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Baustelle: Ganz Fechenheim ist ein Stau

Klare Worte findet SPD-Ortsbeirat Stefan Zilcher für die Situation in Fechenheim: Baustellen müssen schneller fertig werden, damit der Verkehr fließt und man nicht im Stau steht.
Kaum noch ein Durchkommen ist in der Wächtersbacher Straße. Durch die Baustelle ist es besonders eng geworden. Foto: Leonhard Hamerski Kaum noch ein Durchkommen ist in der Wächtersbacher Straße. Durch die Baustelle ist es besonders eng geworden.
Fechenheim. 

Der Verkehr in der Wächtersbacher Straße ist zuletzt immer mehr geworden. Dazu beigetragen hätten auch Kunden des Kaufland-Marktes oder Autofahrer, die wegen der ständigen Baustellen auf der Hanauer Landstraße Ausweichstrecken suchen, sagt Stephan Zilcher, SPD-Ortsbeirat aus dem Norden Fechenheims. „Aber mit den drei Baustellen zum barrierefreien Ausbau der Straßenbahn-Halte in der Hanauer wurde es bei uns schlagartig noch mehr. Manchmal reicht der Stau morgens bis zur Bebraer Straße. Man benötigt dann eine halbe Stunde für diese kurze Strecke, kommt aus dem Stadtteil nicht mehr heraus“, sagt er.

Gegen die Einbahnstraße

Das Beispiel sei aber kein Einzelfall, erklärt Zilcher. Betroffen sei auch der Süden des Stadtteils, wo der Stau auf der Straße Alt-Fechenheim von der Mainkur manchmal bis zum Kleedreieck reicht. Selbst frühere Alternativrouten seien oft verstopft, etwa die Dieburger Straße nach Offenbach. „Die Leute fahren verkehrt herum durch Einbahnstraßen, um Zeit zu gewinnen“, berichtet Zilcher von Wild-West-Manieren.

Autofahrer wichen etwa auf die Straße „Am Gansbühel“ aus, um Teile von Alt-Fechenheim zu umgehen, oder benutzten die Raiffeisenstraße im Riederwald, um den Erlenbruch zu umgehen. Das Nadelöhr rund um Borsigallee, Wächtersbacher Straße und Am Erlenbruch sei ein Dauerproblem. Längst klagten auch Firmen, dass ihre Fahrzeuge ständig im Stau stehen.

„Wir müssen den Verkehr am Laufen halten“, sagt Zilcher und stellt für die nächste Sitzung des Ortsbeirats 11 (Fechenheim, Riederwald, Seckbach) einen entsprechenden Antrag. Sein Vorschlag: An Baustellen soll künftig rund um die Uhr gebaut werden. „Jeder Tag, den länger gebaut wird, kostet die Autofahrer, Privatleute wie Firmen, sehr viel Zeit und Geld.“

Problem erkannt

Das Problem sieht auch Verkehrsdezenent Klaus Oesterling (SPD). „Der Erlenbruch ist die stauintensivste Stelle der ganzen Stadt.“ In der Hanauer Landstraße sei die Situation mit den drei Baustellen und den bevorstehenden Neubau der Neckermann-Brücke besonders brisant. „Auf Mainziel.de kann man verfolgen, wie der Verkehr dort um 5.45 Uhr noch fließt. Ab 6 Uhr werden immer mehr Abschnitte der Hanauer rot, das heißt Stau.“ Dann füllten sich die Wilhelmshöher Straße und die Berger Nordumfahrung bis es sich um 8.30 Uhr auch auf der Friedberger staue.

Als erste Reaktion auf die Situation sollen an den drei Baustellen in der Hanauer Landstraße die Ampelphasen angepasst werden, sagt Oesterling. Auch in der Adam-Opel-Straße, die als Umleitung diene. Das Amt für Straßenbau und Erschließung arbeite zurzeit daran, die Bauzeiten an den Baustellen zu verlängern. „Aufgrund gesetzlicher Auflagen ist es meist schwierig, die Nacht durch zu arbeiten, um Anwohner nicht zu stören.“ In der Hanauer gebe es nur Gewerbebetriebe, da sei das einfacher.

Langfristig hofft Oesterling auf den Riederwaldtunnel und die nordmainische S-Bahn. „Der Tunnel ist eine zusätzliche Straße und wird vor allem den Erlenbruch, aber auch Seckbach und die Hanauer Landstraße entlasten.“ Und die nordmainische S-Bahn wäre die erste öffentliche Verkehrsverbindung von Osten nach Frankfurt. „Denkbar wäre auch, das überlastete Park-and-Ride-Parkhaus an der Borsigallee zu erweitern.“ Geprüft werden soll aber auch eine Verlängerung der Straßenbahn von der Friedberger Warte zur Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, damit Autofahrer dort in die Tram umsteigen können.

(hau)
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