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Eis-Geschäft: In den Eismanufakturen ist garantiert alles selbst gemacht

Das Eis-Geschäft läuft diesen Sommer bombig. Kein Wunder bei diesen Temperaturen. Hier eine kleine Auswahl der unzähligen Eishersteller Frankfurts.
Christina Sell hat neben den üblichen Sorten wie Erdbeere spezielle Kreationen wie Frankfurter Kranz im Angebot. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (.) Christina Sell hat neben den üblichen Sorten wie Erdbeere spezielle Kreationen wie Frankfurter Kranz im Angebot.
Frankfurt. 

Darf’s was Erfrischendes sein? Gurke-Basilikum vielleicht, oder Himbeere-Minze? Die Sorbets bei Coccola am Luisenplatz sind zwar lecker, aber der Publikumsrenner ist nach wie vor Schokolade. An zweiter Stelle folgt Mango. „Und wenn Gries-Zimt nicht da ist, wird so mancher Stammkunde nervös“, sagt Jochen Jung, Inhaber der Eismanufaktur Coccola, die in Bensheim ansässig ist, zwei Läden in Darmstadt betreibt, einen in Heppenheim sowie im zweiten Jahr die Frankfurter Filiale. Jung wohnte lange ums Eck in der Herbartstraße, bevor es den früheren Mitarbeiter eines amerikanischen Konzerns vor sechs Jahren raus an die Bergstraße zog. Er tauschte den Anzug gegen den Eismacherkittel und ließ sich von einem Konditormeister die Grundlagen beibringen.

Nina (37) und Paul (2) im Eiscafé Lido am Weißen Stein. Bild-Zoom Foto: Leonhard-Hamerski
Nina (37) und Paul (2) im Eiscafé Lido am Weißen Stein.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Herstellungsweisen, so Jung, „machen wir alles selbst. Keine Zutat ist vorproduziert – auch Bindemittel stellen wir selbst her“. Die Milch stammt von Kühen aus dem Odenwald, „die garantiert alle glücklich auf der Weide stehen“, sagt Jung. Der Zuckeranteil, der für die Konsistenz wichtig ist, wird möglichst gering gehalten, durch Traubenzucker oder den pflanzlichen Stoff Inulin ersetzt. Bei den Eissorten gilt: „Es gibt nichts, was es nicht gibt.“ Beispiele: Schwarzer Sesam, Milchreis (ein Renner), Tiramisu (mit Mascarpone), Ziegenmilch-Heu, Lakritz, Mohn oder Bier-Eis.

Raffinierte Mischungen

Die Eismanufaktur „Das Eis“ produziert zwar in Wiesbaden, hat aber ihren einzigen Straßenverkauf im Flagshipstore an der Hasengasse in Frankfurt. Das erste zertifizierte Bio-Eis Deutschlands gibt es schon seit 2007, stellt vor allem für den Biofachhandel, Gastronomie und Kantinen her. Die Sorten muten amerikanisch an, heißen „Strawberry Cheesecake“ oder „The Brownie“. Doch drin stecken raffinierte, selbst erdachte Mischungen wie „Vanille-Tonka-Eis mit Blaubeeren und Pfannkuchenstückchen“. „Wir betreiben sehr viel Aufwand, um unsere komplexen Eissorten zu entwickeln“, sagt Florian Mayer, Inhaber von „Das Eis“. Sehr gut gehen auch „Caramel“ mit Macademia-Nüssen und Salzkaramell, „Butterkeks“ und „Mango Madras“. Vegane Sorten sind sojafrei, benutzt wird gentechnikfreie Mandel-, Nuss- oder Hafer-Milch.

Leckeres vom Spachtel

Hoch gelobt von Gastrokennern wird dieses Jahr Eis vom „Eissalon Firenze“ am Walther-von-Cronberg-Platz. Ein Bällchen à 1,50 Euro wird mit einem Spachtel auf die selbstgebackene Waffel aufgetragen, die Sorten erinnern an „echtes“ italienisches Eis, wie es mitten in Florenz zu haben ist: „Fior di Latte“, einfaches Milcheis, gilt als Klassiker. „Pistacchio di Bronte“ enthält die besten Pistazien aus Sizilien. Im Café gibt es allerdings keinen Service: Wer einen Kaffee trinken oder einen Eisbecher bestellen möchte, muss sich in der Schlange anstellen. Und: Mit Eisbecher „to go“ drinnen aufs Sofa setzen, geht nicht: Man wird etwas unhöflich gebeten, zu gehen.

Sehr beliebt ist auch die „Eis Marie“ in Bornheim, die im zweiten Jahr geöffnet hat. Dem leckeren „Donauwelle“-Eis oder dem „Frankfurter-Kranz“-Eis lässt sich kaum widerstehen. Letzteres ist in diesem Jahr der Renner, bestätigt die Inhaberin Christina Sell. „Es ist keine Buttercreme in diesem Frankfurter Kranz, dafür Vanille-Eis, selbst hergestellte Erdbeersoße und Krokant“, verrät sie. Die Küche ist direkt hinter dem Verkaufsladen an der Saalburgstraße. „Wir stellen das Eis zumeist nachts her, weil die Maschinen ziemlich laut sind.“ Bei „Eis Marie“ wird Wert auf natürliche Zutaten ohne künstliche Aromen gelegt. Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten können hier beruhigt zuschlagen. Die veganen Sorten basieren auf selbst gemachter Mandelmilch oder Reismilch, die Fruchtsorbets sind natürlich milchfrei. Serviert wird vorzugsweise in Glasschüsselchen oder in der Waffel.

Ein Tipp ist das Eiscafé Lido am Weißen Stein. Die Familie Franceschet betreibt das Geschäft seit 1985. Auch hier wird alles selbst hergestellt. Besonders beliebt ist das Spaghetti-Eis. Aber es sind auch immer wieder neue Kreationen zu finden. In diesem Jahr empfiehlt Inhaber Ezio Franceschet das Schoko Ecuador Vegan und Zitrone-Minze.

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