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Verhalten im Streichelzoo: Gewalt im Streichelzoo: Führerschein soll helfen

Das gibt es in Deutschland wohl kein zweites Mal: Weil im Streichelgehege des Opel-Zoo Kinder oft von Tieren angegriffen werden, sollen sie nun einen Führerschein machen, damit die Ziege nicht bockig wird.
Wenn sich die Besucher langsam und ruhig den Ziegen nähern, freuen sie sich über die Leckerlis. Foto: Klasse 4a der Dahlmannschule Wenn sich die Besucher langsam und ruhig den Ziegen nähern, freuen sie sich über die Leckerlis. Foto: Klasse 4a der Dahlmannschule
Frankfurt/Kronberg. 

Nicht selten beschweren sich Eltern darüber, dass ihre Kinder im Streichelzoo von Tieren angegriffen oder umgerannt werden. Schreiend rennen sie dann im Gehege zwischen verschreckten Tieren umher, Panik entsteht. Doch sind wirklich immer die Tiere schuld? Der Opel-Zoo Kronberg hat eine Initiative gegen dieses Chaos entwickelt: den Streichelzoo-Führerschein.

Um den Führerschein zu erwerben, geht es zunächst in die Zooschule, direkt am Streichelzoogehege. Ein Hundeschädel, ein Pferdehuf und ein Ziegenschädel mit Hörnern liegen dort auf dem Tisch. „Dies sind die Waffen der Tiere“, sagt Dr. Martin Becker, „wenn sie sich bedroht fühlen.“

Ins Streichelzoogehege sollten keine Taschen und Rucksäcke mitgenommen werden, die Tiere möchten nicht auf den Arm genommen oder festgehalten werden. Es ist wichtig immer ganz ruhig stehen zu bleiben und die Hand zum Beschnuppern als Begrüßung hinzuhalten. „Ein Hund kann am Geruch, das Geschlecht, das Alter und die Stimmung erkennen“, berichtet der Vizezoodirektor. Auch die Ziegen und Schafe im Streichelzoogehege können sehr gut riechen. Besonders gerne mögen es die Tiere, wenn sie hinter den Ohren gekrault werden. Da kommen sie selbst so schlecht heran. „Droht Gefahr, legen viele Tiere ihre Ohren zum Schutz eng an den Körper an. Dies ist eine empfindliche Stelle, die vom Feind abgebissen werden könnte. Martin Becker warnt: „Ziegen sollten nie an den Hörnern gestreichelt werden. Sie fühlen sich zum Spielen oder zum Kämpfen aufgefordert und stoßen zu.“ Wenn sich die Besucher langsam und ruhig den Tieren nähern, freuen sich die Tiere über die kleinen Leckerlis aus dem Automaten.

Dr. Martin Becker (54) ist seit 20 Jahren Vizedirektor des Opel-Zoos. Er sagt, dass für die rund 1400 Tiere in 200 Arten 16 Tierpfleger, eine Tierärztin und viele Handwerker im Opel-Zoo arbeiten. Die Erhaltung der Tierarten ist eine der Hauptaufgaben des Zoos, der 1955 entstand. Im Opel-Zoo werden 20 Arten im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm gepflegt. Dr. Becker kümmert sich gerne um die Tiere und hat immer ein Leckerli dabei. „Ein Stachelschwein“, sagt er, „ist mein Lieblingstier.“

Der Artikel stammt von Nina, Karla, Lorena, Philip, Henrik, Bastian, Enisa, Ida, Fiona, Aaron, Leonie, Mathilda, Daniel, Jonas, Joshua, Samy, Bilal von der Klasse4a der Dahlmannschule im Ostend.

 

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