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Deutsch-Italienische Vereinigung: Italienische Momente am Main

Von Mit einer Ausstellungs- und Vortragsreihe, neuen Sprachkursangeboten und Vorträgen feiert die Deutsch-Italienische Vereinigung ihren runden Geburtstag.
Werke italienischer Künstler sind in den Räumen der Deutsch-Italienischen Vereinigung in der Arndtstraße jederzeit zu sehen. Foto: Rainer Rüffer Werke italienischer Künstler sind in den Räumen der Deutsch-Italienischen Vereinigung in der Arndtstraße jederzeit zu sehen.
Westend. 

Passend zu ihren Anfängen in den 1960er Jahren präsentiert die Deutsch-Italienische Vereinigung in den Räumen der Westend Galerie (Arndtstraße 12) derzeit „Die unendliche Welt der Dadamaino“ als erste Frankfurter Einzelschau der Mailänder Avantgarde-Künstlerin Eduarda Emilia Maino (1930-2004): In Zusammenarbeit mit der Mailänder Galleria Cortina Arte sind experimentelle Bilder mit exakten Formen und Farben der Op Art zu sehen. Als Forum für moderne zeitgenössische Kunst öffnet sich die Galerie jungen italienischen Künstlern und Vertretern der klassischen Moderne ebenso wie deutschen Künstlern, die eine besondere Verbindung zu Italien haben.

„Wir wollten von Anfang an nicht nur Sprachkurse und Vorträge anbieten, sondern auch die moderne italienische Malerei bekannt machen, die figurativ, aber auch sehr abstrakt sein kann“, erklärt der Gründer und Ehrenvorsitzende Salvatore A. Sanna. Als er die Deutsch-Italienische Vereinigung 1966 gründete, reisten die Frankfurter begeistert nach Italien, während sich die ersten italienischen Gastarbeiter eine neue Existenz am Main aufbauten. Da Sanna selbst an der Goethe-Universität Italienisch unterrichtete und im Westend wohnt, bot sich ein dortiges Domizil als Brücke zwischen Bockenheim und der Innenstadt an.

„Das Haus in der Arndtstraße konnten wir zunächst als Untermieter beziehen und dort schon bald eine Ausstellung mit Italienbildern von Heinrich Steiner mit Hanna Bekker vom Rath eröffnen“, berichtet Sanna. Somit war die Idee zur Westend Galerie geboren. Am 11. Juni wird dort eine Ausstellung „Aktuelle Positionen italienischer Kunst“ und am 10. September die Jubiläumsausstellung „Specchio Italia“ eröffnet, ein Spiegelbild jener Künstler, die bislang in der Vereinigung ausstellten.

Nach vorne blicken

„Wir wollen dieses Mal bewusst keine Rückschau halten, sondern mit neuen Werken nach vorne blicken“, sagt Barbara Thurau, Kuratorin der Westend Galerie. Weiter voran geht es auch in den neuen Sprachkursen: Anfänger-, Grammatik- und leichte Lektürekurse gehören ebenso dazu wie Fortgeschrittenenkurse mit der Lektüre längerer Texte. Die eineinhalbstündigen Kurse beginnen in der Regel montags bis donnerstags um 10.30 Uhr, 17.15 Uhr und 19 Uhr.

Zum Jubiläumsprogramm gehören auch einige zweisprachige Lesungen, die jeweils um 20 Uhr beginnen: Am 12. Mai stellt Pete Smith mit Primo Levi: „Se questo è un uomo/Ist das ein Mensch?“ einen bedeutenden Autor und Überlebenden des Arbeitslagers Auschwitz-Monowitz vor. Am 16. Juni präsentiert Alissa Walser Margaret Mazzantini: „Venuto al mondo/Das schönste Wort der Welt“ und am 7. Juli spricht Olga Martynova über Dante Alighieris „Divina Commedia/Die göttliche Kommödie“ – jeweils im Gespräch mit Stefana Sabin.

Der „Dante-Boom“ im Kriminalroman ist auch ein Thema der aktuellen Zeitschrift „Italienisch“ für die italienische Sprache und Literatur, die die Vereinigung seit dem Jahr 1979 mit herausgibt. „Eine Mischung aus Buchbesprechungen und Beiträgen zur Didaktik, Literatur- und Sprachwissenschaft sowie Landeskunde, mit denen wir sowohl ein allgemeines als auch ein Fachpublikum ansprechen wollen“, sagt die Vorsitzende Caroline Lüderssen. Und die Visitenkarte des Instituts in Frankfurt ebenso wie an vielen externen Universitäten sowie italienischen Sprach- und Kulturinstituten.

Madame Bolongaro

Mit Silke Wustmanns Kostümführung „Madame Bolongaro gibt sich die Ehre“ gibt die Deutsch-Italienische Vereinigung am 5. Juni um 17 Uhr im Bolongaropalast lebendige Einblicke in eine italienische Familie im Frankfurt des 18. Jahrhunderts. Ein wichtiger Kooperationspartner bleibt die Stadt Frankfurt und freilich das Italienische Generalkonsulat in Frankfurt, das die Installation des Mailänder Lichtkünstlers Marco Brianza zur Luminale im März gefördert hat.

Schließlich gehört zum Jubiläum auch ein Festakt im Römer für geladene Gäste: Er beginnt am 18. Oktober um 18.30 Uhr und steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann.

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