Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen
35 Kommentare

Fabriksporthalle in Fechenheim: Hungerstreik: Flüchtlinge wollen nicht umziehen

In einer Fabriksporthalle in Frankfurt sind 300 Flüchtlinge untergebracht. Jetzt sollen sie umziehen in ein weitaus größeres Gebäude. Doch das wollen sie nicht. Und sie wehren sich - mit drastischen Mitteln.
Einige Flüchtlinge vor der Fabriksporthalle im Frankfurter Stadtteil Fechenheim. Sie sollen umziehen, wollen aber nicht. Nun wollen sie in den Hungerstreik gehen. Foto: Heike Lyding Einige Flüchtlinge vor der Fabriksporthalle im Frankfurter Stadtteil Fechenheim. Sie sollen umziehen, wollen aber nicht. Nun wollen sie in den Hungerstreik gehen.
Frankfurt.  Am Dienstag erfuhren die 300 Flüchtlinge in der Fabriksporthalle im Stadtteil Fechenheim, dass das Land ihre Unterkunft auflösen und sie in das Neckermanngebäude an der Hanauer Landstraße verlegen will. Dort gibt es etwa 2000 Plätze. Doch die Flüchtlinge in der Fabriksporthalle wollen ihr Domizil nicht verlassen, weil sie sich dort inzwischen heimisch fühlen.

Die Menschen aus Syrien, Iran, Irak, Eritrea und Afghanistan, darunter zahlreiche Mütter und Kinder, wehren sich mit drastischen Mitteln: Alle 300 traten vormittags in in den Hungerstreik. Am Mittag verweigerte immer noch die Hälfte das Essen.

In der Halle dokumentiert eine Tafelaufschrift das Anliegen der Flüchtlinge. Bild-Zoom
In der Halle dokumentiert eine Tafelaufschrift das Anliegen der Flüchtlinge.

"Wir sind eine gute Gemeinschaft, wie eine große Familie", betont Sprecher Fadel F. Wenn sie in die Massenunterkunft an der Hanauer Landstraße einziehen müssten, wäre der Frieden gefährdet, so fürchten die Flüchtlinge.

In der Halle haben sie mit Kreide emotionale Worte auf eine Schultafel gemalt: "Wir bitten euch, hier unter euch verweilen zu dürfen. Wir lieben euch, denn Ihr seid alle gutherzige Unterstützer Frau Merkels."
Zur Startseite Mehr aus Frankfurt

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse