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Lern- und Kulturmeile: Ginnheim ist ein bisschen grüner

Von Bereits seit Oktober ist die Lern- und Kulturmeile an der Platenstraße fertig – gestern wurde der Grünzug offiziell eingeweiht. Mit Verspätung, kämpfen Anwohner und Ortsbeirat doch bereits seit fast 15 Jahren für dieses kleine grüne Fleckchen in Ginnheim.
Verkehrsdezernent Stefan Majer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - auch nicht von einem übergroßen Flamingo. Bilder > Foto: Christian Christes (www.chrischristes.de) Verkehrsdezernent Stefan Majer lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - auch nicht von einem übergroßen Flamingo.
Ginnheim. 

2000 Quadratmeter Rasenfläche, 1200 Quadratmeter Beete und Hecken, 15 Sommerlinden, 6 französische Ahorne, 20 Felsenbirnen, 13 Sitzbänke, 17 Fahrradständer, 4 Abfalleimer sowie jeweils ein Boule- und ein Schachfeld. Das sind die nackten Zahlen – zumindest ein Teil davon –, aus denen sich die neue Lern- und Kulturmeile in der Platenstraße zusammensetzt. Viel wichtiger als diese Zahlen ist allerdings der Blick auf den insgesamt 5700 Quadratmeter umfassenden Grünzug, der dort im vergangenen Jahr für 575 000 Euro entstanden ist und gestern offiziell eingeweiht wurde. Dabei wurde deutlich, wofür die Anwohner und der Ortsbeirat 9 (Dornbusch, Eschersheim, Ginnheim) seit fast 15 Jahren gemeinsam gekämpft haben.

 

Bücherschrank ist zurück

 

Es sind grüne, akkurat geschnittene Rasenflächen, eingezäunte Blumenbeete und Bäume sowie Sitzbänke und gepflasterte Wege, die die Lern- und Kulturmeile zwischen der Franz-Werfel-Straße und Astrid-Lindgren-Schule bilden. Pünktlich zur Einweihung ist auch der vor sechs Wochen angezündete Bücherschrank in die Platenstraße zurückgekehrt – seit Anfang April steht das restaurierte Möbelstück wieder vor der Schule und bildet quasi den literarischen Eingang zur Schule.

Dass der heute so idyllische Abschnitt noch vor einem Jahr eine Brachfläche mit Schlaglöchern und großen Pfützen war, ist kaum vorstellbar. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass dort, wo jetzt Bäume und Blumen wachsen, früher einmal eine vierspurige Straße entstehen sollte – als Zubringer zur Rosa-Luxemburg-Straße. Welch „großes Potenzial“ in der Platenstraße liege, sei allerdings erst viel später erkannt worden, sagte Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) gestern. „Bei der Planung wurde die Platenstraße als Grünzug völlig neu gedacht und konzipiert. Der Straßenraum wurde neu geordnet und die befestigten Oberflächen auf das absolut notwendige Maß zurückgebaut“, warf der Politiker einen Blick zurück, der seine Parteikollegin und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig vertrat.

 

„Wir sind hier zu Hause“

 

Wie auch Ortsvorsteher Friedrich Hesse (CDU), der vor allem daran erinnerte, wie sehr die Bürger in den Prozess, in das Entstehen des nun verwirklichten Grünzugs einbezogen waren. „Die Lern- und Kulturmeile ist ein Element der Integration, ein Gefühl, dass wir in Ginnheim und nicht in einem Ghetto sind. Wir sind hier zu Hause. Zudem haben die Bürger diesen sozialen Raum mitgestaltet“, so Hesse. 2001 begann alles mit der „Agenda 2000“, damals gab es die ersten Anträge im Ortsbeirat, fast jedes Jahr folgte ein weiterer. Bis hin zu dem Ergebnis, das vor einem Jahr in fünfmonatiger Bauzeit umgesetzt wurde. Der Grünzug an der Platenstraße ist allerdings erst der Anfang – denn die Lern- und Kulturmeile soll noch erweitert werden. Auf der 26 000 Quadratmeter großen Fläche rund um den Kinderzirkus Zarakali plant die Stadt neue Spiel- und Sportangebote für die Ginnheimer. Die Planungen laufen – wann es dort losgeht, steht allerdings noch nicht fest.

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