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Neue Altstadt: Hüte, Abendmode und veganes Gebäck

Wenige Monate vor der Fertigstellung der neuen Altstadt steht weitgehend fest, wie die 35 Häuser genutzt werden. Das Angebot in den Läden ist nicht nur auf Touristen zugeschnitten.
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Frankfurt. 

Keine Dönerbuden werde es auf dem Dom-Römer-Areal geben: Das hatte die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) Anfang 2012 bei der Grundsteinlegung für die neue Altstadt versprochen. Das war nicht als Diskriminierung türkischer Imbissläden gemeint. Vielmehr sollte damit zum Ausdruck kommen, dass in den Gewerbeflächen der 35 Häuser ein individuelles Angebot erwünscht ist. Inhabergeführte Geschäfte sollten den Vorzug erhalten vor großen Ketten. Und es sollte auch nicht nur Souvenirshops für Touristen geben.

Dieser Ansatz ist aufgegangen. Für jedes Ladenlokal wurde ein Mieter gefunden, dessen Konzept in die Altstadt passt. Dom-Römer-Geschäftsführer Michael Guntersdorf geht davon aus, dass es zur Eröffnungsfeier des Quartiers im kommenden September keine Leerstände geben wird. Das ist nicht selbstverständlich. Anfangs war nicht klar, ob die Altstadt als Einzelhandelsstandort überhaupt akzeptiert wird.

Eine Buchhandlung fehlt

Doch es gab für jeden Laden mindestens einen Bewerber. Jetzt hat der Aufsichtsrat der Dom-Römer GmbH die Zuschläge erteilt, lediglich für das Haus Hühnermarkt 20 laufen die Verhandlungen noch mit einer Patisserie. Der Schwerpunkt liegt bei Mode, Schmuck und Lebensmitteln. Aber auch die Bürgerberatung, die zuletzt am Römerberg untergebracht war, kehrt zurück ins Herz der Stadt. „Die Mischung ist sehr nah an dem, was wir uns vorgestellt haben“, sagt Guntersdorf. Das Viertel werde dadurch vor allem für Kunden aus Frankfurt interessant. Nur eine Buchhandlung haben er und seine Mitarbeiter nicht gefunden. „Die Flächen sind einfach zu klein.“ Guntersdorf betont, dass die meisten Ladenbetreiber einen unmittelbaren Bezug zu den angebotenen Waren hätten. Sie stellten Hüte, Schmuck oder Einrichtungsgegenstände selbst her.

„Mieten nicht zu teuer“

Auch neu gegründete Unternehmen seien dabei. Die Anbieterin veganer Backwaren etwa produziere diese zwar schon, habe aber noch kein Ladenlokal. Die Mieten liegen laut Guntersdorf zwischen 25 und 35 Euro pro Quadratmeter. „Das ist nicht übertrieben teuer“, findet er. Auch künftig wird die Dom-Römer GmbH ein Auge darauf haben, dass die Laden-Mischung in der Altstadt stimmt. Sie übernimmt das Quartiersmanagement und mietet dazu selbst Räume im „Roten Haus“.

(mu)

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