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Aufstellen des Bebauungsplans für das: Innovationsquartier: Bürger dürfen früher mitreden

Von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) schlägt beim Bebauungsplanverfahren für das umstrittene Innovationsquartier entlang der Friedberger Landstraße im Nordend einen neuen Weg ein. Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung sollen die Frankfurter zeitiger als bisher üblich mitreden dürfen.
Die Pläne für das Innovationsquartier wurden schon einmal geändert. Neu ist ein   70 Meter breiter Grünstreifen mitten durch das Baugebiet. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens sollen die Bürger nun schneller als bislang ihre Meinung sagen können. Die Vorschläge könnten in die endgültige Planung einfließen. Die Pläne für das Innovationsquartier wurden schon einmal geändert. Neu ist ein 70 Meter breiter Grünstreifen mitten durch das Baugebiet. Im Zuge des Bebauungsplanverfahrens sollen die Bürger nun schneller als bislang ihre Meinung sagen können. Die Vorschläge könnten in die endgültige Planung einfließen.
Frankfurt. 

Das hat es im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens in der Form noch nicht gegeben in Frankfurt: Die vom Planungsdezernat für den Ideenwettbewerb zum Innovationsquartier entlang der Friedberger Landstraße ausgewählten Architekten und Landschaftsplaner sollen schon bei einem Zwischen-Colloquium ihre Ideen vorstellen – und zwar in einer öffentlichen Sitzung. Das erklärt Planungsamtssprecher Mark Gellert. „Das formale Bebauungsplanverfahren und was parallel dazu läuft wird zusammengefasst“, sagt Gellert. Normalerweise sind das zwei aufeinanderfolgende Schritte.

Kommentar: Eine Mogelpackung

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Ziel des neuen Weges sei größtmögliche Bürgerbeteiligung. Würde sich das Verfahren dadurch insgesamt beschleunigen lassen, wäre das laut Gellert ein positiver Nebeneffekt.

„Man darf natürlich noch keine fertigen Konzepte erwarten, aber ein erster Fingerzeig, was geplant ist, ist es dennoch“, sagt Gellert über die öffentliche Präsentationen. In einer Fragerunde könnten Bürger sich dann äußern, konstruktive Kritik üben und auch Anregungen geben sowie Bedenken äußern. Die vorgetragenen Punkte können die Wettbewerbsteilnehmer dann in ihre abschließende Präsentation einfließen lassen.

Viel zum Notieren

Die Wettbewerbsteilnehmer müssen bei der öffentlichen Sitzung wohl sehr viel notieren. Denn die Bürgerinitiativen gegen den Bau des Innovationsquartiers sind auch mit den überarbeiteten Plänen nicht zufrieden. Zuvor hatte Planungsdezernent Mike Josef (SPD) nach den heftigen Protesten schon eingelenkt. Neu sind zwei etwa 70 Meter breite Grünstreifen im Süden und Osten des Baugebiets, das sich vom Wasserpark im Norden bis zum Günthersburgpark im Süden erstreckt. Dort können laut Martin Hunscher, Leiter des Stadtplanungsamtes, etwa 80 Kleingärten angelegt werden. Er führt aus, dass der Günthersburgpark erweitert wird, zunächst um rund zwei Hektar auf dem Areal der früheren Stadtgärtnerei, um weitere drei Hektar, wenn die Gärtnerei-Nutzung weiter nördlich aufgegeben werden sollte.

Durch die Umplanung entsteht aber nicht weniger Wohnraum. Durch je ein zusätzliches Geschoss auf allen Häusern sind nach wie vor 1500 Einheiten möglich. Im Westen des Areals wird sechsgeschossig gebaut, in der Mitte fünfgeschossig. Im Norden, Süden und Osten des Areals sind dann vier Vollgeschosse geplant.

Nach Angaben von Gellert soll das Zwischen-Colloquium zum Bebauungsplanverfahren für das Innovationsquartiers noch vor der parlamentarischen Sommerpause angesetzt werden. Er geht davon aus, dass der Termin noch im Juni sein wird. Üblicherweise seien an Zwischen-Colloquien nur Vertreter des Auslobers, also der Stadt Frankfurt, und die Teilnehmer am Ideenwettbewerb beteiligt.

Bei diesen ersten Arbeitstreffen im kleinen Kreis stellen die Wettbewerbsteilnehmer laut Gellert ihre Ideen und Überlegungen für das zu planende Gebiet vor. „Auslober und Teilnehmer tauschen sich aus. Architekten können nachfragen, ob sie die Aufgabe richtig verstanden haben. Der Auslober kann dann entweder ja oder nein sagen und die Architekten darauf reagieren.“

Nach Angaben von Gellert soll am 1. Mai der Ausschreibungstext an ausgewählte Büros, Landschaftsarchitekten und -planer versendet werden. Eingeladen werden sollen sechs bis acht Teilnehmer. Ob welche aus der Region und Frankfurt darunter sind, wollte Gellert nicht sagen. Anderthalb Monate blieben den Architekten und Landschaftsplanern Zeit, um ihre Präsentationen für das Zwischen-Colloquium auszuarbeiten. „Da muss man sich voll darauf konzentrieren“, weiß Gellert. Er rechnet damit, dass die Stadt deshalb auch Absagen bekommen wird. Im Herbst jedenfalls sollen dann die endgültigen Ergebnisse vorgestellt werden.

Ein neuer Name

Dass der für das Innovationsquartier zuständige Ortsbeirat 3 (Nordend) über eine Umbenennung des Baugebietes diskutiert, hält der Planungsamtssprecher für legitim. „Der Ortsbeirat darf Straßen und Plätze benennen. Und wenn er meint, das Innovationsquartier müsste anders heißen, ist das völlig in Ordnung.“ Vorgeschlagen worden sind von der CDU-Fraktion die Bezeichnung „Über dem Eichenwald“, die FDP favorisiert den Namen Quercusviertel (Quercus=Eiche).

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