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Werner-von-Siemens-Schüler drehten Filme über das Leben im Quartier: Gutleutviertel unter der Lupe

Von Als Vorbereitung für ihre Abschlussprüfung haben neun Schülergruppen der Werner-von –Siemens-Schule Kurzfilme über das Leben in und um die Gutleutstraße im gleichnamigen Viertel gedreht.
Der Ablauf der Filmdrehs wurde in Gruppenarbeit besprochen – und natürlich auch mit der Kamera aufgenommen. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Der Ablauf der Filmdrehs wurde in Gruppenarbeit besprochen – und natürlich auch mit der Kamera aufgenommen.
Gutleutviertel. 

Von der Gutleutstraße aus braucht es nur einen Kameraschwenk, um die Züge einzufangen, die vom Hauptbahnhof aus vorbei am Heizkraftwerk der Mainova Richtung Westen fahren. „Ich dachte, da hinten geht es schon weiter. Aber da kommt ein ganz normales Stadtviertel, das sich doch schon wieder von den anderen unterscheidet“, sagt Linus König, Leiter des Theaters Landungsbrücken.

Immerhin hat die westliche Gutleutstraße auf relativ überschaubarem Raum ein Schauspielhaus (Theater Landungsbrücken) und zwei Schulen (Schule am Sommerhoffpark und die Werner-von-Siemens-Schule), die die dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter im Berufsschulzweig anbietet. 32 Schüler gingen mit Mikrofon und Kamera auf einen Streifzug durch ihren Stadtteil, um neben der Straße mit ihren kulturellen und gastronomischen Einrichtungen auch noch die Eindrücke einer kleinen grünen Oase einzufangen.

Niklas Herrmann, Laura Neubürger, Thomas Steffek und Erik Swiatloch haben für eine Magazinsendung den Sommerhoffpark genauer unter die Lupe genommen. „Schon spannend, was bei so einer kurzen Dokumentation alles herauskommt“, lobt Lehrer Klaus Hammerla, der das Projekt mit seinem Kollegen Karlheinz Sandrock betreut und die angehenden Mediengestalter für Bild und Ton unterrichtet. „Da äußern sich Anwohner zum Sommerhoffpark und melden Bedenken an, wenn nach dem Ausbau der Wegstrecke bis zum Eisernen Steg noch mehr Jogger durchlaufen“, sagt Hammerla.

Theaterprobe besucht

Marco Jakob, Dmitrij Kugut und Christoph Lengler drehten einen Beitrag über Linus König und das Theater Landungsbrücken. Sie besuchten eine Probe von Erich Kästners Stück „Der Gang vor die Hunde“. Marco Bittel, Francisco Goeke, Tobias Pollack und Jasper Rendel porträtierten die Schule am Sommerhoffpark mit dem Förderschwerpunkt Hören. Weitere Beiträge beschäftigen sich unter anderem mit der Bildung in der Werner- von Siemens-Schule und der Gaststätte „Die Kantine“, über die ein Porträt und ein Imagefilm entstanden. Der Kurzspielfilm „Schattenseiten“ schließlich hat das Thema Gewalt zum Inhalt.

Ziel des Filmprojektes war es, die lange Straße und wichtige Verkehrsader in den Fokus zu stellen. „Die Auszubildenden sollten sich mit Fragen beschäftigen, welche Firmen, Geschäfte und Schulen es hier gibt und wer im Gutleutviertel lebt und arbeitet“, erklärt Hammerla. Auch die Lage und das Aussehen der Straße und ihres Umfeldes spielten dabei eine Rolle. „Wichtig ist allerdings, dass sich unsere Auszubildenden hauptsächlich mit den Motiven, Medien und deren Techniken beschäftigen und sich nicht als Redakteure und Rechercheure verstehen.“

Vier Wochen Arbeit

Die Schüler sollten während der Projektarbeit lernen, wie ein Kurzfilm mit allen relevanten Arbeitsschritten – vom Exposé bis zum sendefähigen Produkt – entsteht. „Die Schüler haben ihre Filme in Blöcken zu je zwei Wochen umgesetzt, in denen sie Zeit zum Planen, Drehen und Schneiden hatten“, erklärt Hammerla. Das Projekt war Teil der Vorbereitung für die Abschlussprüfung, die die Mediengestalter erfolgreich bestanden und nun bereits als Auszubildende in Firmen weiterarbeiten oder studieren.

Hammerla und Sandrock werden die Filme intern einem kleinen Publikum zeigen und diskutieren. Kritik und Anregungen sind willkommen, denn inzwischen bereitet sich der nächste Jahrgang mit eigenen Beiträgen auf die Abschlussprüfung vor: Lina Küppers (25) und Nicolas Dohle (21) produzieren ein Hörspiel über den morgendlichen Stress vom verpassten Weckerklingeln bis zum Schulweg, eine andere Gruppe eine Live-Dokumentation in Ton und Bild, wie ein Hörspiel entsteht: „Darin geht es unter anderem um ein Liebesdrama“, sagt Fabian Brucker (22). Mehr verrät er nicht.

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