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Frankfurts Stadtteile in der Kunst

Von Die Stadtteile sind Thema der aktuellen Sommerausstellung des Frankfurter Künstlerclubs im Nebbienschen Gartenhaus. Gezeigt werden die Werke von 26 Künstlern – in unterschiedlichsten Stilrichtungen.
Monika Gimbel (68) und Ernst-Dietrich Haberland (82) zeigen ihre Werke in der Sommerausstellung des Frankfurter Künstlerclubs.	Foto: Rainer Rüffer Monika Gimbel (68) und Ernst-Dietrich Haberland (82) zeigen ihre Werke in der Sommerausstellung des Frankfurter Künstlerclubs. Foto: Rainer Rüffer
Innenstadt. 

Eigentlich schlägt das Herz von Monika Gimbel (68) für die Malerei. Manchmal jedoch greift sie zu ihrer Digitalkamera und streift durch die Stadt – immer auf der Suche nach einem besonderen Motiv. „Zurzeit finde ich es sehr spannend, die Bewegung und die Entwicklung im und rund um das Osthafenviertel zu beobachten“, erzählt sie. Es sei faszinierend zu sehen, welche Strukturen dort entstehen würden.

Gimbel ist seit 14 Jahren Mitglied des Frankfurter Künstlerclubs – und gehört zu den 26 Künstlern, die sich an der aktuellen Sommerausstellung im Nebbienschen Gartenhaus beteiligen. Statt eines Bildes zeigt sie drei ihrer Fotografien. Hierauf abgebildet – der Neubau der Europäischen Zentralbank, die Honsell- und die neue Osthafenbrücke. „Ich versuche immer, eine besondere Perspektive auszuwählen, aus der heraus ich das Motiv fotografiere“, erklärt sie. Ihr Blick sei dann trotzdem noch der einer Malerin. Bei der Umsetzung lege sie großen Wert auf Licht und Schatten.

Typische Wahrzeichen

Ernst-Dietrich Haberland (82), der über viele Jahre lang als Vorsitzender die Geschicke des Frankfurter Künstlerclubs leitete, legt seinen Schwerpunkt auf die Aquarell-Malerei. Er zeigt in der aktuellen Werkschau zwei Bilder. Dargestellt sind typische Wahrzeichen der Stadt, nämlich die Sachenhäuser und die Bockenheimer Warte.

„Die Sommer- und die Herbstausstellungen sind die einzigen beiden Präsentationen, bei denen keine Fachjury vorher bestimmt, wer ausstellen darf“, erklärt Haberland. Der Künstlerclub zeige im Nebbienschen Gartenhaus jährlich elf Ausstellungen. „Acht davon sind Einzelausstellungen. Die Künstler werden von einer Jury bestimmt. Eine weitere Präsentation ist als Gedächtnisausstellung gestaltet“, fügt er hinzu. Die Sommer- und die Herbstpräsentationen seien dazu gedacht, den Mitgliedern des Künstlerclubs eine Gelegenheit zum Ausstellen zu geben.

„Das Thema der aktuellen Werkschau wurde auf der vergangenen Mitgliederversammlung festgelegt und bekanntgegeben“, sagt Haberland. Der individuelle Blick der Künstler, der in den Werken zum Ausdruck kommt, macht deutlich, wie vielfältig die Stadtteile wahrgenommen werden.

So stellt der Sachsenhäuser Künstler Klaus Gajus Gorsler den Schweizer Platz in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Demgegenüber hält Maria von Stülpnagel gekonnt den Blick auf die Skyline durch eine der Rosetten des Eisernen Stegs in ihrer Zeichnung fest. „Auf die Idee bin ich gekommen, nachdem mir etwas auf den Boden gefallen ist. Als ich es aufhob, gefiel mir der Blick, der sich mir durch die Rosette bot“, sagt von Stülpnagel, die seit 15 Jahren Mitglied im Künstlerclub ist.

Bärbel Holtkamp thematisiert demgegenüber das geschäftige Treiben im Holzhausenpark und in der Innenstadt am Abend. Genauso wie in dem Werk von Klaus Gajus Gorsler gibt es bei Holtkamp vieles zu entdecken, das sich erst bei genauerer Betrachtung erschließt. Neben der Darstellung von typischen Gebäuden wie der Alten Oper hat sich mancher Künstler auch dem Alltäglichen gewidmet, wie Heinz Böttger, der in einem großen Aquarell die Sicht auf die Dächer von Bornheim dargestellt hat. Farbenprächtig und in expressiver Manier gemalt sind hingegen die Bilder von Klaus Straßheim, der sich hierin der landschaftlichen Schönheit von Nieder-Eschbach widmet.

254 Mitglieder

Der Frankfurter Künstlerclub wurde 1955 gegründet. „Derzeit haben wir 254 Mitglieder“, sagt Haberland. Neben den Künstlern gehören hierzu auch Musiker und Schriftsteller. Regelmäßig werden im Nebbienschen Gartenhaus auch Konzerte und Lesungen organisiert.

Die Sommerausstellung im Nebbienschen Gartenhaus an der Bockenheimer Anlage läuft bis Sonntag, 10. August. Sie ist täglich von 12 bis 18 Uhr geöffnet.Weitere Infos gibt es unter www.frankfurter-kuenstlerclub.de im Internet.

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