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Im Ausland Erfahrungen sammeln

An der Wöhlerschule konnten sich am Samstag Schüler und Eltern an rund 40 Messeständen ausführlich über das Thema Auslandsaufenthalt informieren.
Kristine Hausch informiert Robin (13 Jahre alt) sowie Anne und Andreas Benckendorff. Bilder > Foto: Leonhard Hamerski Kristine Hausch informiert Robin (13 Jahre alt) sowie Anne und Andreas Benckendorff.
Dornbusch. 

Jedes Jahr sorgt die eine essenzielle Frage für reichlich Kopfzerbrechen bei Schülern: Was tun nach dem Abschluss? Direkt von der Schule ins Studium springen, eine Ausbildung anfangen oder doch lieber ein Jahr pausieren und sich in einem sogenannten „Gap-Year“ (Lückenjahr) selbst finden? Diejenigen, die sich für ein Jahr Pause vom Dauerpauken entschieden haben, stehen dann oft vor der erneut schwierigen Frage, wie sie dieses Lückenjahr überhaupt füllen sollen. Denn eine Zeitlang nichts zu tun, das macht sich heutzutage gar nicht gut im Lebenslauf. Dass diese Erkenntnis inzwischen zu nahezu jedem Schüler durchgedrungen ist, zeigte der brechend volle Saal der Wöhlerschule, in dem rund 40 Organisationen im Rahmen der Jugendbildungsmesse ihre Programme zu den Themen High School, Sprachreise, Freiwilligendienst und Au-Pair vorstellten. Vorherrschend sind immer noch die Ziele USA, Australien und Großbritannien, die die meisten Schüler mit ihren Angeboten locken. Doch auch Praktika und Freiwilligendienste in Neuseeland, Indien und Costa Rica erfreuen sich wachsender Beliebtheit.

Perfekte Kombination

Eine dieser Organisationen, die sich etwas weiter über den Tellerrand wagen, ist „Kultur Life“. Zwar bieten auch sie ein klassisches Highschooljahr an, legen ihren Fokus jedoch auf ihr Motto „Entdecke die Welt“, durch das junge Menschen im gemeinnützigen Kulturaustausch möglichst viel von der Lebensweise und Kultur im jeweiligen Land mitbekommen sollen. In Ländern wie Israel, Ghana, Tansania oder Argentinien können staatlich geförderte Freiwilligendienste absolviert und etwa auf einer Farm in Australien mit angepackt werden. Für Simon (18) und Leon (17), die gemeinsam den Maschinenbau-Leistungskurs besuchen, scheint dieses Konzept genau das Richtige zu sein. „Für mich ist Arbeiten und Reisen die perfekte Kombination. Dabei kann ich Menschen kennenlernen, aber mich auch aktiv am dortigen Leben beteiligen und mit anpacken“, erklärt Leon. Der Abiturient, dessen Großvater einen landwirtschaftlichen Betrieb besaß, kann sich gut vorstellen, für zwei bis drei Monate auf einer Farm in Australien mitzuhelfen.

Auch die Organisation „Travel Works“ bietet mit ihrem Programm „Adventure Camps“ den etwas anderen Auslandsaufenthalt an. Schüler zwischen sieben und 17 Jahren können dabei für zwei bis vier Wochen aus dem Alltag aussteigen und gemeinsam klettern oder Floße bauen, das Sprachenlernen am Vormittag mache so nur umso mehr Spaß, erzählt Standbetreuerin Isabell Prior (27). Für solche, die es etwas weniger aufregend, dafür aber umso lehrreicher mögen, bietet auch „Travel Works“ ein klassisches Au-Pair-Jahr an. Paula (17) und Hannah (17) sind genau deswegen zum Stand ihrer Wunschorganisation gekommen, über die sie sich bereits zuvor im Internet informiert hatten. „Wir können uns beide nicht wirklich vorstellen, bei unserem Auslandsjahr weiter die Schulbank zu drücken. Ein Au-Pair könnte aber ein ganz schöner Ausgleich werden nach dem ganzen Abistress“, erzählt Hannah.

Englisch verbessern

Und auch Robin Benckendorff (13) weiß schon recht genau, wo und womit er seinen Auslandsaufenthalt verbringen will. Er informiert sich bei „Hausch & Partner“ ausführlich über ein Highschooljahr in Neuseeland, um seine Englischkenntnisse aufzubessern. Doch er hat noch einen weiteren Grund, warum es unbedingt Neuseeland sein soll: „Ich spiele schon lange Hockey, und in Neuseeland wird das in der Schule angeboten. Das ist ein großer Vorteil“, sagt der Schüler. Einen weiteren Pluspunkt sehen Robin und seine Eltern in der Struktur der Organisation, nach der sie sich die Schule sogar selbst aussuchen können. „In vielen Ländern, vornehmlich den USA, kann man lediglich ein paar Bundesstaaten als Präferenz angeben. Bei uns wählen die Schüler ihre Stadt und ihre Schule direkt“, erklärt Kristine Hausch, Geschäftsleiterin von „Hausch & Partner“.

Mit 1500 Besuchern ist die Messe in Frankfurt eine der größten des Veranstalters „weltweiser“. Zwischen Juni und Dezember richtet er jährlich an 46 Standorten knapp 50 Messen aus. Am 3. Dezember wird die Jugendbildungsmesse erneut Halt in Frankfurt machen.

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