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Liebieghaus in Sachsenhausen: In so einer coolen Location haben Sie selten Yoga gemacht

Von Wo lässt es sich besser in den Tag starten, als bei einer Yoga-Einheit an der frischen Luft im Garten des Liebieghauses? Im August lädt das Skulpturenmuseum am Schaumainkai immer Dienstagvormittags zu einer Yoga-Stunde in das grüne Kleinod ein.
Es braucht nicht viel, um entspannt in den Tag zu starten: Bequeme Kleidung, eine Matte oder Decke – und einen schönen Ort. Im Garten des Liebieghauses ist es ruhig. Zwischen Bäumen und Skulpturen bietet er das perfekte Ambiente für eine Yoga-Einheit. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Es braucht nicht viel, um entspannt in den Tag zu starten: Bequeme Kleidung, eine Matte oder Decke – und einen schönen Ort. Im Garten des Liebieghauses ist es ruhig. Zwischen Bäumen und Skulpturen bietet er das perfekte Ambiente für eine Yoga-Einheit.
Sachsenhausen. 

Die Matten liegen ausgerollt auf der Wiese im Garten des Liebieghauses. Statt durch die Skulpturensammlung des Museums zu wandern, hat sich unweit der Kulturinstitution eine 25-köpfige Gruppe versammelt, um dort vor dem täglichen Start in den Berufsalltag gemeinsam Yoga zu praktizieren. Es ist ruhig, nur hin und wieder dringt ein wenig Verkehrslärm vom Schaumainkai dorthin. Ein leichter Wind weht durch die Bäume des Gartens, der Ende des 19. Jahrhunderts für den Textilfabrikanten Heinrich Baron von Liebieg (1839 bis 1904) angelegt wurde, der auf dem Grundstück die „Villa Liebieg“ errichten ließ. Der Garten sollte damals als Ort der Erholung dienen, auch wenn der Baron nie in sein prunkvolles Haus einzog.

Stress abbauen

Ulrike Reiche steht direkt neben einer Skulptur, die Diana, die römische Göttin der Jagd, zeigt und blickt auf die Gruppe. Sie ist Yoga-Lehrerin und Ausbilderin und macht die Übungen vor. Reiche hat sich auf Kundalini-Yoga spezialisiert. Diese Form des Yoga spreche, wie sie erzählt, die Teilnehmer auf einer körperlichen und einer meditativen Ebene an. Ein Schwerpunkt liege beispielsweise auf der Atmung. „Die Übungen helfen dabei, Stress abzubauen und im Kopf ruhig zu werden“, erklärt sie. Kundalini-Yoga werde normalerweise noch mit Musik begleitet. Hierauf wird beim Yoga im Garten des Liebieghauses aber verzichtet.

Yoga-Lehrerin Ulrike Reiche macht die Übungen vor, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet sind. Bild-Zoom Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA
Yoga-Lehrerin Ulrike Reiche macht die Übungen vor, die sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet sind.

Die morgendliche Übungseinheit gibt sie auf Einladung des Liebieghauses Skulpturensammlung an jedem Dienstagvormittag im August. Das Besondere ist, dass die Übungen so ausgelegt sind, dass jeder zu jeder Zeit einsteigen kann. „Auch wenn ein Teilnehmer es nicht pünktlich schafft oder noch nie Yoga gemacht hat“, sagt Reiche.

„Wie kann man besser in den Tag starten, als mit so einer Yoga-Stunde vor der Arbeit?“, findet Teilnehmerin Birgit Graen. Sie mache, wie sie verrät, zum ersten Mal überhaupt Yoga. „Ich finde, es ist so ein schöner Ort hier im Garten. Mir macht es wirklich Spaß“, sagt sie. Von dem Angebot erfahren hat sie über das soziale Netzwerk Facebook. Um dabei zu sein, habe sie sogar ihren ersten Termin an diesem Tag um eine halbe Stunde nach hinten verschoben.

Ort der Inspiration

Graen möchte auf jeden Fall die kommenden Terminen wahrnehmen, wenn sich dies zeitlich einrichten lässt. „Ich werde einem guten Freund davon erzählen und ihn beim nächsten Mal einfach mitbringen“, sagt sie und lacht. Männer sind an diesem Vormittag nämlich in der Unterzahl. Unter den 25 Teilnehmern des Angebotes gibt es nur einen, der den Weg zur Yoga-Stunde gefunden hat.

„Die Teilnehmer sammeln beim Yoga unter freiem Himmel andere Erfahrungen als beim Yoga im geschützten Raum“, sagt Reiche und findet: „Der Garten ist ein besonderer Ort, einer mit Atmosphäre, an dem man gut entspannen, sich inspirieren lassen und in den Tag starten kann.“ Seit dem Jahr 1992 praktiziert sie selbst Yoga, seit 2002 arbeitet sie als Yoga-Lehrerin und bildet zudem aus.

Und noch etwas ist an diesem Vormittag anderes. Das Café des Museums öffnet zu den Yoga-Stunden etwas früher, damit sich die Teilnehmer danach noch hier stärken können. „Wer mitmachen möchte, zahlt fünf Euro pro Stunde. Mit im Preis inbegriffen ist ein Eintritt ins Liebieghaus. Der Zeitpunkt für den Museumsbesuch kann frei gewählt werden“, erklärt Kerstin Schultheiß vom Veranstaltungsmanagement von Städel und Liebieghaus-Skulpturensammlung. Die Idee zum Yoga habe es bereits länger gegeben und der Garten sei ein geschützter Ort. „Wir versuchen ihn behutsam mit in die Angebote des Museums zu integrieren.“

Voranmeldung erforderlich

Ulrike Reiche gibt morgen sowie am Dienstag, 22. und 29. August, jeweils von 8 bis 9 Uhr eine Yoga-Stunde im Garten des Liebieghauses, Schaumainkai 71. Matten sowie bequeme Kleidung müssen selbst mitgebracht werden. Wegen der begrenzten Plätze ist eine Voranmeldung per E-Mail unter veranstaltung@liebieghaus.de erforderlich. Bei schlechtem Wetter fällt das Angebot aus. Informationen gibt es unter www.liebieghaus.de.

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