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Für 55 Millionen Euro: Holzhausenschule und Gymnasium Nied bekommen eine Übergangsbleibe

Ab dem Schuljahr 2019/20 ziehen die Schüler des Gymnasiums Nied und die Holzhausenschule als Übergangslösung unter ein Dach. Bis dahin muss das Gebäude stehen.
Die blau markierten Flächen werden getauscht: Die Stadt gibt 52 000 Quadratmeter (links) für 14 000. Auf der kleineren Fläche (rechts) entsteht das Provisorium für Gymnasium Nied und Holzhausenschule. Grafik: FNP Die blau markierten Flächen werden getauscht: Die Stadt gibt 52 000 Quadratmeter (links) für 14 000. Auf der kleineren Fläche (rechts) entsteht das Provisorium für Gymnasium Nied und Holzhausenschule. Grafik: FNP
Westend. 

Viel Zeit bleibt nicht. Bis zum 12. August 2019 muss das provisorische Schulgebäude fertig sein, in dem die Holzhausenschule und das Gymnasium Nied das neue Schuljahr beginnen sollen. Als Übergangslösung baut die Stadt ein Schulhaus auf dem Sportgelände zwischen dem Campus Westend und der Miquelallee. So ist der Plan, den Vertreter des Projektteams „Schulneubau beschleunigen“ am Montag im Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) vorstellten.

Marode Toiletten

Noch in diesem Jahr solle der Bauantrag bei der Stadt gestellt werden, sagte Friedemann Benrath vom Projektteam. Im kommenden Sommer sollten dann die Bauarbeiten beginnen. Im Übergangsgebäude blieben die beiden Schulen wohl bis mindestens 2025. Derweil wird die jetzige Bleibe der Holzhausenschule an der Bremer Straße renoviert. Das ist dringend nötig. Die Toiletten sind dort etwa so marode, dass sich die Schüler weigern, sie zu benutzen. Für das Gymnasium Nied soll in der Zeit ein neues Schulgebäude an der Miquelallee-Ecke-Eschersheimer Landstraße entstehen; dort, wo heute ein Studentenwohnheim und ein Seminargebäude der Universität stehen. In dem Neubau werde es auch Platz für eine neue Grundschule geben. 2019 soll dafür der Planungswettbewerb ausgerufen werden. Der Bau des Übergangsgebäudes werde 55 Millionen Euro kosten, sagte Benrath. Man habe sich für einen Holzmodulbau entschieden. Dieser biete bessere Bedingungen für die Schüler. Zugleich könne das Gebäude, wenn es nicht mehr gebraucht wird, wieder zerlegt und an anderer Stelle genutzt werden.

„Für die Schüler aus dem Frankfurter Norden wird der neue Standort eine enorme Erleichterung“, sagt der Schulleiter des Gymnasiums Nied, Mathias Koepsell. „Auch wenn ein paar Jahre später wieder ein Umzug ansteht.“ Manche Schüler hätten derzeit einen sehr langen Schulweg. Schüler aus dem Dornbusch etwa brauchten mit der Bahn teils über eine Stunde bis zu der Containeranlage an der Palleskestraße in Höchst. Am neuen Standort könnte Schülern aus entfernteren Stadtteilen mit Schulbussen besser geholfen werden.

Lange Busfahrten

Der Umzug löst nicht alle Probleme. In Frankfurt fehlen Turnhallen, sagte Josefa Maria Hybner-Kauß, Schulleiterin der Holzhausenschule. Von den drei Stunden für den Sportunterricht brauche man die Hälfte für die Busfahrt zu den Hallen. Dass auf dem Übergangsstandort der Bau einer provisorischen Turnhalle zwar möglich sei, aber vom Projektteam noch nicht weiter ausgearbeitet wurde, stieß im Ortsbeirat daher auf Unverständnis.

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