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„Freie Bürger für Deutschland“: Heidi Mund hat eine neue Vision

Heidi Mund kehrt zurück: Die christliche Fundamentalistin will am 3. und 4. Oktober eine betende Menschenkette rund um die 3757 Kilometer lange deutsche Grenze bilden.
Heidi Mund Foto: Boris Roessler (dpa) Heidi Mund
Frankfurt. 

Kaum hatte man gedacht, Heidi Mund hat aufgegeben, kehrt die christliche Fundamentalistin und Islamkritikerin auf die Bildfläche zurück. Am 3. und 4. Oktober will die Frankfurterin eine betende Menschenkette rund um Deutschland bilden. Heidi Mund, die gerne mit einer großen Deutschlandfahne auftritt, hatte Anfang des Jahres gemeinsam mit ihrem Mann Mathias Mund – auch als Stadtverordneter der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) bekannt – den Frankfurter Pegida-Ableger gegründet. Später ging sie jeden Montag mit ihrer Initiative „Freie Bürger für Deutschland“ auf die Straße. Doch nach ihrer letzten Kundgebung am 17. Juni auf dem Römerberg, als rund 25 ihrer Anhänger am Gerechtigkeitsbrunnen einen Kranz im Gedenken an die Opfer des Volksaufstands in der DDR aufhängten, war es ruhig um Heidi Mund geworden. Die montäglichen Demonstrationen wurden aufgrund „ernüchternder Teilnehmerzahlen“ abgesagt, wie es auf ihrer Facebook-Seite damals hieß (wir berichteten).

Doch hat Heidi Mund eben eine neue Vision – und diese hat ihr niemand geringerer als Gott zugeflüstert. Zwei Mal habe er in den letzten Jahren zu ihr gesprochen, eine Menschenkette, die Hand in Hand betet, habe sie dabei gesehen. Das ist auf ihrer neuen Internetseite „Save Europe 2015“, zu deutsch: Rette Europa, zu lesen. Zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit sollen „Tausende von Menschen mit einer Stimme für den Erweckungsdurchbruch in Deutschland und Europa beten“. Doch das Unterfangen wird kein Leichtes sein, immerhin misst die deutsche Grenze insgesamt 3757 Kilometer. Da sind schon einige Hände nötig. Doch Heidi Mund ist sich ihrer Sache wie immer sehr sicher und bezeichnet die Aktion als „historisches Ereignis“. Immerhin will sie damit „unser Land für Jesus Christus“ retten.

Heidi Mund beendet ihre Reden, die sie bisher nicht nur in Frankfurt, sondern auch schon bei einer Demonstration der „Hooligans gegen Salafisten“ in Hannover geschwungen hat, gerne mit dem Satz „Gott segne Euch“. Gemeinsam mit ihrem Mann gehört sie dem Evangelikalismus an, einer Bewegung innerhalb des evangelischen Christentums. Ihre Anhänger machen eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus zur Grundlage ihres Glaubens und lehnen andere Religionen wie den Islam ab. 2006 gründeten die Munds die übergemeindliche Bewegung „Himmel über Frankfurt“, nachdem Gott schon damals das Wort an sie gerichtet hatte. Die Bewegung will „den Thron Gottes in Frankfurt aufrichten“ und die Stadt „mit dem Wort Gottes füllen“.

(jlo)
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