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Bauarbeiten: Halteverbot in Westhausen bringt Nachbarn in Fahrt

Die Anwohner der Stephan- Heise-Straße und des Westrings ärgern sich über den Parkdruck in der Siedlung, der sich durch die aktuellen Bauarbeiten weiter verschlimmert. Das Bauunternehmen Vonovia hat darauf zwar reagiert. Besser ist es aber nicht geworden.
Abends darf man in der Stephan-Heise-Straße zwar derzeit parken. Aber bis spätestens 6 Uhr müssen die Autos weggefahren werden. Und auch diese Regelung endet bald. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Abends darf man in der Stephan-Heise-Straße zwar derzeit parken. Aber bis spätestens 6 Uhr müssen die Autos weggefahren werden. Und auch diese Regelung endet bald.
Westhausen. 

Der Parkdruck rund um die Stephan-Heise-Straße und den Westring war schon immer hoch. Weiter verschärft wird das Problem durch die Nachverdichtungspläne, die das Wohnungsbauunternehmen Vono-
via dort aktuell umsetzt. Schon während der Bauzeit, die voraussichtlich im November beendet sein wird, hat sich die Parksituation wesentlich verschlechtert. „Während der Bauarbeiten wurde am Westring und an der Stephan-Heise-Straße ein absolutes Halteverbot eingerichtet“, ärgert sich Nachbarin Linda Wagemann. „Dadurch fallen in beiden Straßen bestimmt 150 Parkplätze weg.“ Zwar habe die Vonovia zwischenzeitlich auf Beschwerden der Anwohner reagiert und das ständige Halteverbot temporär ausgesetzt. Aber das helfe kaum.

Ende der Sonderregel

„Derzeit ist das Halteverbot von 18 bis 6 Uhr aufgehoben. Ab voraussichtlich dem 4. Juni bis 25. Juli gilt es dann leider wieder ganztägig“, erklärt eine Vonovia-Sprecherin auf Anfrage. Und Nachbarin Wagemann kommentiert: „Wenn man bis 6 Uhr sein Auto wegfahren muss, dann bringt die Aufhebung des Halteverbots den meisten Anwohnern auch nichts“, sagt Wagemann. „Außerdem, finde ich, könnte das Verbot auch am Wochenende ganztägig ausgesetzt werden.“

Schon morgens würden die Lkw Stoßstange an Stoßstange die Straßen zuparken. Natürlich sei es wichtig, neue Wohnungen zu schaffen. „Aber ich habe das Gefühl, dass oft vergessen wird, dass hier auch schon Menschen leben.“

Die Vonovia hingegen wirbt für Verständnis. „Mit unseren Arbeiten versuchen wir, eine Antwort auf den Mangel an Wohnraum in Ballungsgebieten zu geben“, erklärte die Unternehmenssprecherin. „Wir realisieren neue Wohnflächen, denn wir möchten, dass die Menschen heute und morgen in ihren angestammten Vierteln wohnen bleiben können.“

Erschütterungen

Weiterhin beschäftigt die Anwohner die Anlieferung schwerer Bauteile per Schwerlaster. „Die Häuser in der Siedlung sind für so einen Verkehr nicht gemacht“, sagt André Leitzbach, fraktionsloses Mitglied des Ortsbeirats 7 (Hausen, Industriehof, Praunheim, Rödelheim, Westhausen) und ebenfalls Anwohner. Er sieht die Gefahr, dass die Gebäude Erschütterungen ausgesetzt und dadurch Schäden davontragen würden. „Vielleicht wäre es möglich, dass für die Lkw die Ludwig-Landmann-Straße geöffnet und eine Zufahrt in den Wendehammer am Westring geschaffen wird“, so Leitzbach. Diese Möglichkeit hat die Vonovia prüfen lassen, die Einfahrt wurde temporär und unter Auflagen genehmigt, heißt es. „Die Ausfahrt der entladenen Lkw muss jedoch über die Stephan-Heise-Straße erfolgen, da es zu unsicher für den Verkehr auf der Ludwig-Landmann-Straße wäre, wenn die Fahrzeuge vom Westring auf den Autobahnzubringer fahren würden“, so die Sprecherin.

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