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Hafenpark-Eröffnung: Im Hafenpark ging es hoch her

Der Hafenpark erfreut sich schon seit Dezember 2012 großer Beliebtheit. Weil letzte Arbeiten kürzlich erst abgeschlossen wurden, war jetzt offizielle Eröffnung.
Stelzenläufer des Antagon Theaters waren eine der Attraktionen bei der Eröffnung des Hafenparks. Sie liefen über die eben erst fertiggestellte Liegewiese. Diese sind nämlich ausdrücklich zum Betreten angelegt worden. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (.) Stelzenläufer des Antagon Theaters waren eine der Attraktionen bei der Eröffnung des Hafenparks. Sie liefen über die eben erst fertiggestellte Liegewiese. Diese sind nämlich ausdrücklich zum Betreten angelegt worden.
Ostend. 

Für Frankfurts Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) ist es „der schönste Tag“, seit sie vor drei Jahren ihr Amt angetreten habe. Die vielbeschworene „Green City“ soll während ihrer Amtszeit Wirklichkeit werden, hat sich Heilig geschworen. Die Einweihung des Hafenparks im Ostend ist für die Umweltdezernentin, aber noch viel mehr für die Stadt Frankfurt ein Meilenstein auf diesem Weg.

Mit der Eröffnung des Wildblumenbandes und der Fertigstellung einer Mauer, die die Blumen von den Liegewiesen trennt, sind in Frankfurts jüngstem Park nun auch die letzten Arbeiten abgeschlossen. Wie bedeutend der Hafenpark für die Stadt ist, zeigte sich auch am Rednerpult: Mit Heilig, Planungsdezernent Olaf Cunitz (Grüne) und Verkehrsdezernent Stefan Majer (Grüne) feierten drei Stadträte mit.

Dabei ist der Hafenpark bereits seit fast drei Jahren ein beliebtes Ziel für Frankfurter – besonders für jene, die Sport treiben. Vor allem die Basketball- und Fußball-Felder, die Skateranlage und Fitnessparcours werden eifrig genutzt. Wie sehr man sich in Frankfurt über einen Park mit solch einem Sportangebot gefreut hat, zeigte sich für Bodo Pfaff-Greiffenhagen, den Ortsvorsteher vom Ortsbeirat 4 (Bornheim, Ostend) bereits im Oktober 2012: „Noch bevor die Bauzäune entfernt wurden, zwängten sich Skater hindurch und machten sich die Anlage zu eigen.“

Und ganz fertig ist der etwa vier Hektar große Hafenpark noch immer nicht. Fast 100 Bäume wurden in den vergangenen Jahren vom Grünflächenamt im Park gepflanzt. Bis sie einigermaßen ausgewachsen sind und auf den Liegewiesen mehr Schatten spenden, dauert es allerdings noch eine Weile.

 

Vision durchgesetzt

 

Dass Heilig ihren bislang schönsten Amtstag auch ihrer Vorgängerin Manuela Rottmann zu verdanken hat, ließ Frankfurts Umweltdezernentin nicht unerwähnt. „Sie setzte ihre Vision durch. Acht Millionen Euro wurden insgesamt in den Park investiert. Davon kann man heute nur träumen“, lobte Heilig.

Die Umweltdezernentin verglich die Neuanlage des Hafenparks auch mit dem Bau von Häusern im hochverdichteten Frankfurt: „Die Baulücken in der Stadt schließen sich fast von allein. Die Stadt für Begegnungs- und Bewegungsorte zu öffnen ist jedoch eine viel schwierigere Aufgabe.“

Ebenso die Pflege der Grünanlagen. In Zeiten, in denen das Grünflächenamt für eben jene Aufgabe mit immer weniger Personal und Geld auskommen muss, nutzte Heilig ihre Ansprache für das Versprechen, Stadtverordnete davon zu überzeugen, dass mehr Parks in Frankfurt auch mehr Personal und Finanzen für deren Pflege erforderten.

Fürs Erste sind die Besucher des Hafenparks mit dessen Erscheinungsbild und Angebot aber mehr als zufrieden. Andreas (45) und seine Gattin Andrea (45) müssen etwas grübeln, bevor ihnen etwas einfällt, was im Park noch fehlt. „Vielleicht ein paar mehr Bäume, damit man auf den Wiesen mehr Schatten hat. Aber die wachsen schließlich noch“, sagt Andreas. Seine Frau hofft, dass der Hafenpark sein Aussehen bewahrt: „Auch in der Kettlerallee ist einst ein Park entstanden, der anfangs allen heilig war. Davon ist dort aber nichts mehr zu sehen.“

Tatjana (43) und Alex (36) sind zum ersten Mal im Hafenpark. „Einfach cool. Wo sonst findet man einen Ort mit so viele Angeboten? Wo sonst kann man sich austoben, ohne dass sich die Nachbarn beschweren“, fragt sich Tatjana.

 

Schilder angebracht

 

Allerdings sind manche Orte im Hafenpark bereits so beliebt, dass sich Parkbesucher über Nutzungsrechte streiten. In der Skater-Anlage kommen sich immer wieder erfahrene Skater und Eltern ins Gehege, weil letztere kleine Kinder durch den teils sehr anspruchsvollen Parcours fahren lassen. Die Stadt hat deshalb jüngst Schilder anbringen lassen, auf denen Verhaltensregeln für die Benutzung der Hindernisse aufgeführt sind. Unter sieben Jahren dürfen Kinder die Bahnen nicht benutzen. Dennoch wird weiterhin gestritten. Pfaff-Greiffenhagen hat eventuell eine Lösung: „Vielleicht lässt sich hier noch ein kleiner Platz einrichten, auf dem Kinder skaten können.“ Er schätzt, dass er zu diesem Zweck auch Mittel aus dem Budget des Ortsbeirates 4 (Bornheim, Ostend) lockermachen kann. Langweilig wird es im Hafenpark also nicht.

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