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Für ihr Frauchen nimmt Aika jedes Hindernis

Zum bereits elften Mal feierte der Verein Hundefreunde Frankfurt-Oberrad einen Tag der offenen Tür. Mitglieder zeigten, was sie verbindet: Eine tiefe Liebe zum besten Freund des Menschen.
Volle Konzentration: Die Hündin „Aika“ lässt selbst beim Überspringen der Hürde ihr Frauchen Angelika Schulz nicht aus den Augen. Foto: Michael Faust Volle Konzentration: Die Hündin „Aika“ lässt selbst beim Überspringen der Hürde ihr Frauchen Angelika Schulz nicht aus den Augen.
Oberrad. 

Es sollte ein Sommerfest werden mit Sonnenschein und warmen Temperaturen – stattdessen war es nass und kühl, als die Oberräder Hundefreunde ihren Tag der offenen Tür auf dem Vereinsgelände am Altebergsweg nahe am Stadtwald mittags eröffneten. Vereinsvorsitzende Doris Schuhmann (75), schon bei der Gründung des Vereins 2003 mit von der Partie, blieb dennoch optimistisch: „Wir hoffen trotzdem, dass noch Leute kommen. Im letzten Jahr hat es auch geregnet. Trotzdem kamen etwa 80 Gäste.“ Dieses Ziel wurde zwar nicht ganz erreicht, dennoch genossen die Hundefreunde das gemütliche Beisammensein mit den rund 20 Besuchern. Im überdachten Bereich des Vereinsgeländes schlemmten sie Bratwürste, Salate, Brötchen und selbstgebackene Kuchen.

Dazu zeigten die trainierten Vereinshunde, was sie so alles können. Über Hürden springen gehört zum Beispiel zu den Gehorsamsübungen, erklärte Angelika Schulz (46), deren fast fünfjährige „Aika“ ein Hindernis nahm, als wäre nichts leichter als das. Neben solchen Kunststücken und anderen Agility-Übungen war beispielsweise auch ein Parcours errichtet worden, um das sogenannte „Rally Obedience“ vorzuführen. Das bedeutet, dass innerhalb eines abgesteckten Bereiches Aufgabenschilder platziert sind. Hund und Halter arbeiteten sich aufmerksam durch die Stationen durch. Beim Schlangenlinienlaufen durften Zweibeiner dem Tier mit dem Zeigefinger die Spur vorgeben. Dabei kommunizierten sie ständig mit dem Hund. Dies unterscheidet diese Übung vom klassischen „Obedience“, der hohen Schule der Unterordnung. Hier zeigt der Hund kontrolliertes Verhalten auf Zeichen seines Hundeführers in verschiedenen Situationen. Dabei geht es vor allem um Präzision und Gehorsamkeit. In jedem Fall offenbarten diese Übungen eine intakte Mensch-Hund-Beziehung, die beeindruckend aussah.

Unter den Zuschauern war auch die „Noch-Nicht-Hundebesitzerin“ Kerstin Hertzog (53). Sie gab sich wetterfest und sagte: „Wer einen Hund hat, der interessiert sich nicht fürs Wetter.“ Die Hundehalter zu ihrer Seite lachten auf und ergänzten „es zählen die richtigen Klamotten“. Kerstin Hertzog darf keinen Hund mit ins Büro nehmen. Doch wenn sie in Rente geht, wird sie sich ihren Herzenswunsch erfüllen und einen Hund anschaffen. „Dann habe ich genügend Zeit für das Tier.“ Bis dahin begnügt sie sich mit dem Beobachten der geliebten Vierbeiner beim Oberräder Hundeverein.

Übrigens waren die selbstgebackenen Hundekekse der Verkaufsschlager des Tages: Sie kosteten nur einen Euro pro Beutel – alle wollten sie haben. Da sie keine Konservierungsstoffe enthalten, müssten sie aber schnell verzehrt werden, hieß es. Trotzdem deckte sich auch Kerstin Hertzog damit ein. Denn sie trifft bei ihren Spaziergängen immer viele Vierbeiner – und diese freuen sich über jedes Leckerli . . .

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