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Kulturtreff "Habel Elf": Im „Habel Elf“ spielt wieder die Musik

Von Mit neuem Programm startet der Kulturtreff „Habel Elf“ ins neue Jahr. Bis Mitte Februar wird in dem Lokal, das die Macher des Kulturtreffs vor zwei Jahren vom Turnverein übernommen haben, aber noch Fasching gefeiert.
Zeichnen für das Programm im „Habel 11“ verantwortlich (v.l.): Christian Streckert, Andrea Hahnl und Markus Schmidt. Foto: Holger Menzel Zeichnen für das Programm im „Habel 11“ verantwortlich (v.l.): Christian Streckert, Andrea Hahnl und Markus Schmidt.
Heddernheim. 

Es ist eine Mischung aus Kneipe und Wohnzimmer, die die Macher des Kulturtreffs Heddernheim aus dem kleinen Raum in der Habelstraße 11 geschaffen haben. Gegenüber des Eingangs steht eine Theke mit Barhockern, das Herzstück des Ganzen. Davor haben sich über die Jahre eine Menge Möbel gesammelt, die den Raum gemütlich machen. An den Wänden hängen Bilder, ein Vorhang verdeckt den kleinen Durchgang, der bei Veranstaltungen als Bühne dient.

„Als wir den Kulturtreff vor zwei Jahren ins Leben gerufen haben, wollten wir für die Heddernheimer einen gemütlichen Ort schaffen, wo man gerne seine Wochenenden verbringt, mit Lesungen, Musik und gemütlichem Zusammensein“, erinnert Markus Schmid an den Ursprung des Vereins, der aus gerade einmal sieben Mitgliedern besteht. So viele Mitstreiter waren für die kreativen Köpfe damals notwendig, um einen Verein gründen und das verlassene Vereinslokal des Turnvereins übernehmen zu können.

Alles Ehrenamtliche

Inzwischen hat sich der Ort im Herzen des Stadtteils bei den Anwohnern etabliert, für gemeinsame Fußball-Abende, wenn die deutsche Nationalmannschaft in internationalen Turnieren antritt oder ein Eintracht-Spiel im frei empfangbaren Fernsehprogramm übertragen wird, für Konzerte und Pub-Quiz-Abende, bei denen verschiedene Teams gegeneinander antreten. Inzwischen gibt es an fast jedem Wochenende außerhalb der Ferien- und Fastnachtszeit Veranstaltungen des Kulturtreffs. Das Angebot zu erweitern, daran denken die Macher von „Habel Elf“ aber nicht: „Schließlich machen wir das alles ehrenamtlich und neben dem Job. Mehr wäre für alle Organisatoren zu anstrengend.“

Zu dem Kernteam um Schmid gehören auch Andrea Hahnl und Christian Streckert, die sich gemeinsam mit den anderen um die Erstellung des jährlichen Programms kümmern. „Wir sind überrascht, wie gut sich unser Treff inzwischen bei Bands und Autoren etabliert hat. Ursprünglich hatten wir geglaubt, wir müssten richtig suchen, um an lokale Bands und Autoren zu kommen, die bei uns Konzerte und Lesungen machen wollen. Jetzt stellen wir fest, dass die Künstler zu uns kommen“, freut sich Streckert. Auf dem Programm für dieses Jahr stehen neben den Spielen der Fußball-EM, den regelmäßigen Pub-Quiz-Abenden und verschiedenen Whisky-, Bier und Apfelwein-Tastings auch eine Menge Namen lokaler Künstler.

„Unser musikalisches Programm beginnt am 20. Februar mit der Modern Jazz-Band „Trio Royale“, die erste Lesung gibt es am 27. Februar mit dem Frankfurter Krimiautor Lutz Ullrich. Neben Jazzbands treten im Lauf der Spielzeit auch Vertreter der Musikrichtungen Indie und Akustikrock sowie der Barbershop-Chor „Aftershave“ auf. Ein Premiere ist in diesem Jahr die Teilnahme des Kulturtreffs an der stadtweiten Aktion „Frankfurt liest ein Buch“, wo mit musikalischer Untermalung aus dem diesjährigen Buch „Frankfurt verboten“ gelesen wird.

Erlös wird reinvestiert

Die Erlöse aus den Aktionen des Kulturtreffs nutzen Schmid und seine Mitstreiter, um ihren Raum zu verschönern. „Das Geld haben wir schon für die Musikanlage, Möbel und einen Tischkicker genutzt“, erklärt Hahnl. Gerade letzterer sei für viele zu einem der Höhepunkte im Raum geworden: „Zu uns kommen gerne auch Familien mit Kindern, um Fußball in nicht verrauchter Kneipenatmosphäre zu schauen. Da ist so ein Tischkicker natürlich gerade beim Nachwuchs für die Spielpausen beliebt.“

Bis es 2016 losgeht, müssen sich die Kulturliebhaber aber noch ein wenig gedulden. „Traditionell wird hier erstmal Fastnacht gefeiert“, erklärt Schmid. Bis Mitte Februar nutzen die Heddemer Käwwern das Lokal für ihre Sitzungen“, erklären Schmid, Hahnl und Streckert. Sie sitzen solang auf heißen Kohlen. Denn den Start in die Kulturtreff-Saison können sie auch in diesem Jahr kaum erwarten.

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