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Hilfsprojekt „Luftfahrt ohne Grenzen“: In der Not wird Pappe gekocht

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen hat die Hilfsorganisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ dringend benötigte Hilfsgüter in die Nähe von Mossul gebracht.
Kriegszerstörung im Ort Hassan Sham Kriegszerstörung im Ort Hassan Sham
Frankfurt. 

In dem Gebiet Hassan Sham, unweit der irakischen Großstadt Mossul, haben rund 73 000 Menschen Zuflucht vor dem Krieg gefunden. Die Frankfurter Organisation „Luftfahrt ohne Grenzen“ (LOG) hat erneut Hilfslieferungen dorthin gebracht. Jeden Tag kämen 600 bis 700 Menschen aus Mossul neu an, berichtet LOG. Bei der Ankunft spielten sich erschütternde Szenen ab, wenn sich Familien wiederfinden, die den Schrecken von Mossul überlebt hätten. „ISIS schießt auf alles, was sich bewegt“, zitiert die Hilfsorganisation den Oberbürgermeister von Erbil, der das Team von LOG begleitet hat. Auch Kinder seien vor den Angriffen nicht geschützt.

Kinder im Flüchtlingslager Bild-Zoom
Kinder im Flüchtlingslager

Die Menschen, die sich retten konnten, hätten schreckliche Geschichten über den Mangel im umkämpften Gebiet erzählt. Nahrungsmittel gebe es schon lange nicht mehr, so dass oft nur gekochtes Gras bliebe. Als auch das ausgegangen sei, haben die Menschen begonnen Pappe in kleine Stücke zu schneiden, zu kochen und sie ihren Kindern zum Essen zu geben, berichtet LOG unter Berufung auf den Leiter des Flüchtlingslagers in Hassan Sham. LOG plant kurzfristig weitere Hilfslieferungen, vor allem Medizin und Kindernahrung, in den Nordirak zu schicken und bittet um Spenden auf das Konto IBAN: DE84 5005 0201 0200 3322 44 bei der Frankfurter Sparkasse. red

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