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Hilfe für Nepal: Hessen hilft nach dem Erdbeben

Tausende Tote, Verletzte und Vermisste – nach dem Erdbeben in Nepal ist das Land auf Hilfe angewiesen. Zwei Vereine aus Hessen wollen zusammen mit Partnern einen Beitrag leisten.
Shiva Adhikari und Marie-Luise Thüne vor dem Zeltmodell. Shiva Adhikari und Marie-Luise Thüne vor dem Zeltmodell.
Frankfurt. 

Ein Zeltmodell und ein Set aus Töpfen, Tellern, Bechern und Besteck steht auf dem Tisch im Internationalen Familienzentrum. Dutzende Menschen mustern die Gegenstände. Diese stehen für die Hilfsgüter, die der Verein „Luftfahrt ohne Grenzen“ unter dem Motto „Hessen hilft Nepal“ nach Kathmandu, also in die Hauptstadt der von einem schweren Erdbeben in eine tiefe Krise gestürzten Nation bringen soll. Angestoßen haben die Hilfsaktion der deutsch-nepalesische Verein „Nepali Samaj“ mit Sitz in Frankfurt und „Sahaya – Hilfe für Nepal“, ein Verein aus Karben im Wetteraukreis.

„Nach dem Erdbeben haben wir uns gefragt, wie wir als kleiner Verein mit gut 30 Mitgliedern helfen können“, sagt Shiva Adhikari, Vorsitzender von „Nepali Samaj“. Obwohl die Naturkatastrophe erst eine gute Woche her ist, konnte der Verein schon einiges anstoßen: Für Nepalesen in Deutschland, die mit Angehörigen in der Heimat sprechen wollen, ließ er von einem Telefonanbieter eine Nummer mit 5000 kostenlosen Verbindungen und 15 000 Freiminuten einrichten. Zudem machte sich Adhikari auf die Suche nach Projektpartnern.

 

Hilfstransport geplant

 

„Luftfahrt ohne Grenzen“ (LoG) ist eine der Organisationen, die sofort zusagte. Marie-Luise Thüne, Vize-Präsidentin des Vereins, sagte gestern, dass 200 Zelte, 600 Küchensets, 1500 Thermodecken und medizinisches Equipment ins Krisengebiet geflogen werden sollen. Wann das geschieht, hänge von den örtlichen Gegebenheiten ab. Der Transport, die Lagerung und die Verteilung der wertvollen Güter müssten gewährleistet sein. Unter dem Stichwort „Erdbeben in Nepal“ wurde ein Spendenkonto bei der Frankfurter Sparkasse eingerichtet. Die IBAN lautet: DE 84 50 05 02 01 02 00 33 22 44).

 

Rettungsteam gesandt

 

Auch Einsatzkräfte hat „Nepali Samaj“ mobilisieren können: Der Verein hat zwei Ärzte aus Deutschland gefunden, die gestern Nachmittag mit einem insgesamt siebenköpfigen Team der Frankfurter Hilfsorganisation „mfs International“ ins Erdbebengebiet geflogen sind. „An Bord der Maschine werden auch fast eine halbe Tonne medizinische Ausrüstung und Medikamente sein“, sagt mfs-Geschäftsführer Michael Görbing. An der Aktion ist auch „Interhelp“, die Hamelner Partnerorganisation von mfs beteiligt. Geleitet wird der Einsatz von Frankfurt aus, Görbing und sein Kollege von „Interhelp“ werden abwechselnd über Satellit mit ihren sieben Rettungskräften in Kontakt bleiben. Das Spendenkonto für die Organisationen mfs und „Interhelp“ hat die IBAN: DE 79 50 56 13 15 01 06 00 14 24.

Der Verein „Sahaya“ hat sich die langfristige Hilfe für Nepal auf die Fahnen geschrieben, die erfolgen muss, wenn die internationalen Hilfsorganisationen das Land verlassen haben. „Es wird dann vor allem darum gehen, Häuser und Schulen wieder aufzubauen“, sagt Silke Szymura, Vorsitzende des Vereins, der Projektpartner in Nepal hat und ebenfalls über ein Spendenkonto verfügt (IBAN: DE 36 83 06 54 08 00 04 74 64 81).

Eine Spende über 1000 Euro hat der Verein Rumpenheimer Kultur (RUK) gestern schon überreicht. Der Vorstand hatte die Eintrittsgelder einer Veranstaltung am 1. Mai auf diesen Betrag aufgestockt.

(chc)
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