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Halteverbot gefordert: Grzimek-Schüler kämpfen gegen Eltern-Taxis

Von Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Michael-Grzimek-Schule bringen, sorgen für Ängste bei den anderen Schülern. Deswegen fordern sie und der Ortsbeirat jetzt ein absolutes Halteverbot vor dem Schulgelände.
Mit Transparent machte Kinder in der Sitzung des Ortsbeirates auf das Problem aufmerksam. Foto: Rainer Rüffer Mit Transparent machte Kinder in der Sitzung des Ortsbeirates auf das Problem aufmerksam.
Nieder-Eschbach. 

Der morgendliche Weg zum Unterricht der Michael-Grzimek-Schüler gleicht einem Slalomlauf. Denn immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, bis zu 15 Autos blockieren dann den Bürgersteig. Die Grundschüler, die zu Fuß kommen, müssen auf die Straße ausweichen. „Das ist gefährlich“, berichtete Jakob deswegen am Freitagabend in der Sitzung des Ortbeirates 15 (Nieder-Eschbach). Gemeinsam hatten er und seine Mitschüler ihrer Klassenlehrerin davon überzeugt, den Stadtteilpolitiker persönliche diese gefährlichen Situationen zu schildern, denen sie tagtäglich ausgesetzt sind.

„Die Autofahrer lassen den Motor die ganze Zeit laufen. Die Abgase sind schädlich für uns und die Umwelt“, sagte Katharina. Ihre Klassenkameradin Ida geht morgens mit einem schlechten Bauchgefühl zur Schule. „Die Autors parken auf beiden Seiten, das wirkt wie ein Tunnel und macht mir Angst“, erzählte sie.

Das Problem mit den Eltern-Taxis vor der Grundschule bestehe schon länger, doch spätestens jetzt müsste etwas unternommen werden, sagte Ortsbeirätin Tanja Raab-Rhein (CDU), die ihre Kinder auch jeden Morgen in die Schule bringt. „Aber zu Fuß“, wie sie betont.

Vor der Schule herrscht „Eingeschränktes Halteverbot, maximal drei Minuten dürfen die Autos dort stehen bleiben. Weil dies jedoch nicht reicht fordert der Ortsbeirat nun mit einem interfraktionellen Antrag ein „Absolutes Halteverbot“ sowie vermehrte Kontrollen von der Stadtpolizei. Sowohl morgens, als auch mittags. „Denn dann gibt es die gleichen Probleme wieder. Da jetzt schon die Schüler die Initiative ergreifen und sich beschweren, müssen wir wirklich aktiv werden“, so Raab-Rhein.

Glücklicherweise habe es bislang noch keine Unfälle vor der Schule gegeben, es komme jedoch immer wieder zu „brenzligen Situationen“. „Es ist teilweise unerträglich, wie manche Eltern handeln. Ich kann nicht verstehen, wie man bei solch einer engen und vielbefahrenen Straße zudem seine Kinder zur Straße statt zum Bürgersteig hin aussteigen lassen kann“, sagte sie.

Ein FDP-Vorschlag, das Halteverbot zeitlich zu begrenzen wurde abgelehnt, da Antrag jedoch einstimmig verabschiedet.

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