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Bundestagswahl: Fünf Gewinner und drei Verlierer im Rhein-Main-Gebiet

Welcher Wahlkreis hält den Rekord an ungültigen Stimmen? Wo war die Wahlbeteiligung am niedrigsten? Und warum hat Oliver Strank irgendwie doch gewonnen, obwohl er das Direktmandat verpasst hat? Wir nennen Ihnen die Gewinner und Verlierer der Bundestagswahl im Rhein-Main-Gebiet.
Foto: snapshot-photography/ T.Seeliger (imago stock&people)

Gewinner 1: Bettina Wiesmann (CDU)


Bettina Wiesmann hat das Direktmandat im Wahlkreis 183, Frankfurt am Main II, gewonnen. Das war nicht ganz einfach, schließlich hatten dessen Wähler in der Vergangenheit Erika Steinbach nach Berlin geschickt. Steinbach wiederum hatte im Frühjahr aus Protest gegen die Politik der Bundesregierung ihren Austritt aus der CDU erklärt. Und wirbt seither für die AfD. Vor diesem Hintergrund ist Wiesmanns Ergebnis von 32,4 Prozent der Stimmen im Wahlkreis 183 mehr als respektabel.

Gewinner 2: Die Partei in Frankfurt am Main II


Der Partei "Die Partei" gelingt im Wahlkreis 183, Frankfurt am Main II, ein Kunststück, von dem die größeren Parteien bloß träumen können: Sie verdoppelt mal eben ihr Ergebnis. Okay - "nur" von 0,6 Prozent auf 1,2 Prozent. Aber hey: Verdopplung ist Verdopplung! Und das ausgerechnet in der Titanic-Stadt Frankfurt.

Gewinner 3: Die AfD im Main-Kinzig-Kreis


Die rechtspopulistische Alternative für Deutschland (AfD) erzielt im Main-Kinzig-Kreis ein Zweitstimmen-Ergebnis, das deutlich über dem Bundesschnitt liegt. Während die Partei deutschlandweit auf 12,6 Prozent der Stimmen kommt, erreicht sie im Main-Kinzig-Kreis 15,4 Prozent.


Gewinner 4: Oliver Strank (SPD)


Nein, der SPD-Politiker Oliver Strank hat dem CDU-Mann Matthias Zimmer das Direktmandat im Wahlkreis 182, Frankfurt am Main I, nicht abjagen können. Aber er war verdammt nah dran: Strank, der zum ersten Mal bei einer Bundestagswahl antritt, erzielt aus dem Standt 27 Prozent - demgegenüber steht der langjährige Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer mit 30,6 Prozent. Strank mag sein Ziel verpasst haben - mit seinem Ergebnis darf er trotzdem zufrieden sein.


Gewinner 5: Die FDP im gesamten Rhein-Main-Gebiet


Die FDP ist wieder da - und wie! 10,7 Prozent holen die Liberalen bundesweit; im Rhein-Main-Gebiet schneiden sie teilweise sogar noch besser ab. Im Main-Taunus-Kreis erreichen sie sogar 16,7 Prozent. Aber auch in anderen Kreisen des Rhein-Main-Gebietes können die Freidemokraten Land gutmachen: So im Hochtaunus-Kreis (15 Prozent) oder im Rheingau-Taunus-Limburg-Kreis (13,2%).

Verlierer 1: Fechenheim


Fechenheim ist der faulste Stadtteil Frankfurts. Nur 61,2 Prozent der Wahlberechtigten haben ihre Zettel in der Urne versenkt - der Rest hat's versäumt.


Verlierer 2: Peter Tauber


Peter Tauber hat zwar wieder das Direktmandat geholt - aber deutlich an Zustimmung eingebüßt: Während 2013 ganze 48,8 Prozent der Wähler dem CDU-Mann ihre Stimme gaben, waren es diesmal nur noch 36,4 Prozent. Das ist zwar immer noch ziemlich gut, im Vergleich aber ein herber Verlust.

Verlierer 3: Main-Kinzig-Wetterau II-Schotten


Gestatten: Der dümmste Wahlkreis im Rhein-Main-Gebiet. Sagenhafte 2.169 Menschen haben es hier geschafft, ungültige Wahlzettel abzugeben. Politisch gesehen ist das zumindest ein sehr streitbares Vorgehen. Unserer Meinug nach ist es schlicht dumm; es gibt jedoch auch andere Perspektiven, denn eine solche Entscheidung kann natürlich verschiedene Gründe haben: Wähler können Ihren Wahlzettel aus Versehen falsch ausgefüllt haben - oder sie können ihn bewusst ungültig gemacht haben "um gegen die etablierten Parteien zu protestieren", wie ein Leser bei Facebook argumentiert. Das klappt allerdings so nicht: Eine "neutrale" Stimme gibt es nicht. Wer seinen Stimmzettel bewusst ungültig macht, der stärkt indirekt genau die Parteien, gegen die er eigentlich protestieren wollte. Und das ist, pardon: dumm.
 
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