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Serie "summerinthecity": Hier verstecken sich Hitzemuffel

Endlich Sommer! Und Sie sind hier? Glück gehabt. Wir finden nämlich, dass in Frankfurt der Sommer am schönsten ist – und werden es Ihnen mit unserer Serie #summerinthecity beweisen. Aber Frankfurt kann auch cool! Mancherorts können die Minusgrade sogar in den dreistelligen Bereich gehen. FNP-Mitarbeiter Christian Mayer hat nachgeforscht, wie Bananen, Begonien und Bakterien die Frankfurter Hitze überleben – und hat auch noch Tipps für Sonnenmuffel.

Frankfurt kann bis zu minus 190 Grad!

Viele, aber nicht alle wünschen sich Sommer, Sonne, Sonnenschein. Hitzeempfindliche Menschen jedoch leiden Jahr für Jahr zunehmend unter der globalen Klimaerwärmung, die auch Deutschland heißere Sommer beschert. Und auch wenn der Hochsommer gerade eine kleine Pause einlegt, ist eine weitere Hitzewelle im August nicht auszuschließen – vielleicht sogar schon in der nächsten Woche: Vorhergesagt werden Temperaturen um die 29 Grad.

Frankfurt am Main, 28.09.2014, Stadtteil Kalbach, Josef-Eicher-Strasse 10, "Tag der offenen Tür " im Frischenzentrum. Hier: Mini-bananen im beutel für einen Euro bei Akmed Oescelin (Stand Univeg).
Foto und Copyright by Rainer Rüffer (Rueffer), Frankfurt am Main, E-MaiL: rainer.rueffer@gmail.com, Tel-Mobil: (0171) 8406196. Veröffentlichung nur gegen Honorar und Beleg.

Aber auch für all’ jene, die im Sommer am liebsten an den Nordpol auswandern würden, gibt es Orte in Frankfurt, die kühlen Naturellen gerecht werden. In wenigen Wochen öffnet die Eissporthalle in Bornheim ihre Türen. Ab dem 2. September beginnt dort die neue Saison; für nur 5 Euro kann man dann Schlittschuh laufen.
Alternativ lohnt ein Blick in die Katakomben des Flughafens: Direkt unter dem Terminal 1 und dem Vorfeld befinden sich lange Tunnel, die für die Kühlung, respektive Lüftung der Technik sorgen. Zweieinhalb Stunden kann man dort verbringen, die Termine kann man auf der Internetseite der Fraport AG buchen.

Oder man steigt hinab in kühlen, anno 1628 erbauten Kasematten im Innenhof der Stiftung Waisenhaus, Bleichstraße 10.

Frostige Stunden in der Globetrotter-Kältekammer sorgen für Abkühlung

Sie würden bei den heißen Temperaturen am liebsten schon den nächsten Arktis-Aufenthalt planen? Kein Problem – „hautnah“ geht das in der Frankfurter Filiale des Outdoor-Händlers Globetrotter. Bereits der Besuch der Filiale in der Grusonstraße im Ostend gewährleistet einen gewissen Event-Charakter.

Kältekamer im Globetrotter, Hanauer Landstraße

Einer der Höhepunkte ist die Kältekammer samt Windmaschine und Wärmebildkamera: Bei Temperaturen bis zu minus 20 Grad Celsius kann man hier quasi unter Originalbedingungen seine Ausrüstung für die Expedition in die Kälte testen: den Schlafsack, die Fleecejacke, die Schuhe und die Funktionsunterwäsche. Montags bis samstags stehen die Mitarbeiter von 10 bis 20 Uhr bereit, um den Weg in die Kältekammer zu weisen. Aus der im Übrigen manche Kunden angeblich gar nicht mehr heraus wollen...  Foto: Globetrotter

Nicht nur Menschen sind empfindlich

Pflanzen sind empfindliche Wesen. Das weiß jeder, dem schon einmal eine Blume eingegangen ist, weil er sie zu lange der prallen Hitze ausgesetzt hat. Im Blumen- und Zierpflanzen-Großmarkt in Seckbach wird deshalb penibel auf eine geeignete Temperatur geachtet, denn das Überleben der Pflanzen ist das tägliche Brot der derzeit rund 25 Anbieter. Zwischen 1 und 4 Uhr in der Nacht beginnen die Arbeitszeiten der rund 75 Mitarbeiter in der Halle und in den Kühlhäusern. Durch die gute Dachisolierung ist es selbst in der Halle nie wärmer als 25 Grad Celsius.

Kühlhaus Minicuci Blumengroßmarkt frankfurt

Am tiefsten sind die Temperaturen im Blumen-Lagerhaus, wo die Gewächse nach ihrer Anlieferung auf den nächsten Markttag warten. Hier kommen alle Importe an, Sonnenblumen aus den Niederlanden beispielsweise oder Rosen aus Südafrika. Der Großteil der Anbieter jedoch handelt mit eigenen Erzeugnissen, saisonalen Blumen aus der Umgebung, aus Bad Nauheim etwa oder aus Gelnhausen. Foto: Reiner Wilk

„Coole“ Bakterien

Die vielleicht im wahrsten Sinne des Wortes coolsten Lebewesen sind Bakterien. Die haben’s auch bei uns in Frankfurt immer kühl: Bei minus 190 Grad Celsius ruhen sie von Stickstoff umgeben in den Zylindern des Industrieparks Höchst.

Besuch von Naturstoffsammlung und Labors des Sanofi-Fraunhofer Exzellenzzentrums fŸr Naturstoff- forschung

Sanofi-Fraunhofer Exzellenzzentrum fŸr Naturstoffforschung

Damit besitzen die Forscher der früheren Hoechst AG und deren Nachfolgerfirmen die Herrschaft die größte Stammsammlung Europas. Teile der etwa 130 000 verschiedenen Bakterienstämme sind sogar schon weit über hundert Jahre alt. Foto: Maik Reuß

Was passiert mit Fleisch am Flughafen?

Steak müsste man sein! Zumindest während des Umschlags am Frankfurter Flughafen. Dort sind die Mitarbeiter des „Perishable Center“ („perishable“ heißt verderblich) dafür zuständig, dass die Frischwaren, die am Flughafen eintreffen, ihren Weitertransport genauso gekühlt antreten können – in Spitzenzeiten sind das bis zu 700 Tonnen.

ZING im Perishable Center

Die verschiedenen Kühlzonen in der 9000 Quadratmeter großen Halle bieten Temperaturen zwischen plus 25 und minus 25 Grad. Damit der Transport vom Flugzeug aus reibungslos funktioniert, werden eigene Thermoanhänger eingesetzt. Neben Lebensmitteln lagern hier auch Medikamente. Foto: Michelle Spillner

Die letzte Hoffnung

... und wenn bei allzu großer Hitze wirklich gar nichts mehr geht, bleibt zum Abkühlen nur noch eine ordentliche Portion Eis. Das bekommen Sie in Frankfurt in über 50 Eisdielen,  etwa bei „Bizzi Eis“ in der Wallstraße.

Verrückte Eisdealer in Frankfurt +++ Bizzi Eis, Wallstr26
Vanessa Schiemann (37) steht auf Green Smoothie mit Gurke, Spinat, Datteln, Melone, Chia Samen und Mandelmilch

Dort locken so verrückte Eissorten wie „Green Smoothie“ mit Gurke, Spinat, Datteln, Melone, Chia-Samen und Mandelmilch – hier präsentiert von der Mitarbeiterin Vanessa Schiemann. Foto: Chris Christes

 

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