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Eigentümer setzen neuen Betreiber ein: Glückliches Ende im Drama um den Aufzug in Nieder-Eschbach

100 meist ältere Bewohner eines Hochhauses in Nieder-Eschbach hoffen, jetzt endlich Ruhe mit ihrem Aufzug zu haben. Ständig war er kaputt, jetzt wurde der Betreiber gewechselt.
Otto Pühl (v. l.), Vorsitzender des VdK, mit Alfred Metzner (87), Felicitas Boij und Jochen Haseleu nehmen den Aufzug in Betrieb. Foto: Thomas J. Schmidt (Thomas J. Schmidt) Otto Pühl (v. l.), Vorsitzender des VdK, mit Alfred Metzner (87), Felicitas Boij und Jochen Haseleu nehmen den Aufzug in Betrieb.
Nieder-Eschbach. 

Das Drama um den Aufzug im Hochhaus in Nieder-Eschbach hat ein Ende gefunden. Gestern war der Tüv in dem Haus an der Albert-Schweitzer-Straße und hat den Lift abgenommen. Danach war er wieder in Betrieb. Die Bewohner feierten dies mit einem Sektempfang.

Im Frühjahr hatte es vor allem die Älteren der Bewohner getroffen: Die Steuerungseinheit des Aufzugs in dem zehnstöckigen Haus – im Jahr 1962 errichtet – war ausgefallen. „Dabei war die noch gar nicht so alt. Der Hersteller Schindler hat den Wechselrichter erst zwölf Jahre vorher ersetzt“, berichtet Jochen Haseleu, der eine der 40 Wohnungen besitzt. Es handelt sich um Eigentumswohnungen. Der Fahrstuhl ist also Sache der Bewohner selbst.

Die Reparatur zog sich über Wochen. Viele der rund 100 Bewohner sind schon älter, gehbehindert, sie haben es oft über Wochen hinweg nicht ins Freie geschafft, waren gefangen in der Wohnung (wir haben berichtet). Dann wurde repariert. „Es hielt allerdings nur zwei Wochen, dann stand der Aufzug wieder. Man hat uns ein gebrauchtes Teil eingebaut“, ärgert sich Haseleu noch heute.

Bei einer Eigentümerversammlung im Mai wurde beschlossen: Wir brauchen einen neuen Betreiber. Schindler, die Firma, die den Aufzug 1962 gebaut hatte und seitdem wartete, war raus. ThyssenKrupp ist der neue Partner der Wohnungseigentümer. Und die bestanden, so Haseleu, darauf: „Wir wollten eine freie Steuereinheit, die nicht codiert ist. Damit jeder Fachmann mit seinem Laptop Fehler auslesen kann.“ So geschah es. 35 000 Euro hat die Steuereinheit mit Einbau gekostet, zwei Wochen stand der Aufzug deswegen. Seit gestern geht er wieder. „Er fährt ganz sanft los. Man spürt es gar nicht“, freut sich Haseleu.

Ganz zu Ende ist die Geschichte aber noch nicht. Im Herbst wollen die Bewohner noch einen neuen Motor haben – natürlich vom neuen Betreiber.

(tjs)
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