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Verbindung: Freie Fahrt auf der neuen Niddabrücke

Von Es ist das vielleicht schönste Weihnachtsgeschenk für die Rödelheimer: Die neue Brücke über die Nidda ist nach 18 Monaten Bauzeit endlich fertig und kann wieder in beide Richtungen befahren werden.
Alles neu: 18 Monate lang war die Niddabrücke eine Baustelle und nur in eine Richtung befahrbar. Jetzt rollen die Autos wieder – in beide Richtungen. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Alles neu: 18 Monate lang war die Niddabrücke eine Baustelle und nur in eine Richtung befahrbar. Jetzt rollen die Autos wieder – in beide Richtungen.
Rödelheim. 

Es war eine Operation am offenen Herzen. Am offenen Herzen Rödelheims. Denn mit dem Neubau der Niddabrücke, die als Verbindung der Ludwig-Landmann-Straße mit Alt-Rödelheim eine der wichtigsten im Stadtteil ist, wurde der Verkehr stark behindert. 18 Monate lang wurde er einspurig geführt, an zwei Wochenende war die Brücke sogar ganz gesperrt, als die 33 Meter langen und 73 Tonnen schweren Einzelteile eingehoben wurden. Regelmäßig kam es zu Staus.

Doch die Strapazen sind jetzt vorbei, der Verkehr läuft endlich wieder zweispurig, die Ampeln und Baustellenschilder sind verschwunden, die Autoschlangen in den Hauptverkehrszeiten in Vergessenheit geraten. „Ja, die Brücke ist soweit fertig. Was jetzt folgt, sind nur noch kleinere Restarbeiten“, bestätigt Wolfgang Lehnen, von der Abteilung Brückenbau im Amt für Straßenbau und Erschließung, auf Nachfrage dieser Zeitung. Bei den Restarbeiten handle es sich lediglich um das Montieren fehlender Schilder sowie kleinerer Malerarbeiten. „Anfang nächster Woche werden die Arbeiten dort wieder aufgenommen“, verspricht Lehnen.

Geringe Tragkraft

3,2 Millionen Euro investierte die Stadt Frankfurt in den Neubau der alten Brücke von 1928. Nötig war dieser, wegen mangelnder Tragfähigkeit. Genutzt werden durfte die Verbindung in den vergangenen Jahren nämlich ausschließlich von Fahrzeugen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von maximal 16 Tonnen. Für die Linienbusse gab es derweil eine Ausnahmegenehmigung, für schwere Lastwagen jedoch nicht. Das wird sich ab sofort ändern, denn die Brücke ist nun voll belastbar. Soll heißen, sie kann auch von Sattelzügen mit einem Gewicht von 60 Tonnen gefahrlos genutzt werden.

„Ziel des Brückenneubaus war, die Verbindung von Alt-Rödelheim bis zur Ludwig-Landmann-Straße für alle Fahrzeuge nutzbar zu machen. Deswegen ist das nächste Großprojekt der Neubau der Sternbrücke aus dem 19. Jahrhundert“, erklärt Hans Beier, Leiter der Abteilung Brückenbau vom Amt für Straßenbau und Erschließung, dass mit der neuen Brücke der Weg für schwere Lastwagen noch lange nicht frei ist.

Denn es ist die steinerne Straßenbrücke über den längst verschwundenen Ochsengraben, ein einstiges Hochwasserrückhaltebecken der Nidda, die eine Nutzung der Straße für schwere Lastwagen nach wie vor unmöglich macht. Denn die Brücke an der Rödelheimer Landstraße und damit die direkte Verbindung zur Niddabrücke, ist ebenso für schwere Lastwagen gesperrt.

Sieben Brückenbögen

Die Rödelheimer Sternbrücke wurde von 1803 bis 1807 erbaut und ersetzte ihren Vorgängerbau – eine Holzbrücke aus dem Mittelalter. Ihren Namen erhielt sie wegen der benachbarten Gaststätte „Zum Stern“. Die in rotem Mainsandstein und Bruchsteinmauerwerk in barocken Formen ausgeführte Bogenbrücke steht auf sechs massiven Pfeilern. Markant sind die sieben Brückenbögen auf jeder Seite.

Verkehrt heute nur die Buslinie 34 über die beiden Brücken und verbindet so die Stadtteile Rödelheim und Bockenheim miteinander, war dort bis 1973 noch die Straßenbahnlinie 23 unterwegs. Unter der Brücke hindurch führt derweil ein Abschnitt des Fahrradrundwegs im Frankfurter Grüngürtel. Wann die Sternbrücke saniert oder neu gebaut wird, ist noch unklar.

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