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Im früheren Schlecker-Markt werden jetzt Kinder betreut

Noch geht es relativ ruhig zu in der Krabbelstube Raupennest. Vor anderthalb Monaten bezogen die Erzieherinnen die kleine Einrichtung, nahmen vor einem Monat die ersten Kinder zur Eingewöhnung auf.
Vor dem Mittagessen wird in der Krabbelstube Raupennest oft gemeinsam gesungen.	Foto: privat Vor dem Mittagessen wird in der Krabbelstube Raupennest oft gemeinsam gesungen. Foto: privat
Nieder-Erlenbach. 

Inzwischen ist fast die Hälfte der künftig 20 Kinder im Alter zwischen einem und drei Jahren hier, der Alltag nimmt allmählich feste Formen an. "Wir sind glücklich, dass die Hausbesitzer einverstanden waren, in den früheren Schlecker-Markt eine Kindereinrichtung aufzunehmen", sagt die Leiterin, Ingrid Reitzammer. Heute stellt sich die Einrichtung von 14 bis 17 Uhr den Nieder-Erlenbachern vor: Beim Tag der offenen Tür.

"Zurzeit betreuen wir neun Kinder, vor Weihnachten nehmen wir das zehnte Kind zur Eingewöhnung auf. Im April wollen wir das 20ste und letzte Kind aufnehmen", sagt Reitzammer. Das Mitarbeiter-Team sei bereits komplett, sie hätten zahlreiche Bewerbungen für die Stellen in der Krabbelstube gehabt.

Noch ist die Einrichtung nicht komplett. Der eine der beiden Gruppenräume ist zurzeit noch das Zimmer für den Mittagschlaf, die großen Fenster sind mit Tüchern abgedunkelt. Nebenan ist der "Rollenspielraum", so genannt, weil hier ein Kinderwaschbecken (ohne Wasseranschluss) zu kleinen Rollenspielen einladen soll. "Das ist keine feste Funktion, aber es hilft den Kindern, wenn jeder Raum einen eigenen Namen hat. Auch einen Raum zum Toben gibt es, mit einem Ball-Pool in der Mitte.

Träger ist der Verein zur Unterstützung berufstätiger Eltern. "Gleich nachdem Schlecker insolvent war und seinen Laden schloss, sprachen wir die Hausbesitzer an. Gott sei Dank haben sie zugestimmt, hier eine Kindereinrichtung unterzubringen. Das ist ja nicht selbstverständlich", bedankt sich Reitzammer. Die Räume wurden aufwendig umgebaut, "sogar eine Fußbodenheizung gibt es."

Nur das Außengelände werde erst im Frühjahr gestaltet. Dazu müssten die Betonplatten des Hofs, die selbst schwere Lastwagen aushielten, zum Teil entfernt werden. "Das ist sehr aufwendig. Aber zum Glück gibt es direkt nebenan einen Spielplatz", so Reitzammer. Außerdem mache die Krabbelstube viele altersgerechte Ausflüge. "Die unter Zweijährigen haben daran andere Ansprüche als Kinder, die fast schon drei Jahre alt sind."

Gearbeitet wird in zwei offenen Gruppen. "Wir erziehen die Kinder zu möglichst viel Selbständigkeit und lassen ihnen die dafür notwendige Zeit", erklärt Ingrid Reitzammer das Konzept.

Wenn im kommenden Sommer auch der Hort-Neubau der Kita Erlenburg fertig werde, sei Nieder-Erlenbach gut mit Betreuungsplätzen versorgt, sagt Reitzammer, die auch Kinderbeauftragte des Stadtteils ist. "Wir haben dann 140 Hortplätze plus die schulische Betreuung." Außerdem gebe es 140 Kindergarten- und 30 U 3-Plätze. "Hinzu kommen noch einige Tagesmütter."hau

(Andreas Haupt)
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