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135 Betreuungs-Plätze: Hessens größte Uni-Kita eröffnet

Von Nach fast zweijähriger Bauphase eröffnete gestern die sechste Kita auf dem Campus Riedberg in der Max-von-Laue-Straße. Drei Viertel der insgesamt 135 Plätze sind für den Nachwuchs von Mitarbeitern von Uni und Max-Planck-Institut sowie von Studenten der Goethe-Uni reserviert.
Die sechste und größte Kindertagestsätte auf dem Riedberg ist ein Hingucker: Die Fassade aus Holzelementen ist ungewöhnlich. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Die sechste und größte Kindertagestsätte auf dem Riedberg ist ein Hingucker: Die Fassade aus Holzelementen ist ungewöhnlich.
Riedberg. 

Der erste Eindruck von der neuen Riedberg-Kita: Sie ist grün – doch das liegt nicht an der Passivhausbauweise des Gebäudes und der hübschen Holzfassade, die das Haus schon von Weitem erkennbar macht, sondern vor allem an der prominenten Wandfarbe des Flurs, in dem Phillipp, Annelie und ihre Freunde spielen. Doch ihnen muss sie gefallen und nicht dem großen Besucheransturm, der gestern zur offiziellen Eröffnung auf den Riedberg gekommen ist.

Schuld an dem großen Besucheraufkommen war nicht nur der vielversprechende Name „Kairos“ (griechisch für den „glücklichen Zeitpunkt“), sondern vor allem die Tatsache, dass es sich bei ihr um die größte Uni-Kindertagesstätte Hessens handelt, für deren Bau immerhin 6 Millionen Euro investiert wurden. Etwa die Hälfte davon stammt aus dem Topf des Hochschulbauprogramms „Heureka“, weitere große Teile der Investitionskosten teilten sich Max-Planck-Institut, Goethe-Universität und das Land Hessen.

Stadt zahlt Betriebskosten

„Die Stadt Frankfurt hat sich bei der Beteiligung bei den Baukosten hier etwas zurückgehalten, will stattdessen aber zwei Drittel der 1,8 Millionen Euro teuren Betriebskosten der Kita übernehmen“, sagte Reformdezernent Jan Schneider (CDU), der zu den Eröffnungsgästen gehörte.

Praktische Lage

Für viele der Eltern ist die Kita vor allem aufgrund ihrer Lage besonders praktisch, liegt sie doch für die meisten ganz in der Nähe ihres Arbeitsplatzes zwischen den Lehr- und Forschungsgebäuden am Campus Riedberg in der Max-von-Laue-Straße. Nur gut ein Viertel der insgesamt 135 Plätze, die auf über 1300 Quadratmetern Nutzfläche im nächsten Frühjahr zur Verfügung stehen sollen, wird für die Kinder von Stadtteilbewohnern zur Verfügung gestellt, der Rest ist reserviert für den Nachwuchs von Mitarbeitern und Studenten der Goethe-Universität sowie des Max-Planck-Instituts für Biophysik und des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung.

„Bis die 135 Plätze alle belegt sind, kann es aber noch eine Weile dauern, räumt Einrichtungsleiter Jost Malsch ein: „Wir hoffen bis Frühjahr nächsten Jahres genügend Personal zu haben, um alle Gruppen betreiben zu können.“ Derzeit seien im Untergeschoss der Kita etwa 50 Kinder in zwei Gruppen untergebracht, die von 15 Pädagogen – größtenteils Teilzeitkräften – betreut werden.

Auch Wissenschaftsminister Boris Rhein (CDU) war zu Gast und feixte: „Ich bin mir sicher, dass das hier ein Ort ist, in dem zukünftige Nobelpreisträger heranwachsen können.“ Etwas ernster betonte er die Wichtigkeit, den Nachwuchswissenschaftlern und Studenten eine Möglichkeit zu geben, Familie und Karriere miteinander zu vereinbaren: „Eine gute Betreuung ist für das Aufwachsen aller Kinder von großer Bedeutung. Das Angebot fördert letztlich auch die Attraktivität des Forschungs- und Studienstandorts Hessen.“

Die Einrichtung umfasst neben den Gruppenräumen und einem großen Spielplatz auch sogenannte Bildungsräume, die den Kindern die Möglichkeit geben, ihren Eltern nachzueifern und in kleinen Schritten die Welt zu entdecken, etwa in einem Forschungslabor, einer Materialwerkstatt sowie Sprach- und Bewegungsräumen. Finanzstaatssekretärin Dr. Bernadette Weyland (CDU) ist sich sicher, dass hier ein Ort geschaffen wurde, an dem Kinder ihre Freiräume finden.

Universitäts-Präsidentin Dr. Birgitta Wolff bezeichnet die neue Kindertagesstätte als Spielwiese für den wissenschaftlichen Nachwuchs, wo vor allem Lachen und Kindergeschrei auf der Tagesordnung stehen. Dafür, dass die Kita dennoch kein „reines Nachwuchsakademiker-Ghetto“ wird, sorgen auch die Kinder aus dem Stadtteil, die die Kita nicht nur zu einem Teil des Campus, sondern vor allem des wachsenden Stadtteils machen sollen.

Und schließlich beginnen die Kindergartenkinder zwischen drei Monaten und sieben Jahren hier auch ihr eigenes Leben. Für die Wissenschaft bleibt auch später noch Zeit.

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