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Standort der Agaplesion-Diakonie im Nordend wird aufgegeben: Geriatrie zieht ins Markus-Krankenhaus um

Die Agaplesion-Frankfurter Diakonie Kliniken geben den Standort des Diakonissen-Krankenhauses im Nordend auf: Die geriatrische Klinik wird noch vor Neujahr 2016 ins Ginnheimer Markus-Krankenhaus verlagert. Auf dem Gelände des Diakonissenhauses entstehen 70 Wohnungen.
Birgit Soltau (Pflegedienstleiterin), Ingrid Mauritz (Pflegedirektorin FDK) und   Rupert Püllen (Chefarzt, v.l.). Foto: Leonhard Hamerski Birgit Soltau (Pflegedienstleiterin), Ingrid Mauritz (Pflegedirektorin FDK) und Rupert Püllen (Chefarzt, v.l.).
Ginnheim. 

Das Jahr 2016 beginnt für Angestellte und Patienten des Agaplesion Diakonissen Krankenhauses in neuer Umgebung: Die bislang in der Holzhausenstraße 72-92 beheimatete geriatrische Klinik zieht vom 28. bis 30. Dezember in einen Neubau des Agaplesion Markus-Krankenhauses (Wilhelm-Epstein-Straße 4) um. Der Umzug vollendet vorerst die Konzentration der ehemals vier in nunmehr zwei Standorte der Agaplesion Frankfurter Diakonie Kliniken: Markus und Bethanien Krankenhaus.

Deren Geschäftsführer Dr. Dennis Göbel berichtete bei der Vorstellung der Pläne entsprechend, der Zuzug stelle die Fortführung der Gesamtstrategie und „den vorerst letzten Schritt unserer baulichen Zielplanung“ dar. Das Markus-Krankenhaus hatte in den vergangenen Jahren für 150 Millionen Euro nicht nur einen Neubau für das entstehende altersmedizinische Zentrum erstellt, sondern auch umfangreiche Sanierungsarbeiten und Erweiterungen anderer medizinischer Fachbereiche durchgeführt — unter anderem erhöhte man die Anzahl der Operationssäle von sechs auf elf. Die plastische und ästhetische Chirurgie sowie die Wiederherstellungs- und Handchirurgie des Diakonissen Krankenhauses waren bereits vor eineinhalb Jahren im Markus-Krankenhaus aufgegangen. Das Mühlberg-Krankenhaus wurde 2004 geschlossen, der Betrieb zog ins Bethanien-Krankenhaus.

50 Patienten ziehen um

Das altersmedizinische Zentrum wird wie schon im Diakonissen Krankenhaus 100 stationäre und 20 tagesklinische Plätze bieten. Der Transport von wahrscheinlich 50 Patienten soll am 30. Dezember durchgeführt werden, die beiden Tage zuvor nutzt man für den Umzug von Geräten und Mobiliar. Der knapp 10 000 Quadratmeter große Neubau sei zwar bereits 2012 fertig gewesen, erklärte Göbel, doch hätte man bei früherem Betriebsbeginn der Geriatrie nicht andere Gebäudeteile des Markus Krankenhauses sanieren können. Während dies also geschah, wurde der Neubau durch Teile der Inneren Medizin genutzt, die nun wieder ins Haupthaus zurückziehen. Im Mai 2016 wird zudem eine Station für Gerontopsychiatrie, das heißt für Psychiatrie älterer Menschen, mit 24 stationären und 12 tagesklinischen Plätzen den Betrieb aufnehmen. Geplant sei zudem ein Zentrum für Alterstraumatologie, das sich mit der Heilung von Frakturen beschäftigt.

Privatdozent Dr. Rupert Püllen, bisher ärztlicher Direktor des Diakonissen Krankenhauses und nun Chefarzt der Geriatrie im Markus Krankenhaus, freut sich über die Veränderung: „Alle medizinischen Gründe sprechen für den Umzug“, sagte er. Gerade im Bereich der Geriatrie würden multimorbide Patienten mit mehreren Krankheitsbildern behandelt, etwa einem Unterschenkelhalsbruch in Kombination mit Diabetes, Herzkrankheiten oder Harnwegsinfekten. Eingebettet in die Infrastruktur des Markus Krankenhauses, dem nur Fachbereiche für Herz- und Neurochirurgie fehlen, könnte den rund 2300 Patienten pro Jahr effektiver und schneller mit diagnostischen Maßnahmen und dem Rat anderer Kollegen begegnet werden. „Der Umzug hat deutliche Vorteile für Patienten und Belegschaft“, erklärte Püllen daher — schließlich spare man künftig viel Zeit und Aufwand für den Transport von Medikamenten, Lebensmitteln und Patienten. Mit einer zusätzlichen Abteilung für Demenzkranke und den Anschluss an die intensivmedizinische Abteilung sei man insgesamt „sehr gut aufgestellt“ und könne „auch anspruchsvollen Patienten sehr gut gerecht werden“. Die Pflegedienstleiterin Birgit Soltau betonte zudem, Patienten wollten stets ungerne das Haus für weitere Behandlungen wechseln — diesem Wunsch könne man künftig entsprechen.

Auf dem Gelände des Diakonissen-Krankenhauses am Holzhausenpark werden derweil 70 Wohnungen errichtet (FNP berichtete). Die Verhandlungen mit der Stadt dauern an. peh

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