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Trinkwasserversorgung: In Teilen des Vogelsberges wird das Wasser knapp: Brandbrief an die Stadt Frankfurt

Der Vogelsberg leidet massiv unter der Trockenheit. Die Stadt Ulrichstein muss Tankwagen einsetzen, um die Bevölkerung mit ausreichend Wasser zu versorgen. Dass die Frankfurter nun ihre Bäume mit Trinkwasser bewässern sollen, macht den Bürgermeister der Stadt zornig. Und das hat einen Grund.
Foto: Sven Hoppe (dpa)

Weil die anhaltende Trockenheit den Frankfurter Bäumen so langsam gefährlich werden könnte, hat die Stadt Frankfurt ihre Bürger dazu aufgefordert, das Grünflächenamt bei der Bewässerung der Bäume zu unterstützen. 

Das macht Edwin Schneider, Bürgermeister der Stadt Ulrichstein im Vogelsberg, richtig sauer. "Wenn ich dann höre, dass das gute Vogelsberger Wasser in Frankfurt genutzt werden soll um die Bäume zu gießen, treibt es mir die Zornesröte ins Gesicht", schreibt er in einer wütenden Mail an das Umweltdezernat Frankfurt. "Vor allem der westliche und südliche Vogelsberg leidet aktuell unter der Trockenheit",  sagt Otto Wack von der Initiative Schutzgemeinschaft Vogelsberg. Dort gelte nun ein Entnahmestopp. Im östlichen Teil sei die Situation noch unproblematisch.

Wasser muss aus anderen Orten geliefert werden

Bereits sei rund einem Monat müssen laut Schneider Tankwagen die Bevölkerung in Ulrichstein mit Wasser versorgen. Außerdem ist die Bevölkerung der kleinen Stadt dazu angehalten, keine Gärten mehr zu bewässern, Autos zu waschen oder Bäume zu gießen. 

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Die Frankfurter spülen ihre Toiletten mit Trinkwasser aus dem Vogelsberg. Das geht nur so lange gut, wie es dort noch ausreichend Wasser gibt. Den Vogelsbergern langt's langsam. Sie erwarten, dass die Frankfurter künftig sparsamer mit dem wertvollen Wasser umgehen.

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Das Pikante daran: Die Stadt Frankfurt bezieht ihr Trinkwasser zu rund 40 Prozent aus Quellen aus dem Vogelsberg. Weitere 40 Prozent kommen aus dem hessischen Ried. Nur 20 Prozent des Frankfurter Wassers bezieht die Stadt aus eigenen Quellen. 

"Die Frankfurter sollten das gezapfte Trinkwasser lieber nach Ulrichstein bringen um es in den Hochbehälter zu schütten", schreibt Schneider in seinem Brief weiter. "Dann würden auch unsere Menschen mit ausreichend Wasser versorgt werden können."

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Seit dem enormen Wasserverbrauch der Metropole formiert sich schon seit Jahren Widerstand. Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg plädiert schon seit Jahren für einen sparsameren Wasserverbrauch in Frankfurt. Vor allem, dass die Frankfurter das Trinkwasser aus dem Vogelsberg für die Toilettenspülung benutzen, missfällt vielen Kommunen. (red)

 

 
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