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Benefizkonzert: Goetheturm: Soul-Band spielte 5000 Euro für Wiederaufbau ein

Sie haben am Goetheturm schöne Stunden verlebt und sind Lokalpatrioten: Nun haben die Musiker von Harris&Harris der Stadt 5000 Euro für den Wiederaufbau gespendet. So hoch war der Erlös eines Benefiz-Konzert in der „Fabrik“ in Sachsenhausen. Nach dem Erfolg sucht die Band eine größere Bühne: für ein weiteres Goetheturm-Konzert.
Seufz! Diesen Blick nach oben vermissen alle Frankfurter – ganz zu schweigen von dem Blick von oben herab. Damit der Goetheturm möglichst bald wieder aufgebaut werden kann, spenden viele Bürger eifrig. Bilder > Foto: Arne Dedert (dpa) Seufz! Diesen Blick nach oben vermissen alle Frankfurter – ganz zu schweigen von dem Blick von oben herab. Damit der Goetheturm möglichst bald wieder aufgebaut werden kann, spenden viele Bürger eifrig.

„Diese Eintrittskarte“, scherzt Frank Rückriegel, „war ein bisschen teuer.“ Eigentlich hatte er mit Freunden zum Benefizkonzert der Band Harris & Harris zugunsten des Goetheturms in der „Fabrik“ im Mittleren Hasenpfad gehen wollen. Doch die Tickets waren bereits zwei Wochen vorher vergriffen. „Nichts zu machen“, sagte Rückriegels Freund, Bandmitglied Harald Kaden – und so spendete Rückriegel einfach 1500 Euro für den Wiederaufbau des abgebrannten Wahrzeichens.

Frank Rückriegel, dessen Druckerei auch Plakate und Flyer zur Verfügung gestellt hatte, durfte das Konzert schließlich doch noch sehen. Und es wurde ein voller Erfolg, da sind sich Kaden und die Geschäftsführerin der „Fabrik“, Karin Wagner, einig. Nicht nur, weil so 5000 Euro zusammen kamen, von denen die eine Hälfte aus dem Kartenverkauf stammt, die anderen eben von Rückriegel und einer Spende der Wagner-Heinz-Stiftung, der Trägerin der „Fabrik“. „Es war eine super Stimmung. Und wir haben an diesem Abend oft zu hören bekommen: ,Toll, dass ihr das macht‘“, sagt Kaden.

Kindertage am Turm

Die Idee für die Aktion hatten die Mitglieder der zwölfköpfigen Band selbst. Für Harald Kaden, Peter Geibel und Ingolf Semmel, die zur Scheckübergabe an Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) kamen, war der Goetheturm mehr als ein Wahrzeichen. „Wir haben immer mit dem Kindergarten und der Schule Ausflüge dorthin gemacht und sind dort alle später mit unserer ersten Freundin spazieren gegangen“, erzählt Kaden. Für Peter Geibel war der Turm ein „Treffpunkt für Gott und die Welt. Wenn du mal nicht gewusst hast, was du machen sollst, konntest du da hin gehen. Irgendjemanden hast du immer getroffen“.

Für Karin Wagner war es keine Frage, ob sie das Benefizkonzert unterstützen wollte. „Die Idee hat uns sofort überzeugt“, sagt sie. „Für uns als Sachsenhäuser Location ist das natürlich naheliegend.“ Aber nicht nur deswegen hat ihr die Veranstaltung gefallen, sagt sie. „Es war auch ein super-tolles Konzert mit mitreißendem, fetzigem Soul.“

„Der Goetheturm zieht eben. Und wenn die Leute wissen, dass das Geld vollständig für den guten Zweck ist, dann spenden sie auch bereitwillig“, sagt Kaden. Nachdem das erste Benefizkonzert so gut angenommen wurde, suchen die zwölf Soul-Musiker nun einen größeren Ort für eine zweite Auflage des Konzerts. „Wir spielen oft und gerne in der Fabrik, das ist ein wundervoller Konzertsaal. Aber wir haben gemerkt, dass er zu klein ist. Wir hätten noch viel mehr Tickets verkaufen können. “

Große Halle, viele Bands

Deshalb suchen sie für ein zweites Benefizkonzert nun eine größere Konzerthalle, sagt Kaden. Möglichst kostenlos, denn der Erlös soll ja dem guten Zweck zugute kommen. „Es gibt doch auch städtische Hallen, etwa jene der Saalbau. Der Südbahnhof zum Beispiel wäre perfekt, weil auch er in Sachsenhausen liegt.“ Ideen gebe es viele, sagt Kaden. Harris &Harris müsse auch nicht unbedingt alleine auf der Bühne stehen: Vielleicht gebe es ja andere Frankfurter Bands, die Lust hätten, ebenfalls für den Wiederaufbau zu spielen.

Und von Heilig erhielten Harris&Harris noch einen Spezialauftrag: Die Band habe sich so sehr für das Frankfurter Wahrzeichen engagiert, da solle sie auch bei der Wiedereröffnung des Goetheturms spielen.

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