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Fraport unterstützt die „Woche der Stille“

Frankfurt. 

Die 3. „Woche der Stille – Frankfurt beruhigt“ steht vor der Tür. Am Montag geht es mit dem Programm los. Dem Lärm, der Hektik und dem Stress im Alltag soll entflohen werden – durch Meditation und Besuchen von Ruhe-Oasen und stillen Orten in der Stadt. Kooperationspartner und Unterstützer sind in diesem Jahr etwa das Tibethaus, die evangelische Kirche sowie die Diakonie – und der Flughafenbetreiber Fraport. Das kommt bei den Menschen, die im Frankfurter Süden leben und über deren Häuserdächer Tag für Tag im Minutentakt die Flieger hinweg düsen, nicht gut an. „Den größten Lärmverursacher der Region als Kooperationspartner für diese Aktionswoche zu gewinnen ist einfach ungeheuerlich“, sagt Christopher Koch von der Bürgerinitiative „Stop-Fluglärm“. „Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Die Veranstalter, das Gesundheitsamt der Stadt und der evangelische Regionalverband, müssen sich sofort von dem Sponsor distanzieren.“

Und das machen die Veranstalter nun auch. In Zukunft wie auch bereits in den vergangenen Jahren solle auf eine Beteiligung von Fraport verzichtet werden. Der Flughafenbetreiber unterstütze lediglich das Video-Kunstprojekt „Still bewegte Bilder“ in der Katharinenkirche und nicht die gesamte Projektwoche. Die Künstler hätten Honorare gefordert, der aber weder das Gesundheitsamt noch der Regionalverband hätten nachkommen können. Deshalb habe eine beteiligte Veranstaltungsagentur bei Fraport angefragt, die dann das Sponsoring für das Video-Projekt übernommen hätten. „Es wäre schade, wenn die Diskussion um das Sponsoring eines Teilprojektes die Botschaft der ,Woche der Stille’ komplett übertönen würde“, sagt der Leiter des Gesundheitsamtes, René Gottschalk, und versichert, dass die Organisatoren ihre Verantwortung zukünftig besonders auch bei der Wahl der Sponsoren einzelner Teilprojekte wahrnehmen werden.

Die „Woche der Stille“ findet vom 15. bis 22. September statt. Mehr Infos und das Programm gibt es auf www.wochederstille.de.

(jlo)
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