwald, der das Spielgelände im Nordend betreibt, gemeinsam mit der Rasselbande Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) überreichen. Doch der ließ erst lange auf sich warten und schickte dann seinen Sprecher Ralph Klinkenborg.

„Der Abenteuerspielplatz darf nicht schließen“, machte sich die achtjährige Anuk für ihr Spieleparadies stark. „Da gibt es so viele Tiere, man kann hier sogar Patin von einem Hasen werden!“ Außerdem, pflichtet ihr Feli (9) bei, bekommt man Eis, wenn man eine bestimmte Anzahl an Nägeln sammelt.“ Auch Emilia (9) will nicht, dass „diese Stadt von Kindern“ abgeschafft wird: „Es ist so schön dort. Da gibt es keine Autos, wir können ohne Grenzen spielen.“

Michael Paris freute sich indes über die „eindrucksvolle Zahl an Überschriften“. Er hofft nun, dass das Stadtparlament den offenkundigen Wünschen der Bürger entspricht.

(jrd)
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