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Vor zehn Jahren geplant: Grünes Ypsilon: Auf grünen Wegen durch Ginnheim

Von Mit zehn Jahren Verspätung nimmt das „Grüne Ypsilon“ an Fahrt auf. Das Grundkonzept des Grünzuges steht, der Feinschliff erfolgt jetzt mit Beteiligung der Bürger. Und die sind sich einig: Es fehlen schöne Spielplätze, Treffpunkte für Jugendliche und es gibt zu wenige Wege.
Rachid Rawas (l.) und David Weidmann. Rachid Rawas (l.) und David Weidmann.
Ginnheim. 

Rachid Rawas (SPD) ist glücklich. „Dieses Mal wird es etwas. Ich glaube daran, dass wir schon bald die ersten Ergebnisse für das ’Grüne Ypsilon’ sehen werden“, ist der stellvertretende Ortsvorsteher voller Hoffnung. Und das, obwohl die Planungen für den Grünzug, der einmal den Grüneburgpark mit Ginnheim und dem Dornbusch verbinden soll, schon vor zehn Jahren ähnlich weit gediehen waren wie heute.

Mit einem Unterschied: Es fehlte das Geld für die Umsetzung. Das ist jedoch jetzt dank des Bund-Land-Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“ vorhanden – insgesamt 6,6 Millionen Euro kann die Stadt in das Projekt investieren. In den nächsten zehn Jahren, so lange soll die Förderung im besten Fall dauern, erklärt Sven Weidmann vom Grünflächenamt, das das Projekt zusammen mit den Landschaftsarchitekten „Bierbaum.Aichele“ sowie dem Stadtberatungs-Büro von Sven Fries gemeinsam stemmt.

Bessere Beleuchtung

Dabei wollen die Experten vor allem eins: Nah dran sein an den Menschen, die in den Stadtteilen leben und den Grünzug nutzen. Mit einem auffälligen Lastenrad sind sie deswegen in den nächsten Wochen in Ginnheim und am Dornbusch unterwegs und sprechen mit den Menschen. Dort, wie auch bei der Auftaktveranstaltung am Donnerstagabend in der Astrid-Lindgren-Schule, wurde schnell klar, was den Menschen fehlt: Sie wünschen sich nicht nur mehr Spielplätze, mehr Treffpunkte und eine bessere Beleuchtung. Sie möchten vor allem, dass die Stadtteile besser miteinander verbunden sind.

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„Derzeit ist die ’Housing Area’ wie eine Insel, die von Straßen umschlossen, aber trotzdem zu Fuß nur schwierig erreichbar ist. Das muss sich ändern“, sagt Rachid Rawas, der in der Selma-Lagerlöff-Straße wohnt. Andere Bürger plädierten für Brunnen und Sitzecken, für mehr schattige Plätze und Grillmöglichkeiten, für einen besseren Zugang zum Park an der Bundesbank sowie eine bessere Beleuchtung an den Grünflächen. „Die Menschen fühlen sich nicht nur sicherer, sondern auch beobachtet. Das könnte dabei helfen, den aufkeimenden Drogen- und Waffenhandel in Ginnheim zu unterbinden“, so ein langjähriger Bewohner der Platensiedlung.

Ein Problem, dass den Planern zwar bekannt, aber gegen dass sie selber machtlos sind. Deswegen stünden man in enger Absprache mit der Polizei. Trotzdem sollen die Dinge, die das Sicherheitsempfinden der Bürger fördern, auch beim Ypsilon im Fokus stehen: Beleuchtung, Verschmutzung und Aufenthaltsqualität.

Sinaipark anbinden

Insgesamt sind es 14 Einzelprojekte, die einmal zum „Grünen Ypsilon“ verschmelzen sollen. Ein Puzzleteilchen gibt es bereits: Die Lern-Spiel- und Kulturmeile in der Platenstraße. Die nächsten Maßnahmen sind die Querung der Eschersheimer Landstraße in Höhe des Sinai-Parks sowie der barrierefreie Umbau der Fußgängerbrücke über die Miquelallee.

Wie geht es sonst weiter? Auf einer Infoveranstaltung im Oktober sollen die ersten Ergebnisse der Planungswerkstatt präsentiert werden. Sechs bis zwölf Monate rechnet David Weidmann für den Planungsprozess. „Die Bürger werden stets Teil der Ausgestaltung sein“, betont er noch einmal.

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