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Grundstück für eine „Kinderkulturfarm“ dringend gesucht

Nieder-Eschbach. 

Juliane Saunus und Natacha Brumant möchten im Frankfurter Norden eine Kinderkulturfarm gründen, suchen jedoch noch immer nach einem geeigneten Grundstück. Nun stellten beide ihr Projekt dem Nieder-Eschbacher Ortsbeirat vor, der den beiden unter die Arme greift.

Seit dem vergangenen Jahr haben sie mehrere Stadtteile abgeklappert. Beide möchten sich in Frankfurt ihren Traum einer sogenannten Kinderkulturfarm erfüllen, auf der Stadtkinder Tiere kennenlernen und sich um sie kümmern können. Ein Hektar groß soll die Fläche dafür sein. Das Projekt soll sich auf lange Sicht als feste Bildungseinrichtung etablieren.

Bislang verlief die Suche ohne Erfolg. Doch jetzt wurden Saunus und Brumant im Nieder-Eschbacher Ortsbeirat 15 vorstellig, um ihre Kinderkulturfarm zu präsentieren. Nun können beide bei der Grundstücksuche auf Unterstützung des Stadtteilparlaments zählen. Dieses verabschiedete eine Vorlage, in der alle Fraktionen die Kinderkulturfarm begrüßen.

Eine Art Streichelzoo soll die Kinderkulturfarm jedoch nicht werden. Kinder sollen sich selbstständig um ein Hasenhaus kümmern. Auch ein Kinderrat ist geplant – in dem alle Entscheidungen auf der Farm mit den Kindern diskutiert werden sollen, sagte Saunus. Auch eine Werkstatt, ein Künstleratelier und eine Ackerfläche sind vorgesehen, auf der die Gäste eigenes Gemüse anbauen sollen.

Juliane Saunus, die als Pädagogin am Zirkus Zarakali in Ginnheim arbeitet, möchte auch Zirkusübungen in der Kinderkulturfarm aufführen lassen. Die Sozialpädagogin Natacha Brumant kennt sich gut mit Tieren aus und kümmert sich daher um die Bauernhof-Komponente der Kinderkulturfarm.

Saunus und Brumat würden ihre Farm gerne nahe dem Zirkus Zarakali in Ginnheim entstehen lassen, doch die Aussichten auf ein passendes Grundstück sind dort schlecht. Wichtig ist beiden, dass sich ein Areal im Frankfurter Norden findet. „Denn in Sachsenhausen gibt es bereits eine Kinderfarm, die mit einem ähnlichen Konzept arbeitet, bis auf die Zirkuselemente“, berichtet Saunus.

Erfolgreiche Vorbilder für die Kinderkulturfarm gibt es genug. In Berlin existiert eine, ebenso in Offenbach und Dreieich. Saunus und Brumant zielen dabei vor allem auf eher verschlossene Kinder ab, die sich im Umgang mit den Tieren ihrer Umwelt öffnen. Die Tiere auf der Kinderkulturfarm sollen dabei als Sympathieträger dienen, die den Zugang zu den Kindern erleichtern. Mittags soll es auf der Farm ein offenes kostenloses Angebot für alle Kinder geben. Auch sind Kooperationen mit Schulen und Workshops geplant.

Um ihr Ziel zu erreichen, haben Juliane Saunus und Natacha Brumant auch bereits einen Verein gegründet und sind dem „Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze“ beigetreten. bki

Mehr Informationen über die Kinderkulturfarm finden sich unter www.kinderkulturfarm-frankfurt.de.

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