Henninger Turm: Abriss hat begonnen

In den kommenden Wochen wird das Innere des Sachsenhäuser Wahrzeichens entkernt. Erst ab Mitte Februar rücken Arbeiter dem Turm von außen mit Spezialgerät zuleibe.
versenden drucken
Frankfurt. 

Über ein halbes Jahrhundert prägte der Henninger Turm das Bild der Stadt. Nach 52 Jahren begann am Mittwoch der Abriss des einstigen Brauerei-Silos am Hainer Weg, das seit 2002 aus brandschutztechnischen Gründen gesperrt ist. Zu sehen gibt es aber vorerst nicht viel. "Zunächst wird das Gebäude nur im Innern entkernt. Der Abriss beginnt in der achten Kalenderwoche", sagt Ludwig Marquart, Sprecher und Berater der Mannheimer Actris, die den Henninger Turm und das angrenzende Areal neu bebauen will.

Insgesamt sollen die Abrissarbeiten ein halbes Jahr dauern. Ab dem 18. Februar wird das 120 Meter hohe Silo dann eingerüstet, damit die mit Spezialgerät ausgerüsteten Arbeiter die Betonfassade Stück für Stück abtragen können. "Wir machen das möglichst schonend für die Anwohner. Das Gebäude wird daher nicht gesprengt", sagt Ludwig Marquart und betont, dass das Vorgehen mit der Frankfurter Bauaufsicht abgesprochen wurde.

Zudem soll das Gebäude während der Abrissarbeiten mit Wasser bespritzt werden, um den aus der Fassade rieselnden Staub zu binden. Bevor es an die weithin sichtbare Demontage geht, muss jedoch zunächst das Innere des Gebäudes entkernt werden. Schadstoffe wie Asbest kommen auf eine Sondermüll-Deponie. Ein Teil des ungefährlichen Bauschutts soll geschreddert und als Füllung für den Keller des einstigen Silos verwendet werden.

Die Actris, die sich im Besitz von Software-Milliardär Dietmar Hopp und dessen Sohn Daniel befindet, plant, den Henninger Turm in einen 130 Meter hohen Wohnturm mit Platz für bis zu 130 Wohnungen zu verwandeln. Die Bauarbeiten sollen laut Planung bis 2015 abgeschlossen sein. Die Realisierung des Architektur-Entwurfs des Frankfurter Architekturbüros Meixner, Schlüter, Wendt wird rund 300 Millionen Euro kosten.mov

(Mirco Overländer)
versenden drucken
Jetzt kommentieren

Nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken.

Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
E-Mail:
Kundennummer:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

Wieviel ist 1 + 1: 



Videos

MEHR AUS Frankfurt

Der Motorroller, mit dem die hochschwangere Frau verunglückte, steht in der polizeilich abgesperrten Gallusanlage.	Foto: Christes
Hochschwangere Vespafahrerin Notgeburt nach Unfall mit Motorroller

Frankfurt. Beim Zusammenstoß zwischen einem Motorroller und einem Kleinwagen in der Gallusanlage ist gestern eine hochschwangere Frau schwer ... mehr

clearing
Langsam rollt ein großer Jumbo auf den Vorfeldmitarbeiter zu, der ihn mit seinen gelben Kellen stoppt. Ob so einfach auch die Konkurrenz aus dem Ausland ausgebremst werden kann? Eine Studie des Handelsblatt Research Institute warnt den Frankfurter Flughafen vor den Airports in Istanbul und Dubai. 	Foto: dpa
Flughafen Frankfurt Achtung, Konkurrenz naht

Frankfurt. Der Frankfurter Flughafen muss sich in Acht nehmen: Die Konkurrenz aus dem Ausland ist auf dem Vormarsch – vor allem die Airports ... mehr

clearing
clearing

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv Themen Mediadaten Kontakt Impressum Datenschutz AGB

© 2014 Frankfurter Neue Presse