E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 24°C

3. Interkulturelles Fußballturnier: Fußball verbindet Flüchtlinge in Frankfurt

Fußball verbreitet gute Laune – das zeigte sich nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Tribüne. Foto: Rainer Rüffer Fußball verbreitet gute Laune – das zeigte sich nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Tribüne.
Nordweststadt. 

Welche Mannschaft am Ende des Tages ganz oben auf dem Siegertreppchen steht, das spielte beim 3. Interkulturellen Fußballturnier des Sportkreises und der Schiedsrichtervereinigung Frankfurt lediglich eine untergeordnete Rolle. Vielmehr war es das faire Miteinander und der Spaß am Spiel, der im Mittelpunkt stand. Acht Teams traten beim Turnier in der Halle der Ernst-Reuter-Schule an, 90 Spieler zwischen 15 und 29 Jahren jagten dem Leder hinterher. Stadtteilvereine, Sammelunterkünfte, Kulturvereine und berufliche Schulen waren mit dabei – ein Kontrastprogramm zu der ersten Auflage des Turniers vor zwei Jahren.

„Damals waren es in erster Linie unbegleitete Flüchtlinge, die gekickt haben. Mittlerweile ist es viel gemischter, so wie es man auch in der Stadt beobachtet. Das macht es allerdings noch spannender“, erklärt Thomas Kimmig vom Sportkreis. Der Großteil der Kicker stammte aus Syrien, Afghanistan, Eritrea, Iran oder Irak. Die Meisten von ihnen sind erst weniger als ein Jahr in Frankfurt. Gesprochen auf dem und neben dem Platz wurde trotzdem ausschließlich Deutsch. Das sei ein Wunsch der Spieler gewesen, betont Kimmig. Zudem zeige diese Tatsache, welche Möglichkeiten der Sport eröffne und wie er die Integration und Kommunikation der jungen Männer in der Gesellschaft ermögliche.

Dass sich der Sportkreis, als er vor zwei Jahren erstmals das Turnier ausrichtete, für Fußball und nicht Handball, Basketball oder einen anderen Mannschaftssport entschieden hat, habe einen einfachen Grund. „Der Zugang zum Fußball ist in jedem Land vorhanden, egal woher die Flüchtlinge kommen. Das ist wie in Deutschland. Die meisten Jugendlichen spielen Fußball“, begründet Kimmig. Für den Turniersieg nutzte übrigens der Kulturverein Assalam aus der Nordweststadt seinen Heimvorteil und lud zum großen Trikottausch alle Mannschaften ein.

(jdi)
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen