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Bolzplatz am Schönhof: Jetzt rollt das Leder wieder

Von Fußballweltmeister und Eintracht-Legende Uwe Bein hat die Patenschaft für den Bolzplatz am Schönhof übernommen. Dieser wurde gestern nach seiner Sanierung eingeweiht.
Der Bolzplatz am Schönhof verdient jetzt seinen Namen. Der Belag ist ganz neu. Beim Spiel einer Polizeiauswahl des 13. Reviers und Jugendlichen aus dem Stadtteil ging es gestern zur Sache. Bilder > Foto: L.Hamerski Der Bolzplatz am Schönhof verdient jetzt seinen Namen. Der Belag ist ganz neu. Beim Spiel einer Polizeiauswahl des 13. Reviers und Jugendlichen aus dem Stadtteil ging es gestern zur Sache.
Bockenheim. 

Dass die Beamten des 13. Reviers auch im Sportdress eine gute Figur machen, bewiesen sie gestern bei der Einweihung des Bolzplatzes am Schönhof der nahe gelegenen Jugendeinrichtungen an. Über die Ballfertigkeiten staunte sogar Uwe Bein. Der ehemalige Eintracht-Spieler und Fußballweltmeister hat die Patenschaft für den Platz übernommen.

Anlass für den Kick zwischen Polizisten und Jugendlichen war die Einweihung des Platzes, der für 116 500 Euro umgebaut wurde. Die Finanzierung war ein echtes Gemeinschaftsprojekt: Das Grünflächenamt gab 56 500 Euro, das Sportamt 10 000 Euro, der Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Westend, Kuhwald) steuerte 25 000 Euro, und die Postbank gab in Zusammenarbeit mit den Golf spielenden Fußballern (Gofus) gaben 25 000 Euro .

Bevor der Ball auf dem Kunststoff-Sportbelag rollte, erinnerte Stephan Heldmann, Leiter des Grünflächenamtes, an die Historie des Platzes. Dieser sei nun kein herkömmlicher Bolzplatz mehr, sondern ein Edelkleinfeld. „Der Platz besteht seit 16 Jahren. Zuvor war hier ein Parkplatz“, sagte er. Doch Fußball gespielt worden sei in der Gegend schon immer – jedoch auf Gehwegen, vor Seniorenwohnheimen und auf Spielplätzen, wo man sich aber in die Quere mit anderen Nutzern gekommen sei. Im Jahr 2000 hatte der Platz einen Kiesbelag bekommen, der aber im Laufe der Jahre immer wieder erneuert werden musste. Eine Sanierung sei dringend erforderlich gewesen.

Natürlich hätten sich alle einen robusten Kunststoff-Belag gewünscht. „Das Budget des Grünflächenamtes ist aber schmal.“ Zum Glück waren die Frankfurter bei der Städtetour der Postbank am besten. Denn niemand habe durch geschicktes Kicken den Fußball so lange in der Luft halten können wie die Frankfurter. Das habe 25 000 Euro in die Kassen gespült. Schnell sei klar gewesen, dass das Geld für die Sanierung des Bolzplatzes Schönhof verwendet werden sollte. Der trägt seinen Namen jetzt zurecht.

Das findet auch Youssef (13). Er steht mehrmals in der Woche auf dem Platz und kann vergleichen. Was er auch tut. „Früher war das hier alles richtig Schrott, jetzt ist es richtig gut.“ Kindermund tut Wahrheit kund. So heißt es. Aus weiteren Mündern kamen weitere Weisheiten.

So machte Manfred Weinigmann von den Gofus darauf aufmerksam, dass seine Vereinigung in den vergangenen zehn Jahren „120 solcher Projekte gefördert hat“. Ortsvorsteher Axel Kaufmann (CDU) sagte: „Wenn man Geld für solche Projekte ausgibt, kann man das sehr gut vor der Öffentlichkeit vertreten.“ Einen kleinen Seitenhieb konnte er sich nicht verkneifen: „Vor allem wenn man bedenkt, wie es um den Frankurter Fußball momentan bestellt ist.“ Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreises Frankfurt lobte: „Das ist kommunale Selbstverwaltung wie aus dem Bilderbuch.“ Schließlich sei bei der Verwirklichung des Bolzplatzes am Schönhof „nach meiner Kenntnis das erste Mal in Frankfurt eine Kooperation und Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure entstanden“.

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