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Gemeinsam sind wir Ginnheim

Von Ginnheim ist bunt, Ginnheim ist multikulturell und Ginnheim ist familiär. Das spiegeln die 25 Farb- und zwölf Schwarz-Weiß-Fotografien wider, die Wände im Begegnungszentrum des Frankfurter Verbandes zieren. Bis zum 10. Dezember ist es Gastgeber für die Ausstellung „Ginnheim innen und außen“.
Den Platz auf dem Tisch hat Turgut Yüksel nur für das Bild eingenommen. Zusammen mit seiner Frau Silke Vaillant-Yüksel hat sich der Politiker in seinen privaten Räumen fotografieren lassen und ist damit der prominenteste Ginnheimer, der im Begegnungszentrum an der Wand hängt.	Fotos: Hamerski Bilder > Den Platz auf dem Tisch hat Turgut Yüksel nur für das Bild eingenommen. Zusammen mit seiner Frau Silke Vaillant-Yüksel hat sich der Politiker in seinen privaten Räumen fotografieren lassen und ist damit der prominenteste Ginnheimer, der im Begegnungszentrum an der Wand hängt. Fotos: Hamerski
Ginnheim. 

Nein, sagt Turgut Yüksel. Normalerweise sitze er nicht auf dem Tisch. „Diese unorthodoxe Position habe ich nur für das Foto eingenommen. Weil es etwas lockerer wirkt“, erklärt der SPD-Landtagsabgeordnete. Zusammen mit seiner Frau Silke Vaillant-Yüksel hat sich der 58-Jährige für die Fotoausstellung „In Frankfurter Gesellschaft – Ginnheim innen und außen“ im Esszimmer seiner Wohnung in der Platenstraße ablichten lassen. Dort lebt er seit über zehn Jahren und fühlt sich sehr wohl. „Und das, wo ich doch früher immer überzeugter Bockenheimer war“, sagt er.

Bis zum 10. Dezember ist das Bild des Ehepaars in den Räumen des Begegnungszentrums des Frankfurter Verbandes, Ginnheimer Landstraße 172 - 174, zu sehen. Zusammen mit 24 anderen Porträts von Familien, Singles, Kindern und Senioren. Dazwischen hängen zwölf Schwarz-Weiß-Fotografien mit Motiven aus dem Stadtteil. Sie verbindet ein besonderes Merkmal – auf allen ist der Ginnheimer Spargel zu sehen. Manchmal in voller Größe, in anderen Fällen nur am Rande. Auf diese Gemeinsamkeit hat Florian Albrecht-Schoeck Wert gelegt. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Anna Pekala hat der Fotograf Ginnheim und seine Bewohner porträtiert. Sie hat die Menschen abgelichtet, er besondere Orte. Die Ausstellung ist ein Projekt des Frankfurter Programms Aktive Nachbarschaft.

Mutter des Stadtteils

Statt vom Quartiersmanagement kam die Unterstützung in Ginnheim vom Verein Ideal, der das Nachbarschaftsbüro betreibt. Quasi stellvertretend für die dort ehrenamtlich arbeitenden Ginnheimer hat sich Christa Jakob in ihren eigenen vier Wänden ablichten lassen. „Ich werde oft die ,Mama von Ginnheim’ genannt. So fühle ich mich auch. Ich bin ein Teil des Stadtteils, ich präge ihn mit“, sagt sie. Schwierigkeiten, sich der Fotografin zu öffnen, hatte sie nicht, auch nicht, mit den Fotos einen Einblick in ihre private Welt zu geben. Viel zu wohl fühle sie sich in dem Stadtteil mit den vielen Kulturen. „Ich bin doch hier zu Hause“, sagt die 55-Jährige.

Gabriele Klieber hat ihre Mansardentür für Anna Pekala geöffnet und sich die gelben Wollsocken übergestreift. „Ich habe nie einen Hang zur FDP gehabt, aber ein bisschen Farbe schadet nie“, sagt sie. Ihren Lieblingsmantel hat sie an einer Stange unter der Decke gehängt, um den Hals trägt sie eine Kette – ein Geschenk ihrer ehemaligen Lebensgefährtin. Die Denkerpose hat Klieber bewusst gewählt. „Ich bin ein nachdenklicher Mensch“, sagt die Diplompädagogin. Bei der Ausstellung mitzumachen war für sie keine Frage, sondern ein Kompliment. „Da hat es sich doch gelohnt, dass ich immer aktiv im Stadtteil dabei bin“, ist sie stolz, nun im Begegnungszentrum als Foto an der Wand zu hängen.

31 Frauen und 18 Männer

„Das, was wir hier sehen, zeigt Ginnheim in den Häusern, aber nicht Ginnheim auf der Straße“, vermisst der Ideal-Vorsitzende Rachid Rawas, etwas. Obwohl er mit dem Auftakt der Ausstellung sehr zufrieden ist. „Ich denke, dass Ginnheim noch bunter, noch multikultureller ist. Es sind so viele verschiedene Nationen und Generationen, die hier abgeholt werden. Das zeigen die Bilder nur teilweise“, sagt Rawas, der genau Buch geführt hat. Auf einem Blatt hat er notiert, dass es insgesamt 49 Personen, 31 Frauen und 18 Männer sind, die die Fotografen abgelichtet haben. 25 von ihnen haben einen Migrationshintergrund. „Nicht vergessen dürfen wir die Tiere: drei Katzen, zwei Vögel und viele Fische. Auch die sind Ginnheim!“

Die Ausstellung hat montags von 14 bis 17 Uhr, mittwochs von 14 bis 18 Uhr und samstags von 11 bis 13 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung unter 52 00 98 geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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